Die wichtigsten Dinge die mir helfen stabil zu sein!

Seit ich in der Klinik war, also ziemlich genau seit einem Jahr, beschäftige ich mich recht intensiv mit mir selber. Ich reflektiere mich, mein Verhalten, meine Gefühle und meine Reaktionen auf die Außenwelt. Das ist, in diesem Umfang, neu für mich. Früher habe ich das auch mal getan – aber eher auf Verlangen während der Ausbildung zum Beispiel. So habe ich nun aber viel über mich selber gelernt, was vielleicht auf meinem gesamten Blog zu erkennen ist.
Ein zentraler Punkt dieses Reflexion war und ist immer noch der Punkt „stabil sein/ bleiben“. Stabil ist mein großes Ziel. Das was mir es möglich macht andere Ziele zu erreichen und zu mir selber zu finden. Oh Mensch das klingt echt schon wieder viel zu esoterisch, aber es ist leider so. Vielleicht ist es für den ein oder anderen einfach selbstverständlich so auf sich zu achten und zu hören – dann meinen Glückwunsch! Aber für mich war dies zu lange überhaupt nicht wichtig. Deswegen nimmt es nun etwas mehr Raum ein.
Um es kurz zu halten: Stabil sein ermöglicht es mir, mich selber kennenzulernen. Ohne Depression, mit vollem Bewusstsein für diesen Vorgang.

Aber nun zur Hauptfrage: Was hält mich denn nun stabil?
Eine Frage mit der ich mich selber nun auch schon etwas beschäftige. Anflüge von Tiefs hatte ich seit dem Absetzten der Medikamente oft genug. So konnte ich für mich, fast ein Jahr nach der Klinik, auch noch einmal testen was mir langfristig hilft und was nicht.

  • Schlaf
    wichtig für meine Stabilität ist es ausreichend zu schlafen. Zwischen 7- 9 Stunden brauche ich etwa. Mal geht weniger, aber das nicht sehr lange. Wenn ich wirklich eine lange Zeit zu wenig schlafe, dann bemerke ich das meine Stimmung sehr schnell sehr weit nach unten fällt. Ich mache kaum noch etwas, schlafe fast bei der Arbeit ein und schlafe auch am Tag. Ich schmeiße mich damit komplett selber aus meinem Rhytmus und aus dem was mir gut tut.  Sprich es ist sehr dumm sehr wenig zu schlafen (nicht nur für mich, aber in dem Falle besonders für mich).
  • Essen
    und das dann regelmäßig. Mittags und Abends reichen wir da schon. Wenn es es gesund ist umso besser. Aber einfach das ich zu diesen Zeiten etwas esse, hält meinen Körper auf Trap.
  • Ruhephasen 
    nach wie vor brauche ich einen Tag in der Woche der überwiegend für mich ist. Vor einiger Zeit brauchte ich ihn noch komplett für mich, mittlerweile kann ich auch eine Kleinigkeit mit anderen oder für andere erledigen und den Tag dennoch als meine Ruhephase nutzen.
    Bei einer solchen Ruhephase ist es für mich wichtig, dass ich mich entspannen kann. Das geschieht in Form von: Baden, lesen, schreiben, Serien Marthon oder Beauty Einheiten. Meditieren tue ich an diesem Tag meistens nichts, das hebe ich mir für zwischendurch (auf der Arbeit in meiner Pause) auf. Eine Atemübung (mehrmals tief ein und aus atmen) kann ich sogar auf der Toilette bei der Arbeit erledigen (wenn es man besonders stressig war).
  • Bewegung
    Regelmäßige Bewegung tut immer gut, dass ist klar. An der frischen Luft sind sie natürlich noch besser. Und auch das hilft sehr gut gegen ein Tief. Allerdings lasse ich diese gute Gelegenheit gegen das Tief auch gerne mal verstreichen… dann hilft es mir nur noch ins Fitnessstudio zu fahren und mich richtig auszupowern! Bis ich aber so weit bin …. können Wochen vergehen und in dieser Zeit kann meine Laune nicht sehr gut sein – da leide ich, meine Arbeit, meine Familie und meine Freunde drunter (oder ich bilde es mir ein).
  • Freunde und Familie
    diesen Punkt findet ihr recht weit unten. Er hilft mir auch, aber eben nicht so gut wie die anderen Sachen, da ich introvertiert bin und somit kostet es mich Kraft mich mit anderen Menschen zu treffen und zu verabreden (nicht umsonst musste ich in meiner letzten Krise oft absagen). Aber wenn man die Menschen die man liebt und die einen lieben um sich hat, macht das Herz natürlich einen Hüpfer!

Beim schreiben dieser Liste hatte ich nun oft das Gefühl, dass dies ganz normale Sachen sind. Für mich sind sie das aber leider nicht gewesen – eine sehr lange Zeit. Und das wiederum macht sie besonders für mich.
Mir ist auch bewusst, dass nicht jeder schlechte Tag eine Krise oder ein Tief ist, aber geht es länger als drei Tage so, dann greife ich zu den genannten Mitteln. So schütze ich mich selber, vor mir.
Der Grad zwischen einem schlechten Tag und eine Krise ist weit auseinander.
Der Grad zwischen einer schlechten Woche und einer Krise ist dagegen nah beieinander.

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Für Alice

Klingt blöd der Titel, aber dieser Post richtet sich an einen ganz besonderen Menschen und ist meiner Unfähigkeit geschuldet mit Menschen über Gefühle reden zu können – wozu ein Block doch nützlich ist.

Alice ist meine neueste Freundin. Ich kenne sie nun knapp 1 Jahr. Wir haben uns in der Klinik kennengelernt.
Ich weiß noch ich saß da mit meiner Schwester und dieses Mädel, ganz in schwarz mit schnellem Schritt, ist ein paar Mal an mir vorbei gelaufen. Sie lächelt uns jedes Mal an oder ich hatte zumindest dieses Gefühl. Sie war es auch die mir alles zeigte und erklärte, obwohl jemand anderes das Amt der Patin inne hatte zur Zeit meiner Ankunft. Irgendwie war mir dieser Mensch gleich sympathisch und wir verbrachten viel der freien Zeit zusammen. Sie verließ vor mir die Klink und ich war richtig traurig darüber, denn auch wenn das zu ihrer „Problematik“ gehört, mag ich die Art und Weise wie sie ist.
Sie ist ein Mensch der dir viel erzählt, von banal bis interessant bis sehr interessant. Sie lässt dich zu Wort kommen und man kann tiefe Gespräche mit ihr führen. Leider denkt sie dabei oft, dass sie zu viel redet. Das macht mich traurig, denn ich mag diesen Menschen einfach wie er ist. Aber durch ihrer Vergangenheit hinterfragt sie sich selber ständig und das tut mir weh. Sie ist so ein wundervoller Mensch und durfte dieser nicht immer sein, wurde dafür angefeindet und gehasst. Dabei ist sie einer der liebsten, offen und witzigsten Menschen, die ich kenne. Am Samstag haben wir dann auch gemerkt, sie hat total viel mit meiner besten Freundin gemeinsam (außer der Hund / Katzen Punkt :D)

Nun geht meine liebe Freundin wieder in die Klinik. Sie geht in die schwerste Therapie, die es gibt. Traumatherapie.  Alle Traumata werden nach und nach aufgebrochen und durchgearbeit und hoffentlich auch verarbeitet.
Ich weiß sie ist ein wirklich starker Mensch, der viel erlebt und auch schon überlebt hat. Aber ich habe auch gesehen wie es der Patientin mit der Traumatherapie ging, als wir beide zusammen in der Klinik waren.
Ich habe Angst um dich, Alice. Angst das es zu viel wird. Aber ich hoffe und wünsche mir von ganzem Herzen das die Therapie die richtig helfen wird! Du zwar wieder fällst, aber daraus so viel stärker hervor gehst und mit deinen Traumata leben kannst – du hast es so sehr verdient! ❤
Ich werde dich vermissen! Denn ich weiß du wirst nun viel Zeit für dich selber brauchen, aber falls du die ein oder andere Ablenkung brauchst, zögere nicht zu fragen! Ich komme dich auch besuchen – das schaffe ich :*

Schon was davon gehört? PCO Syndrom

Vorab: Ich habe bis vor ca 3 Jahren noch nie etwas von dieser Hormonströung gehört.

Das PCO Syndrom ist eine hormonelle Störung und bedeutet voll ausgeschrieben: polyzystsches Ovar- Syndrom und ganz kurz nennt man PCOS.
Es ist die am häufigsten vorkommende Hormonelle Störung bei Frauen im geschlechtsreifen Alter. Sie führt zu verschobenen Hormonenspiegeln im Blut, Zyklusstörung bis hin zum ausbleiben der Regel und Unfruchtbarkeit. Auch Stimmungsschwankungen, starke Körperbehaarung, Akne und Übergewicht sind oftmals Folgen dieser Störung.  Auf Grund dieser Folgen können auch folgende Folgerkrankungen direkt mit PCOS in Verbindung gebracht: Diabetes, Herzkreislauf Erkrankungen, Gerinnungsstörungen, Hashimoto, vermehrte Fehlgeburten, psychisch Erkrankungen. Man greift mit dieser Erkrankung also richtig schön in einen Haufen Scheiße!

Warum erzähle ich euch das nun?
Ganz einfach: Ich bin betroffen. Mit 90% Wahrscheinlichkeit habe ich diese hormonelle Störung, welche ihren Ursprung in einem fehlgebildeten Areal meines Gehirns hat. Ich muss in Zukunft, am besten so schnell ich kann, zum Endokrenologen – dem Arzt für Hormonen. Da muss ich hin um 1. meine Diagnose safe zu haben und 2. um die Therapie in die Wege zu leiten.
Allerdings muss ich gestehen: Ich habe es damit lange schleifen lassen. Zwar habe ich einen Termin Ende Januar gemacht und das schon vor Monaten, aber ich hätte mittlerweile die Chance es zu beschleunigen. Will ich das? Jein. Auf der einen Seite läuft etwas in meinem Körper ziemlich schief, ganz klar. Die Krankheit kann für mein Übergewicht, meine Körperbehaarung, meinen gestörten Zyklus und sogar meine Depression verantwortlich sein. Aber eben nur KANN. Ich kann da auch sitzen und wieder enttäuscht werden, denn genauso war es damals beim ersten Mal als ich die Sache mit meinem gestörten Zyklus habe checken lassen. Damals wurde mir Blut abgenommen und die Schilddrüse untersucht: Aber nein so einfach konnte es ja nicht sein. Dann kam meine Frauenärztin auf die Idee eine Ultraschalluntersuchung zu machen. Dabei hat sie dann die typischen kleinen schwarzen Löcher in meinen Eierstock gesehen, ein Zeichen für PCOS. Die kleinen schwarzen Löcher sind mehrer Eier die in dem Eierstock reifen und sich gegenseitig behindern weiter zu kommen -> Zyklusstörung. Ich möchte also eigentlich nicht dahin und mich total offenbaren gegenüber einem Arzt um dann zu hören, das es doch etwas anders.  Aber auch die Behandlung von PCOS spricht mich nicht so an, denn diese Erkrankung lässt sich mit Hormonen behandeln, welche ich nicht künstlich nehmen möchte. Liebe Mädels – keine Stimmungsschwankungen, kein Unlogisches „Frauen“ Denken, keine Krämpfe, keine Schmerzen, kein bluten – wenn wir ehrlich sind will das niemand haben. Und da ich eh keine Kinder will …. wozu dann das ganze? Klar die anderen Sachen können ruhig gehen – hätte ich nicht wirklich was gehen. Auf der anderen Seite … sind die Sachen die dazu kommen … nicht gerade geiler, als das was geht. Also nichts zu gewinnen, nichts zu verlieren.

Aber ja ich werde spätestens im Januar zu diesem Termin gehen. Dann lasse ich mich auch beraten – vielleicht gibt es auch andere Wege als Tabletten nehmen. Vermutlich nicht, aber fragen kostet ja nichts.
Vermutlich würde auch wieder das übliche helfen, die Krankheit im Griff zu haben: Gesund Essen, Sport machen, nicht trinken und nicht rauchen. Sicher würde es einen positiven Effekt haben. Okay ich merke: Ich gerate in Spekulationen.
Sicheres kann ich nur vom Arzt hören … auf den ich trotzdem keine Lust habe. Ich mag Ärzte einfach nicht und ich will eben nicht die oben beschriebene Situation erleben. Aber man sollte sowas schon abklären lassen oder?

Eine Zukunft ohne Kinder

Ich habe hier ja schon einmal erwähnt, dass ich keine Kinder möchte.
Das Thema in meinem Umfeld aber gerade sehr aktuell ist. Letztens hatte ich ein Gespräch darüber und dann wurde ich gefragt wie ich mir meine Zukunft vorstelle. Viele Menschen denken da ja an Ehemann, Haus und Kinder. Das alte Familienbild herrscht oftmals vor.
Genauso denken viele Menschen, dass (gerade) Frauen ohne Kinder einsam alt werden. Immer etwas vermissen und unglücklich sind weil sie keine Kinder bekommen haben. Das mag auch auf ein paar zutreffen, aber ich für meinen Teil denke folgendes: Früher entschied man sich nicht wirklich gegen Kinder – man bekam welche weil es nun mal so war. Wer keine bekommen hat, konnte nicht weil unfruchtbar oder einfach keinen Mann da war. Heutzutage entscheiden sich Menschen immer öfter dafür bewusst keine Kinder zu bekommen.
Zu diesen Menschen gehöre ich und möchte nun über meine Erwartungen und Vorstellungen der Zukunft gegenüber mitteilen.

Ich bin nun Mitte 20. Für einige Menschen um mich herum, war das schon die Zeit (zum Teil auch längst) Kinder zu bekommen. Für einige Menschen um mich herum, ist das noch lange kein Grund Kinder zu bekommen.
Ich denke mal das die nächsten 10 Jahre in meinem Umfeld noch genauso so aussehen werden wie jetzt auch. Was für mich und meine Vorstellung und Erwartung von den nächsten 10 Jahren folgendes bewirkt: Ich werde arbeiten, meinen eigenen Haushalt machen, mich mit meinen Freunden treffen wann immer die Zeit es zulässt. Hin und wieder einen Urlaub mit Familie oder Freunden. Mit den Kindern die dann schon da sind, auch mal auf den Spielplatz gehen, ins Kino oder schwimmen – ich werde ne mega coole Freundin der Kinder! Außer sie nennen mich Tante …. dann fühle ich mich alt und schlag die kleinen 😀
Eines ist mir aber heute schon bewusst. Je älter ich werde desto schwieriger wird das ganze werden. Meine Freunde werden eigene Familien gründen, heiraten und Kinder kriegen. Klar kann ich dann trotzdem noch mit ihnen rumhängen und das werde ich auch definitiv, aber zeitlich wird 5 Tage die Woche dann nicht mehr klappen! Darauf stelle ich mich ein. Das ist kein Problem, denn wie auch jetzt schon brauche ich immer auch Zeit für mich – nur für mich. Und ganz ehrlich, ich erwarte sogar das ich davon mehr brauche, je älter ich werde 😀 Nicht so krass, dass ich plötzlich 5 Tage die Woche nur mit mir chille, aber es wird mehr werden. Im Moment wohne ich zuhause und mache einmal die Woche das Badezimmer und mein Zimmer sauber, wohne ich alleine muss ich alles wieder selber machen und dafür brauche ich auch Zeit. So wie ich mich kenne, etwa 1 Tage in der Woche. Dann kommt dazu, dass ich in Zukunft wieder Vollzeit arbeiten möchte , sobald sich die Möglichkeit dazu ergibt. Fast täglich bis 16.30 Uhr zu arbeiten, reicht an manchen Tagen dann einfach auch aus. Kurz um: Man muss für sich selber sorgen, arbeiten, Freunde und Familie treffen.
Jetzt bin ich ganz ehrlich: Mir persönlich, ein halbes Jahr nach der Krise, reicht das vollkommen an Verantwortung für mich. Ich weiß wirklich nicht, woher andere (gerade) Frauen die Kraft dafür hernehmen. Ich weiß, ich würde über kurz oder lang daran scheitern und es würde mich wieder in eine Krise bringen, da ich mich selber vernachlässigen würde. Ich stehe für mich selbst an oberste Stelle und das ist nicht selbstsüchtig, sondern gesund. Gerade wir Frauen neigen dazu uns um alles andere als wir selber zu kümmern.

Ich sehe mich selber in der Zukunft nicht als verrückte Katzen/Hunde/Haustier Dame einsam und verlassen in einer Wohnung sitzen. Ganz im Gegenteil. Ich sehe mich als starke Person, mitten im Leben, ihren Träumen nachgehend und mich mit Menschen umgebend die mich und die ich liebe. Ich werde mich weiterhin beruflich und privat um Kinder kümmern, nur nicht um meine eigenen.
Und wisst ihr was eines der besten Dinge ist? Nicht jeder in meiner Umgebung möchte Kinder haben. Zwei Freundinnen und meine Schwester wollen keine Kinder haben, somit habe ich dann auch eine Anlaufsstelle für Tage an den ich mir vielleicht doch Kinder wünsche – wer weiß was meine biologische Uhr in Zukunft mit mir anstellt? Hormone sind ein krasser Scheiß!

Wie steht ihr zu dem Thema Kinder? Wollt ihr welche?

Projekt: Fräulein Öko – Ein Vergleich

Nach langer Zeit mal wieder ein Eintrag zu meinem Öko Projekt.

Meine Umwelt, die Natur, ist mir wichtig. Das schlägt bei mir immer wieder durch und das seit ich mit 13 – 14 Jahren damit in Kontakt gekommen bin. Meine damalige beste Freundin fing damit an, es war damals etwas was uns beide bewegte und so suchten wir einen Weg die Natur zu retten.
Es fing damit an, dass sie Vegetarierin wurde. Wir beide beschlossen niemals einen Führerschein zu machen. Bus und Bahn zusammen mit dem Fahrrad würden uns reichen. Bei mir hat sich das irgendwann etwas geändert und ich fand ein Auto und ein Führerschein praktischer als die Welt zu retten – zusammen mit meiner Faulheit kam dann dabei raus: Ich fuhr und fahre eigentlich nur noch Auto …..

Aber ich möchte hier jetzt nicht rumjammern was ich alles NICHT mache. Die Liste wäre deprimierend und viel zu lang. Ich möchte mit diesem Beitrag motivieren. Denn auch die kleinen Dinge, gerade im Alltag, tragen dazu bei wie wir unsere Erde gestalten, formen und eben leider auch oft ausbeuten.
Ich möchte nun mich und auch meine Familie über die letzten 10 Jahre vergleichen. Mein Vater und meine Schwester sind nicht ganz so die Ökos. Aber über das Thema Geld sparen, habe ich meinen Vater oft zu Änderungen bekommen. Die Gesetze zur Trennung von Müll und das überwachen seitens unserer Wohnungsgesellschaft bzw nun unsere Vermieter hat auch einiges gutes getan.

Eine der ersten Änderungen, die ich vorgenommen habe bei mir selber und die mir auch bewusst war, war folgende: Ich habe versucht auf Plastiktaschen zum Einkaufen zu verzichten. Nicht das wir als Familie nur mit Plastiktaschen einkaufen waren, nein das Gegenteil war der Fall: Meine Eltern hatten immer Körbe dabei. Mal die ein oder andere Plastiktasche als Ergänzung aber wir waren niemals nur mit Plastiktaschen einkaufen. Aber als ich anfing in die Stadt zu gehen und Sachen zu kaufen, fing es bei mir an. Überall habe ich die Plastiktüten mitgenommen. Das hat lange gedauert abzustellen, aber leider passiert mir heute auch noch das ich eine mitnehmen muss, weil ich meine eigene Tasche überschätzt habe. Irgendwann lerne ich dann auch aus diesem Fehler. Denn jedes Mal eine neue Stofftasche anstatt einer Plastiktasche zu kaufen ist auch keine Lösung. Stofftaschen rentieren sich erst nach ca 300 Benutzungen – vorher ist es ebenfalls eine Belastung für die Natur, denn die Herstellung geht sehr an die Ressouceren der Natur.

Das Thema Wasser sparen tat sich dann irgendwann bei mir auf, da ich mehrer Reportagen zu diesem Thema gesehen habe. Das führte dazu, dass ich mit meinem Vater eines Nachmittags den Baumarkt stürmte und nach neuen (wassersparenden) Dichtung für jeden Wasserhahn geschaut habe. Wir wurden auch fündig. Es war leider sehr teuer und mein Vater traute dem ganzen nicht so. Aber angeblich konnte man damit auch Geld sparen, denn weniger Wasserverbrauch bedeutet ja auch gleich weniger Ausgaben. Er ließ sich dann darauf ein und wir hatten diese Teile. Leider haben weder mein Vater noch ich darauf geachtet ob wir wirklich weniger Wasserkosten hatten. Das war ziemlich unklug von mir.

Vor etwa 8 Jahren dann, ich steckte mitten in einer kleinen christlichen Phase, fastet ich einmal in der Zeit von Aschermittwoch bis Ostern. Ich aß in der Zeit keine Süßigkeiten, kein Eis, keinen Kuchen, kein Fleisch und auch keinen Fisch.
Das tat mir damals sehr gut, ich fühlte mich besser und lernte ganz neue Lebensmittel kennen von denen ich vorher nicht wirklich etwas gehört oder gesehen hatte. Zu der Zeit merkte ich auch wie sehr meine Ernährung von Fleisch in allen Möglichen Formen geprägt war.
Nach dem Fasten beschäftigte ich mich dann mehr mit dem Thema Ernährung und auch mit dem Thema Vegetarismus und Veganismus. Ich informierte mich darüber und sammelte Gründe und es gibt eine Menge gute Gründe (dazu werde ich mal einen anderen Blogartikel schreiben). Also wurde ich zur Vegetarierin am 1.1.2010. Sollte ja auch episch sein – neues Jahr, neues Jahrzehnt 😀 Am meisten dabei hat mich halt auch überzeugt, wie gut es für die Umwelt ist und direkt danach freute ich mich über die vielen geretteten Seelen ❤

Das waren die großen „Baustellen“ meiner Jugend. Okay ja ich versuchte immer mal wieder meinen Vater davon zu überzeugen, dass wir kein Auto brauchen und alles mit Bus und Bahn geht. Ja geht auch, aber es ist bequemer und manchmal auch sicher selber zu fahren.
Ab meinem 20 Lebensjahr dann etwa ließ dieses „Öko“ sein etwas nach. Ich kann heute nicht mehr genau sagen warum. Aber für mich kamen plötzlich andere, vermeintlich wichtiger Dinge in den Vordergrund wie etwa Schminke, Kleidung und schlicht und ergreifend : Der Konsum! Ich konsuminiert in der Zeit viel. Ich gab (und gebe heute auch noch gerne) Geld aus und das war oft einfach drüber. Viele Dinge habe ich nie wirklich gebraucht. Einige Sachen sind nach meinem Umzug im Müll aber so gut wie nichts davon vermisse ich. Das war auch das beste an meinen beiden Umzügen: Ich realisierte wie oberflächlich ich konsumierte. Ich hatte und habe den Anspruch an vegane oder tierversuchsfreie Kosmetik (lieber vegan, aber damals war TV Frei auch okay)  und habe diesen Anspruch komplett über Bord geworfen. Das jetzt mal nur als Beispiel. Gerade während meines letzten Umzugs bzw danach habe ich über meinen Konsum nachgedacht. Eigentlich ist genau DAS gerade Thema bei mir. MEIN KONSUM.
Ich kaufe oft aus einem Impuls heraus. Das bin ich gerade dabei zu ändern. Was mir dabei hilft? Wunschlisten online! Dann sehe ich ob ich meine Impulse auch in zwei Wochen (oder länger) noch brauche!

Und somit wären wir auch schon bei der Zukunft bzw der Gegenwart. Womit ich mich jetzt beschäftige und was ich für die Zukunft möchte.
– Ich möchte so gut wie keinen Plastikmüll mehr produzieren.
– Ich möchte wieder mehr mein Fahrrad und meine Beine nutzen.
– Ich möchte vegane Kosmetika verwenden, Naturkosmetik.
– Alles was möglich ist aber lieber selber herstellen so wie zur Zeit mein Deo.
– Ich möchte mich mehr einsetzten, für die Umwelt, die Tiere und die Menschen.

Und ich weiß das ich das alles schaffen und machen kann! Und wisst ihr wieso? Weil diese Themen immer wieder bei mir auftauschen. Sie sind mir so wichtig, dass sie mich nicht verlassen bis ich ein für mich „ökologisches“ Leben führe.

Ach und auch wenn ich dazu schon einen ganzen Artikel geschrieben habe: MENSTASSE! Danke für ihrer Aufmerksamkeit 😀 😛

Wie steht ihr so zu dem Thema „ökologisch Leben“?
Was ist euch wichtig?
Was vielleicht überhaupt nicht?
Oder ist euch nichts von alledem wichtig?
Schreibt mir – ich bin neugierig!

Etwas Normalität

Es ist Anfang November.
Seit dem 2. August arbeite ich wieder voll… okay ja gut eigentlich Teilzeit aber für mich ist es nun einmal Vollzeit. Ich habe eben 30 Stunden die Woche.

Und seit Anfang September nehme ich immer weniger Medikamente. Ende August habe ich zusammen mit meinem Arzt besprochen, dass ich meine Medikamente reduziere. Ich war noch bei 200 mg und das war meine Dosis für Krise und Panikattacken. Beides hatte ich nun nicht mehr und für mich fühlte es sich somit falsch an noch so viel davon zu nehmen. So reduzierten wir von 200 mg auf 150 mg. Diese Dosis habe ich in der Klinik verschrieben bekommen. Soll laut meinem Blutbild die richtige Dosis sein.
Im September habe ich nicht sehr viel von dieser Reduzierung mitbekommen. Die Painkattacken tauschten nicht wieder auf. Ich kann nach wie vor einschlafen – je nach dem wie der Tag war mal schneller, mal schwerer. Das halte ich allerdings für normal. Ende September war ich dann wieder bei meinem Arzt und ich hatte die Bitte an ihn: Die Medikamente weiter zu reduzieren.
Also fragte er mich natürlich erst einmal aus ob ich irgendwie „Absetzt“ Erscheinungen hatte, aber die hatte ich einfach nicht. Mein Körper schien nicht zu merken, dass es weniger Medikamente gab mit dem er arbeiten musste. Also beschlossen wir für den Oktober auf 100 mg runter zu gehen. Klang gut so weit. Ohne groß darüber nachzudenken habe ich nach diesem Termine aber keine Medikamente mehr genommen.

Ich bin also bereits den ganzen Oktober ohne Medikamente.
Das einzige was ich merke, was ich bemerkbar macht, ist dass ich hin und wieder Ohrenschausen und Schwindel habe. Aber das auch nicht täglich und auch nicht in einem wirklich einschränkenden Bereich. Bis jetzt, nach vier Wochen, merke ich körperlich nichts weiter.
Meine psychische  Verfassung ist hingegen davon schon beeinflusst worden. So habe ich nun wieder verstärkt mit meiner Motivation zu kämpfen. Es ist nichts wirklich großes, viele Menschen würde es einfach als „mal faul“ bezeichnen. Aber ich habe gelernt: Gebe ich diesem „faul sein“ nach und das mehr als einmal in der Woche, dann habe ich ein großes Problem. Denn daraus resultiert dann eine gewisse Unordnung um mich herum und diese Wiederum hat einen direkt und leider negativen Einfluss auf meine psychische Verfassung. Sie wird schlechter. Probleme werden wieder riesengroß, obwohl sie das nicht sein müssen, die Stimmung wird auch dunkler, alles ist schlecht und scheiße und am Ende bleibe ich nur noch im Bett liegen und alle können mich mal am Arsch lecken …. NEIN DANKE DAS HATTE ICH SCHON GENUG! Und ich muss auch zugeben: Ich habe das ganze jetzt stark vereinfacht habe. Aber es gibt immer einen Anfang und das ist definitiv einer meiner Schwachpunkte.

Vielleicht kann sich der ein oder andere hier auch daran erinnern, dass ich Vitamine zu mir nehme. Einmal Vitamin D und einmal Omega 3, da ein Mangel an diesen Stoffen eine Depression begünstigen. Diese Vitamine nehme ich auch weiterhin. Ich rede mir auch ein bisschen ein, dass sie das absetzten des Antidepressivas haben leichter klappen lassen bis jetzt. Man muss sagen BIS JETZT. Viele Menschen die Anti Depressiver genommen haben, bekommen die Absetzterscheinung erst später. Ein halbes Jahr oder länger nach der letzten Tablette. Und diese Absetzterscheinung sind einer erneuten Krise mit unter wohl sehr ähnlich.
Ich habe dazu (ausgerechnet in der Klinik) ein Buch gelesen. Ein Buch was den ganzen Nutzen von Anti Depressivarn in Frage stellt. Ist wirklich spannend.
Nützliches zu dem Buch :
Textprobe

Käuflich zu erwerben

Für mich ist das Absetzten der Anti Depressiva ein großer Schritt in Richtung eines normalen Lebens gewesen. Also ein Leben ohne Medikamenten. Denn für mich funktionieren nicht alle Medikamente der Schulmedizin und ich merke auch, dass ich viel über mich und meine Macken, Fehler und auch über mein „problematisches“ Denken gelernt habe. Die Anti Depressiva haben mir geholfen zu diesem Punkt zu kommen, denn sie haben mir neuen Antrieb gegeben und machten es überhaupt erst wieder möglich für mich klar zu denken. Aber auf der anderen Seite weiß ich ganz genau, dass wenn ich mit meinen Latein am Ende bin und nichts mehr zu helfen scheint, ich lieber auf die Anti Depressiva zurückgreife als einen Salto in mein Grab zu machen.
Aber nun geht es auf in ein Leben ohne die Anti Depressiva und ja mein Arzt weiß Bescheid 😀

Freundschaft auf professioneller Ebene

Wie sicher der ein oder andere mitbekommen hat, arbeite ich mit einer guten Freundin von mir zusammen in der Einrichtung. Das war auch schon so bevor ich krank wurde. Seit diesem August ist sie meine Gruppenleitung – steht also über mir.

Bevor ich aber nun auf die Arbeit eingehe, wollte ich etwas zu unserem Hintergrund sagen. Wir kennen uns jetzt seit 6 Jahren, haben zusammen die Ausbildung zur Erzieherin überstanden und es auch geschafft in Kontakt zu bleiben, als sich nach der Schule erst einmal für zwei Jahre unsere Wege trennten. Immer mal wieder haben wir uns getroffen und dabei zu gesehen wie die Menschen die sonst noch dabei waren von Mal zu Mal weniger wurden.
Ich aber bin sehr froh den Kontakt zu ihr gehalten zu haben. Auch wenn das für mich gerade während meiner zwei Krisen nicht einfach war, da sie nun einmal direkter Kontakt zu arbeit war. Aber auch das haben wir überstanden – ohne das der eine dem anderen irgendwie böse ist.
Erlebt haben wir in der Zeit auch schon einige Sache, manche verrückt und spontan und andere dafür geplante und mit Vorfreude entgegen gefiebert. Wir waren zusammen im Anne Frank Haus, sie war auf meinem alkoholreichsten Geburtstag (und  das als nicht Trinker! -Respekt :D) und wir gehen oft zusammen essen, trinken oder treffen uns beim anderen (wobei wir letzters jetzt schon länger nicht gemacht haben).
Ich habe sie sehr gerne in meinem Leben. Sie ist eine wirklich gute Freundin für mich und ich habe mich damals als sie befördert wurde sehr für sie gefreut. Sie ist – nur am Rande bemerkt – eine der wenigen treuen Fans dieses Bloges und hat den Wandel von allem möglichen zu mental health Themen gut mitgemacht – danke dafür!

So genug geschleimt – ran an das eigentliche Thema.
Wir haben in einer neuen Kita zusammen angefangen. In unterschiedlichen Gruppen und beide als Assistenzkraft (was eine Unterstüztung für die Gruppenleitung ist). Wir freuten uns sehr auf die gemeinsame Arbeit und sie konnte mir damals auch schon ein bisschen über die Kollegen erzählen, da sie diese aus ihrem Anerkennungsjahr kannte. Ich weiß noch das sie mir damals eine Glückwunsch Karte und Schokolade zu meiner Anstellung geschenkt hat.
Die Zeit in den getrennten Gruppen war ganz einfach. Wir beide als Assistenzkräfte hatten viel Spaß zusammen auf der Arbeit und ich konnte mich bei ihr vor meiner ersten Krise gut auskotzten wenn es mir selber zu viel wurde. Sie steckte das immer gut weg und gab mir immer wieder (von heute aus gesehen sehr gute) Tipps wie ich meine Situation verbessern würde können. Damals aber fande ich die Tipps nicht weiter nützlich.

Während meiner beiden Krisen hatten wir immer recht wenig Kontakt. Ich konnte nicht regelmäßig mit ihr reden und sie auch nicht sehen. Sie erinnerte mich eben daran woran ich den Grund für meine Krankheit gesehen habe. Heute weiß ich was für ein Bullshit das war, aber damals erschien das vollkommen logisch.
Nach meiner zweiten Krise fand ich in ihr die Hilfe, welche ich brauchte um wieder in meinen Beruf starten zu können. Wie der ein oder andere hier sicher noch weiß, hatte ich bevor ich wieder anfing zu arbeiten, Probleme mit Panikattacken. Diese verhinderten, dass ich es von alleine schaffte mich bei meinem neuen Chef vorzustellen. Zusammen mit meinem Arzt suchte ich nach einer Möglichkeit das endgültig zu klären und dabei stießen wir gemeinsam auf diese Freundin. Wir beschlossen also sie um Hilfe zu bitten. Das fiel mir so unglaublich schwer, denn ich wusste das ich sie so sehr vernachlässigt hatte. Aber ich tat es und sie war sofort bereit mir zu helfen. So kam es dann das sie mich an dem Tag den wir verabredet hatten mit in die Arbeit nahm und mich meinem neuen Chef vorstellte. Den Rest kennt ihr ja – jedenfalls auf Arbeitsebene.

Während der Wiedeingliederung arbeite ich noch in einer anderen Gruppe und wurde erst danach zu meiner Freundin in die Gruppe versetzt.
Am Anfang war es komisch, dass sie nun meine Gruppenleitung war. Aber das legte sich schnell wieder. Zusammen mit der anderen Kollegin in der Gruppe bilden wir ein gutes Team. Wir können kommunizieren und Konflikte haben bis jetzt ( von August an bis jetzt!) keine Chance gehabt.  Natürlich ist es nicht immer einfach. Unser Job ist nun einmal stressig – aber wir lassen das nicht an uns aus. Nicht oft jedenfalls.
Sie macht den Job als Gruppenleitung gut und ich versuche sie zu unterstützen und ernst zu nehmen. Naja was heißt ernst nehmen? Wir machen oft Scherze – manchmal auf etwas gröber und ich muss mir Mühe geben diese nicht vor Kindern zu machen. Ich fühle mich sicher bei ihr in der Gruppe – denn ich weiß sie sagt mir direkt wenn etwas nicht ganz rund läuft. Wenn ich etwas ändern muss. Wir sind ehrlich zueinander und die kleinen Scherze untereinander sorgen auch dafür das sich unsere kleinen bei uns wohl fühlen.

Da wir bis jetzt noch keine große Krise in unserer Gruppe hatten… kann ich euch nicht sagen wie es dann mal so ist. Aber ich bin positiv gestimmt 🙂

Meine Liebe J. ich freue mich sehr mit dir arbeiten zu dürfen und ich habe dich lieb ❤

Ehrlichkeit oder lieber Höflichkeit?

Um ehrlich zu sein: Der Titel trifft es nicht ganz.
Aber dennoch. In den letzten Monaten und gerade in den letzten Wochen denke ich oft über mein Verhalten und das der anderen Menschen nach. Ich habe mir vorgenommen ehrlicher zu sein. Das ist schon etwas länger her, aber immer noch aktuell für mich. Denn in den tiefen Krisen die ich durchlebt habe, habe ich so oft gelogen und die Tatsachen verdreht, dass ich mich manchmal wunder das überhaupt noch jemand mit mir spricht.
Aber je öfter ich mit anderen Menschen spreche, je mehr Themen zwischen mir und meinem Gesprächspartner auftauchen, desto öfter frage ich mich eben ob meine Ehrlichkeit angebracht ist oder ob ich doch lieber zur Höflichkeit und damit auch einer ggf Notlüge greifen sollte? Was will mein Gegenüber hören? Was will ich das er hört? Lieber Wahrheit und Ehrlichkeit und dafür ist das Gespräch beendet?

Ich weiß das die Fragen gerade schwarz und weiß Betrachtung nahe legen. Aber ganz oft ist es einfach so. Ein gutes Beispiel ist, das es eine gute Neuigkeit im Freundeskreis habe. Ich freue mich nicht und finde es nicht gut. Aber muss ich das dann sagen? Oder wäre das nicht fast schon gemein? Mir wurde gesagt das wäre gemein, aber ganz ehrlich: Nicht jeder freut sich für jeden und über alles. Dennoch wollen die Menschen es nicht hören. Ich weiß ich würde richtig tief in die Scheiße greifen, wenn ich meine Gedanken zu dieser Sache äußern würde. Wäre es eine gute Option, dass einfach später zu machen? Wenn die Wogen schon weniger hoch sind?  Ich weiß es nicht. Das wird die Zeit zeigen.
Was ich aber weiß ist, das ich nicht ewig so tun kann als wäre alles gut und schön. Dann steige ich lieber aus der Welt der Sozialen Kontakte aus – ganz ehrlich.

Ich meine: Mein Vater wollte immer die Wahrheit hören. Darum war ich dann auch immer bemüht. Dann wurde ich krank und ich log viel um krank sein zu können. Und nun? Nun scheint mir die Welt irgendwie auf dem Kopf. Die Welt denkt anders als vorher – oder eher gesagt ich denke anders als früher. Ich habe viel über mich und meine Umfeld gelernt. Habe gelernt wie meine Bedürfnisse in dieser Welt bestehen können – wie ich bestehen kann. Die Umwelt verbiegt sich nicht bis es mir passt! Ich passe mich so weit ich kann an und wenn das nicht genug ist damit ich glücklich bin, dann muss ich weiter ziehen, denn dann passt die Umwelt nicht zu mir und ich muss mir eine neue machen!
Aber das macht ja kaum ein Mensch! Das machen Menschen erst wenn es einem richtig kacke geht – aber so lange will und kann ich nicht mehr warten. Ich passe meine Umwelt jetzt schon an mich an, wenn ich fertig bin mich ein Stück weit an sie anzupassen. Das in einer Welt zu tun in der dieses Verhalten nicht die Norm sondern die Außnahme ist ist genauso komisch wie soziale Kontakte zu haben  die sich über Dinge freuen die ich nicht verstehe.

Um nun auch einmal die alte Oma in mir heraus zu lassen: Ich verstehe sehr viel nicht mehr was heutzutage normal ist. Die Musik im Radio ist mir fremd. Die Promis von heute sind mir fremd und ich verstehe nicht warum sie berühmt sind (das ist noch schlimmer als bei Paris Hilton damals!). Ich verstehe nicht was für seltsame Sendungen im Fernsehen laufen und dann auch noch gefeiert werden (Bauer sucht Frau, Adam und Eva, Schwiergertochter gesucht etc.).
Ist das die Norm? Fühlt man sich so mit mitte 20? Oder kommt da dann echt eine alte, ziemliche Anti Oma in mir heraus, welche ich bis vor kurzem gar nicht kannte?

Menschen… Menschen… seltsame Wesen.
Der einzige Trost: Ich kenne die ein oder andere ebenfalls… alte Seele(?) die genauso denkt und fühlt wie ich.

Mystery Blogger Award

Vor zwei Tagen wurde ich von der Lieben Alice von zerspilttertes Kind  nominiert und nun komme ich dazu auf diese Nominierung zu antworten. Es ist meine erste und ich muss sagen: Vielen dank!! Ich freue mich wirklich sehr 🙂

Dieser Award ist dir unbekannt? War er mir auch. Deswegen einige Fakten dazu. Dieser Award wurde von einem Jahr von Okoto Enigmas Blog  ins Leben gerufen.

Okoto, thanks for this award

“Mystery Blogger Award” is an award for amazing bloggers with ingenious posts. Their blog not only captivates; it inspires and motivates. They are one of the best out there, and they deserve every recognition they get. This award is also for bloggers who find fun and inspiration in blogging; and they do it with so much love and passion.

– Okoto Enigma

Kommen wir nun zum den Regeln 😀

  1. Nenne den Schöpfer des Awards und setze einen Link dazu. Plus Logo des Awards.  (check!)
  2. Danke der Person, die dich nominiert hat und verlinke ihren Blog (check!)
  3. Erzähle drei Dinge von dir selbst (check)
  4. Beantworte die Fragen des Nominierenden (check!)
  5. Frage deine Nominierten 5 originelle Dinge deiner Wahl  (check!)
  6. Teile 5 Links zu Blogs, die den Mystery Blogger Award verdient haben
  7. Benachrichtige die Nominierten in dem du den entsprechenden Blog kommentierst

 

3 Dinge über mich selbst

1. Ich blogge hier über meine Depression und auch noch über eine paar andere Dinge. Finde es aber wichtig meine Depression hier immer mal wieder zum Thema zu machen, da über diese Erkrankung viel zu oft geschwiegen wird.

2. Ich arbeite als Erzieherin und bin der Meinung meinen Traumberuf gefunden zu haben!

3. Für mich sind meine Freunde sehr wichtig. Ich liebe sie und sie sind für mich wie eine Familie, die man sich aussuchen kann.
Die Fragen der Lieben Alice!

  1. Falls du anonym bloggst, würdest du dich trauen deine Identität zu offenbaren? Wenn du nicht anonym bloggst, was hat dich dazu bewogen es nicht, oder nicht mehr zu tun?

    Ich blogge nicht anonym, ich habe das auch noch nie gemacht. Der Grund dafür ist einfach: Ich habe vor einigen Jahren mit dem Blog angefangen und war da noch recht unbefangen. Ich wollte gesehen bzw gelesen werden und da war anonym keine Option. Heute sehe ich das etwas kritischer, finde aber nicht das ich mich wegen meiner Depression verstecken müsste und ich denke auch, dass das offene Bloggen meinen Freunden, meiner Familie und meinen Kollegen hilft mich besser zu verstehen.

  2. Wo würdest du gerne leben?

    Eigentlich lebe ich gerne dort wo ich lebe. Aber gegen etwas besseres Wetter hätte ich wirklich nichts einzuwenden.

  3. Bücherwurm oder Serienjunkie?

    Beides, wenn auch stark abhängig davon wie es mir geht. Geht es mir schlecht sind Serienmarathone einfacher. Geht es mir gut, darf es auch gerne mal das Buch sein. Aber im Moment geht es mir gut und mein Netflix bekommt wegen Supernatural keine Pause, also beides – definitiv beides!

  4. Hast oder hattest du ein Vorbild?

    Ich habe mehrer Vorbilder.
    Zum einen ist mein Vorbild mein Vater, da er mir gezeigt hat wie man auch sehr schwere Situation im Leben überleben kann und weiter machen kann.
    Zum anderen ist es meine Tante, welche die erste Person war die ich persönlich kannte die über Depression gesprochen hat.
    Dann wären da noch ein paar Stars. Nämlich Pink, Emma Watson und JK Rowling, welche mir dabei geholfen haben meine weibliche Rolle zu finden.

  5. Pflegst du zu einer Person eine Hassliebe? Und wie fühlst du dich damit und gehst damit um?

    Nein um Glück nicht. Das wäre für mich wie pures Gift.

 

Meine Fragen an euch

1. Wie bist du dazu gekommen zu bloggen?

2. Was ist dein größter Lebenstraum?

3. Falls du arbeitest, glaubst du deinen Traumberuf gefunden zu haben? Glaubst du das es das gibt? wenn ja wieso? wenn nein wieso?

4. Glaubst du an eine „höhere Macht“? Falls nein wieso? Falls ja wieso und an wenn?

5. Gibt es etwas das du bereust?

& ich nominiere ….

borderletters

farbensehnsucht

monsterherz

colorfulllittlethingsinlife

und leider waren das schon alle. Ich folge nicht so vielen Blogs die ich tatsächlich für diesen Award nominieren könnte und wollte.

Nun wünsche ich den neu nominierten viel Vergnügen beim schreiben ihrer Antwort 🙂

Warum Kinder keine Option sind

Der Titel ist natürlich etwas provokant gewählt, aber ich würde gerne einfach mal darüber schreiben warum ich keine eigenen Kinder haben möchte.
Für viele Mädchen und Frauen gehört es dazu, dass sie einmal Kinder haben wollen. In meiner Pubertät hatte ich selber diesen Wunsch und kann ihn somit auch nachvollziehen. Ich mag Kinder auch, ich liebe es mit ihnen zu arbeiten und finde die Art und Weiße der Kinder unglaublich faszinierend. Kinder sind so offen, herzlichen und liebevoll. Sie haben meine Sicht auf die Welt verändert. Für sie ist so gut wie alles noch spannend und sie wollen es erkunden. Also an den Kindern selber liegt es nicht – aber es gibt Gründe warum ich keine Kinder haben will.

Einer der wichtigsten Gründe ist die Tatsache, dass ich nicht weiß wie es mit meiner mentalen Erkrankung weiter geht. Mir geht es im Moment im großen und ganzen wirklich gut, dennoch habe ich immer mal wieder Gedanken über Selbstmord. Nicht das ich es akut machen möchte – auf keinen Fall! Aber die Gedanken drängen sich immer wieder auf. Sie kommen immer mal wieder auf und gehen dann auch meistens wirklich schnell wieder weg und ich komme damit klar. Aber was wenn es dann mal nicht so ist? Wenn ich den Gedanken nachgebe? Nicht so das man schon genug Menschen damit treffen und verletzten würde.  Aber die eigenen Kinder so zu verlassen – leicht traumatisierend für sie. Dieser Gedanke gefällt mir überhaupt nicht. Ich weiß wie es ist ohne Mutter aufzuwachsen und möchte das keinem anderen Menschen antun. Den selbst wenn ich meine mentale Erkrankung vollkommen in den Griff bekomme (was ich natürlich sehr hoffe), dann bleibt da immer noch mein Übergewicht und die damit verbunden gesundheitlichen Risiken. Mal ganz davon abgesehen, dass ich diesen ganzen Scheiß mit der mentalen Erkrankung an ein Kind weiter vererben könnte. Muss ja nun wirklich nicht sein.
Dazu kommt noch, dass ich während meiner letzten beiden Krise zu nichts in der Lage war. Ich war nicht dazu in der Lage mich um mich zu kümmern. Wie sollte ich mich denn da aufrecht genug halten um einen anderen Menschen zu versorgen? Ich kann mir das nicht vorstellen. Vermutlich würde ich mein eigenes Kind stark vernachlässigen und dem Kind dann wirklich schwer zu setzten.
Nächster Punkt: Ich weiß viel über Kindererziehung und darüber was schief gehen kann. Man kann Kinder auf so viele Arten und Weißen schädigen – selbst wenn man es gut meint und versucht alles richtig zu machen. Alleine mein Essverhalten einem anderen Menschen beizubringen – was für eine Katastrophe.
Dazu kommen meine eigenen Ängste und Unsicherheiten welche ich auf meine Erziehung und mein Kind projizieren würde. Ich bezweifel stark, dass ich mich vernünftig von meinem Kind ablösen kann im Laufe des Erwaschenwerdens. Stück für Stück sollte das zwar gehen – aber ich denke das ist eine mehr als schwere Aufgabe. Der wäre ich nicht gewachsen.

Es scheitertet also nicht unbedingt daran das ich Kinder nicht mag, ich mag auch hin und wieder die Vorstellung Mutter zu sein – aber es gibt, wie ich finde, vernünftige Gründe diesem Wunsch nicht nachzugeben. Ich habe Angst vor meiner eigenen Erkrankung und vor meiner Zukunft damit und möchte da nicht noch mehr Menschen herein ziehen. Dazu kommt dann noch die Verantwortung. Es ist eine große Verantwortung, welcher ich mich nicht gewachsen sehe. Nicht jetzt und auch in der Zukunft nicht.

Zum ersten Mal habe ich gemerkt das ich keine Kinder haben will, da war ich etwa 20 Jahre. Ich habe es mit meinen Freunden und meiner Familie geteilt, aber um ehrlich zu sein: Das war eine mega miese Entscheidung. Tatsächlich denken die Menschen, dass wenn man noch jung ist keine Meinung hat. Oft wurde mir gesagt, dass sich der Wunsch noch einstellen wird. Jeder will ja schließlich Kinder haben! Bullshit meine Lieben! Ich mag Kinder, ich mag auch die Vorstellung von der Mutterrolle die ich habe und würde sie auch gerne ausleben. Aber nein, das wäre meiner Meinung nach nicht vernünftig. Seit 5 Jahren denke ich nun so.  Das wird sich auch nicht mehr ändern. Wie das mit dem Fleisch essen – mache ich seit 7 Jahren nicht mehr und wurde auch als eine Phase abgetan. Aber ich denke das wird jetzt so bleiben 😉

Gerne schreibt könnt ihr mir in die Kommentare oder privat schreiben ob ihr Kinder haben wollt oder lieber nicht! Jetzt bin ich gespannt – also haut doch mal raus 🙂