Verlustängste

Die letzten drei Tage sind einfach für mich.
Mein Körper rebelliert. Zahnschmerzen die bis in den Knochen gestrahlt haben. Arztbesuch. Erkältet. Ich huste wie sonst was. Das hat aber nichts mit Verlust oder Angst zu tun. Aber das ist meine körperliche Ausgangsposition – also schon mal nicht die beste.

Nun zu der Verlustangst. Darum soll es hier ja schließlich gehen.
Auf der Arbeit wird es Veränderungen geben. Damit tut ich mich zur Zeit noch schwer- gestern ein kurzes Gespräch mit einem Chef. Er meint es gut, nichts wildes und ich weiß zu schätzen das er mit mir spricht.
Aber bei mir gingen gestern Nachmittag einfach alle Alarmglocken an, ich bekam Panik und wurde sauer und fühlte mich so an das letzte Jahr erinnert. Warum? Es steht die Option im Raum die Gruppe zu wechseln – wieder einmal. Bis jetzt war das so kein Problem. Doch seit gestern kam wieder alte Ängste hoch und meine Verlustangst. Viele Ängst, sehr anstregend und hoche Anspannung. Ich musste nach der Arbeit meinen Notfallkoffer holen und mich runter holen. Damit war der gestrige gelaufen.

Eine Nacht darüber geschlafen, nachgedacht und mit Freunden gesprochen. Festgestellt: Angst ist begründet, aber bis jetzt gab es keine Anzeichen das es so läuft wie vor einem Jahr. Ich muss mich wirklich daran erinnern, dass ich in einem neuen Team und mit einem neuen Chef arbeite.
Montag einfach ein Gespräch suchen – Gespräch vorbereiten. Danach weiter gucken 😀

Was aber hat diese Situation mit Verlustangst zu tun?
Ganz einfach: Ich arbeite seit zwei Monaten nun knapp in einer Gruppe in der ich mich gut fühle, wo ich vertrauen und Rückhalt im Kleinteam finde und wo ich in meiner Rolle als Erzieherin aufgehen kann. Ich habe wieder Ideen für meine Arbeit, ich plane meine Arbeit und gehe auf die Kinder ein. Ich bleibe auch mal fünf Minuten länger, wenn die Übergabe sonst nicht vollständig wäre. Das alles war für mich lange nicht möglich. Und nun soll ich wechseln. Habe ich bis jetzt auch als eine Option wahrgenommen.
Aber nun merke ich: Ich habe Angst, dass wenn ich wechsel mein Erfolg wieder geht. Ich mich wieder kleiner mache als ich bin. Meine Depression wieder die Überhand gewinnt. Ich habe Angst meine Stabilität zu verlieren. Und das wäre im Moment der größte Verlust, denn ich erleben könnte (abgesehen von dem Verlust andere Menschen).
Ich weiß, dass einen Wechsel nicht zum Ziel hat mich zu schwächen. Ganz im Gegenteil, es soll mir helfen stabil zu sein. Aber mein Gehirn… ist da etwas andere Meinung. Ich werde das Gespräch suchen, mein komisches Denken und meine Ängste kommunizieren.

Aber das ist nicht das Einzige wo ich Verlustängste erleide.
Meine beste Freundin ist in Australien. Seit einer Woche und noch zwei weiter Woche. Wir haben 8 Stunden Zeitunterschied. Chatten ist also eher weniger der Fall. Sehr ungewohnt – da wir sonst täglich und auch viel schreiben.
Durch den Zeitunterschied schreiben wir nun weniger. Immer noch täglich, aber eben weniger weil die Zeitspanne wo ich wach und fit bin und wo sie wach und fit ist recht kurz ist – immerhin haben wir ja noch andere Sachen zu erledigen.
Und was macht mein leicht kaputtes Gehirn?
Sagt: Wie kannst du glauben, dass sie überhaupt mit dir schreiben will? Sie hat ihrer Freundin dort 2 Jahre nicht gesehen! Sei froh, dass sie dir überhaupt antwortet und höre gefälligst sie zu zu texten! Was fällt dir denn ein?
Wenn ich meine, das mein kaputtes Gehirn mir so etwas sagt, dann ist es so das eine Stimme in meinem Kopf mir diese Sachen sagt. So war es auch mit meinen Suizidgedanken. Das ist seltsam, aber ich habe gelernt, dass diese Stimme einfach nicht recht hat. Klar gibt es in Australien etwas zu erleben, aber dennoch kann und darf ich ihr schreiben, ihr erzählen wenn es mir nicht gut geht. Sie ist meine Freundin, sie mag mich. Auch wenn diese Stimme dass sich nicht mal im Ansatz vorstellen kann, dass es Menschen gibt die mich um meiner selbst willen mögen.

Nach dem meine Zähne nun wieder besser sind, ich gut geschlafen habe und die letzten Tage von mir abstreifen konnte, habe ich heute nur Kopfweh. Aber sonst geht es mir gut. Meine Güte – die Arbeit macht mich nicht fertig. Niemand will mir da etwas böses, aber mein Gehirn will direkt das mir jemand etwas böses will. Muss doch so sein – was sollten die Menschen sonst von mir wollen?
Ziemlich anstrengend dieses Denken. Und meine beste Freundin: Die genießt gerade eine echt tolle Zeit, ich gönne ihr das total und freue mich sehr für sie! Aber ich freue mich auch mega wenn sie wieder bei mir ist, dann ist ihr nämlich auf dem Rückflug auch nichts passiert (ja da mache ich mir natürlich sorgen drum – ist ja nur das sicherste Verkehrsmittel -.- 😀 ).

Morgen wird dann hoffentlich ein Kopfschmerzfreier Tag und ich werde den Tag mit einer Freundin genießen und am Abend dann in die neue Show des Zirkus des Horros gehen! Und dann ist das Wochenende auch schon wieder rum und die letzte Woche in einer anderen, etwas anstregender Gruppe beginnt. Und wisst ihr was? Dann noch eine Woche und ich habe Urlaub – in zwei Wochen habe ich eine Woche Urlaub, dann wenn meine beste Freundin wieder kommt 😀 ❤

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ErzieherIn – mehr als Spielen und Kaffee trinken

Der Titel ist bewusst auf die herrschenden Klitsches angelegt.
Lange Zeit habe ich selber so gedacht. Gerade zu Beginn meiner ersten Ausbildung als Kinderpflegerin war mir die ganze Tragweite meines Berufes noch nicht klar – das kam erst mit der Zeit und besonders halt im Anerkennungsjahr weil dort Praxis und Theorie zusammen kamen. Deshalb werde ich nun einmal auf die Ansprüche und Herausforderung als ErzieherIn eingehen.

Früher dachte ich: Wow was für ein einfacher Job. Das bisschen Babysitten – das schaffe ich doch locker!
Das war auch am Anfang der Grund warum ich die Ausbildung zur KinderpflegerIn überhaupt gemacht habe. Ich nahm an, dass ich damit ein einfaches Berufsleben haben werde. Ach wie schön naiv man mit 16 Jahren doch sein kann 😀

In jedem Klitsche steckt auch etwas Wahrheit!
Das Kaffee trinken Klitsche trifft auf viele Kollegen zu – aber es gibt auch in anderen Bereichen viele Erwachsene die gerne auf der Arbeit mal einen oder mehrer Kaffee trinken.Verwähnt sei ihr auch: Viele Eltern nehmen auch gerne mal einen Kaffee für das Elterngespräch oder im Elterncafe (was manche Kitas anbieten). Auch verneinen oder wiederlegen kann ich das Spiel Klitsche auch nicht ganz. Natürlich spielen wir mit den Kindern, aber es ist mehr als nur spielen. Wir entdecken zusammen mit den Kindern spielerisch diese Welt! Im Spiel helfen wir den Kindern die Umwelt und die Geschehenes des Tages zu verarbeiten. Das Spielen ist ein sehr wichtiger Punkt im Leben der Kinder und eine unserer wichtigsten Aufgaben im Alltag.

Dazu kommt aber noch viel mehr …
Zusammen mit den Eltern bilden wir im Idealfall eine Erziehungspartnerschaft, welche offenen, ehrlich und etwas Vertrauen beinhaltet. Das erreicht man über Gespräche und einen ständigen Austausch mit den Eltern. Je jünger die Kinder sind desto wichtiger werden sogenannte „Tür und Angel Gespräche“ in denen der Tag des Kindes kurz reflektiert wird und gegebenenfalls Vereinbarungen für den nächsten Tag getroffen werden. Es ist auch der perfekte Moment für die Eltern kleinere Sorgen oder Planänderungen anzusprechen oder um ein Elterngespräch zu vereinbaren.
Offene Gespräch mit den Eltern sind eine wichtige Grundlage der pädagogischen Arbeit. 

Ein weiter wichtiger Punkt, den diesmal sowohl Kinder als auch Eltern betrifft, ist die Eingewöhnung neuer Kinder. Die Eingewöhnung eines Kindes bildet den Grundstein für die Arbeit mit den Eltern und Kindern. Also sollten sich auch beide Parteien in dieser Phase willkommen und am ende auch angekommen fühlen. Wie schafft man das? Vor dem ersten Tag im Kindergarten kommen die Eltern mit ihren Kinder zum kennen lernen und schnuppern in die Einrichtung. An diesem Tag ist es wichtig, dass von den ErzieherIn jemand zur „BezugserzieherIn“ ernannt wurde. Die BezugserzieherIn sorgt dafür, dass die Fragen der Eltern beantwortet werden, erklärt das Eingewöhnungsmodell (in unserem Fall das Berliner Modell) und stellt sich auch dem Kind vor. Der erste Tag in der Kita wird geplant und im besten Fall gehen Eltern und Kinder mit einem guten Gefühl nach Hause.
Das Berliner Modell ist ein Eingewöhnungsmodell, welches vorsieht: Die Kinder lernen die Einrichtung Stück für Stück kennen und können sich nach ihrem Entwicklungstand von ihren Eltern lösen. Die erste Woche bleiben die Kinder mit ihrer Begleitperson (Mama, Papa, Oma oder Opa) für eine Stunde im Kindergarten. In dieser Zeit lernt das Kind seine BezugserzieherIn kennen und baut langsam eine Beziehung zu dieser Person auf. In der zweiten Woche wird dann der erste Trennungsversuch von der Begleitperson ausprobiert. Je nach Alter des Kindes wird diese Trennung von 30 Min bis zur 1 Stunde ausprobiert. Klappt diese Zeitspanne für das Kind schon sicher und zeigt es keine offensichtliche Trennungsangst mehr, kann diese Zeit verlängert werden. So geht es weiter bis das Kind sicher genug für das erste Mittagessen in der Einrichtung ist. Für das Kind kann das Essen an sich eine belastende Situation sein, welche langsam ausprobiert wird. So beginnt man meistens damit, das Kind in der Einrichtung frühstücken zu lassen, ehe es über Mittag bleibt. Das Mittagessen wird dann auch einige Zeit ausprobiert und wenn das Kind dann dort sicher ist bleibt es (bei älteren Kindern) über Mittag und (bei jüngeren Kinder) schläft.
Nach dem erfolgreichen Mittagessen und schlafen bleibt das Kind meisten so lange wie es der Vertrag erlaubt. Eine Eingewöhnung gilt als abgeschlossen, wenn ein Kind sich sicher in der Kita bewegt, sich von den ErzieherIn trösten lässt und es keinen sichtbaren Trennungsschmerz an den meisten Tagen zeigt.

Gerade bei dem Träger wo ich arbeite, wird das Beobachten und Dokumentieren als ein wichtiger Bestandteil der pädagogischen Arbeit gesehen.
Die Kinder einfach frei spielen zu lassen und sie dabei zu beobachten ist sehr aufschlussreich wie es dem Kind geht. Dabei gibt es verschiedene Punkte auf den das Augenmerk liegt, diese weichen je nach Alter des Kindes auch etwas ab. Es gibt verschiedene Bögen für Beobachtung, welche die Entwicklung und die Stärke der Kinder aufziegen. Die Stärken werden dann dazu genutzt die Schwächen weniger ins Gewicht fallen zu lassen. Für Kinder mit einem auffälligen Verhalten, dass doch stark von der Norm und dem Toleranzbereich abweicht gibt es einen extra Bogen um die genauen Defizite festzustellen und einen Plan zu erstellen um diese anzugehen. Das ist übrigens das Ziel einer jeden Beobachtung und Dokumentation:  Die Kinder als ganzes zu erfassen und zu sehen wo und wie man dem Kind in seiner Entwicklung weiter helfen kann.
Das bringt mich auch schon zu dem Selbstbildungsplan der im Anschluss erstellt wird und der aufzeigt wie man dem Kind helfen kann, wenn Hilfe benötigt wird. Nicht jedes Defizit ist gleich eine Erkrankung, Störung oder Behinderung. Oft brauchen Kinder einfach etwas mehr Zeit für einen Entwicklungschritt, einige brauchen aber auch nur minimale Hilfe um den Schritt zu gehen.

Wo ich schon gerade beim schreiben bin: Neben der Dokumentation des Kindes gehören zu den Aufgaben von ErzieherIn auch das schreiben von Gruppentagebücher (Anwesendheitsliste, Tagebuch), erstellen von Elterninfos und Elternbriefen, das Dokumentieren der Eingewöhnungsphase und das Erstellen von Plänen aller Art die die Arbeit erleichtern (Wickelplan, Anwesendheitsliste). 
Viel Zeit der wöchentlichen Arbeitszeit geht in die Dokumentation. Außerdem planen Erzieher ihrer Arbeitswoche, erstellen dazu Pläne und überlegen sich Themen und / oder Aktion die wir mit den Kindern machen können und die unseren Bildungsauftrag erfüllen. Aktion welche in einer Kita stattfinden, erfüllen oftmals mehrfach Bildungsbereiche und fördern mehr bei den Kindern als man im ersten Augenblick vermuten lässt. Als Beispiel nehme ich mal das „Malen“ im Kreativbereich. Einigen Menschen ist nicht klar, dass damit die Handhaltung von Stiften geübt wird, welche spätestens in der Schule zum erlernen vom schreiben wichtig wird. Außerdem verarbeiten Kinder durch das Malen ihren Alltag und dürfen ihrer Kreativität ausleben. Die Bildungsbereiche umfassen: Naturwissenschaft, Mathematik, Rhythmus und Musik, Kreativbereich, Medien und Bau und Konstruktion. Diese Bereich werden in einer Kita mehr oder weniger abgedeckt. Nicht alle täglich, manches brauch auch mehr Vorlaufzeit.

Außerdem gehört die Hygieneerziehung zu unseren Aufgaben. Also das Beibringen von Hände wachsen nach der Toilette und vor dem Essen. Das reinigen seiner Genitalien nach der Toilette und das Putzen der Zähne nach einer Mahlzeit.
Tischregeln und Manieren werden in den Essensituationen (Frühstück, Mittagessen und Imbiss) vermittelt. Oftmals ist es für die Kinder schwer sich an Tischregeln und Manieren zu halten und das vermitteln eben dieser dauert seine Zeit, weshalb das beim Essen einen großen Raum einnehmen kann.
In Zeiten großer Zuwanderung wird folgender Punkt auch immer wichtiger: Die Sprachfördernung und die Sprachentwicklung. Meistens geschieht dies im Gruppenalltag. Durch die Sprachliche Begleitung unserer Seits lernen Kinder schnell die deutsche Sprache. Es gibt einige Spiele zu diesem Thema die man begleitet in Kleingruppen perfekt einsetzten kann um den Umgang mit der deutschen Sprach zu vertiefen oder zu erlernen.

Nun habe ich schon echt viel geschrieben, allerdings habe ich einige Sachen noch nicht erwähnt. ErzieherIn sind auch Tröster, Problemelöser (gerade Konflikte zwischen Kindern können hart werden!), Planer und haben bis zu 25 Kinder im Blick. Natürlich erfordert das viel von uns ErzieherIn, aber es ist der schönste Beruf den ich mir vorstellen kann. Die Kinder geben einem viel zurück, man hat viel Freiheiten beim Umsetzen von Planungen und Aktionen, man kann seine eigene Kreativität ausleben, rumalbern.  Manches mal erscheinen wir gerade den Kindern auch wie „Bestimmer“, aber meistens versuche (ich) eine Lösung zu finden, welche für alle Parteien eine gute Lösung (sie muss nicht allen gefallen, aber für alle verständlich erklärbar sein).

Damit dieser Post nun auch einmal ein Ende findet kündige ich schon mal an: Den Alltag einer ErzieherIn werde ich in einem neuen Post vorstellen. Das deckt dann noch evtl. vorhandene Lücken ab 🙂
Und danke fürs Lesen! Fragen sind wie immer willkommen ❤

Fräulein Öko: Weniger Plastik

Das erste was im Rahmen dieses Öko Projekts machen möchte ist: Weniger Plastik zu benutzen und auch weniger Plastikmüll zu produzieren.
Dieses Vorhaben ist schon lange auf meiner To Do Liste. Aber immer wieder fand ich einen Grund, dass ich dieses Vorhaben nicht umsetzten konnte. Das ändere ich nun. Schritt für Schritt – nicht alles auf einmal.

Zuerst einmal möchte ich darauf eingehen, warum es besser ist Plastik zu vermeiden. Besonders schädlich ist Plastik in der Umwelt – und da landet leider viel zu viel von dem Plastik. Die Menschen schmeißen ihren Müll einfach in die Natur und kümmern sich nicht weiter darum. Was darunter leidet? Die Umwelt. Das Plastik enthält Schadstoffe wie Weichmacher. Dieser werden in die Umwelt abgeben beim Abbau des Plastiks. Dazu kommt dann eben auch die lange Zeit die für den Abbau von Plastik gebraucht wird: Die Erde kann das Plastik nicht so schnell abbauen wie wir Menschen neues produzieren und die Welt wird somit vollgemüllt (das gilt auch für mehrer Stoffe, aber Plastik ist wirklich das meiste).
Besonders tückisch ist das Plastik, welches ins Meer und in die Gewässer landet. Dieses Plastik wird von den Fischen und generellen Tieren im Wasser gefressen. Da Plastik aber keinerlei Nährstoffe für die Tiere enthält – verhungern sie mit vollem Magen an einem Mangel an Nährstoffen. Das ist der schlimmste Fall für das Tier alleine. Dann gibt es noch den Fall, dass das Plastik den Weg IN die Lebensmittel findet. Dadurch das die Fische das Plastik (besonders das Mikroplastik) als Nahrung zu sich nehmen, kommt das Plastik über die Fischerei solcher Fische auch in die Nahrungskette der Menschen. Plastik mit all seinen Schadstoffen hat besonders oft einen negativen Einfluss auf die Hormone von Mensch und Tier. Es führt dadurch zu Unfruchtbarkeit und das wiederum minimiert den Fischbestand zusätzlich zu der Überfischung von Meeren und Flüssen.
Wer es nicht so mit den Fischen hat: Plastik hat auch einen Einfluss auf den menschlichen Hormon Haushalt! Dort können sie zu mehrer Fehlfunktionen führen. Unter anderem Unfruchtbarkeit kann eine Folge dieser Fehlfunktionen sein.  Die aufgezählten Informationen habe ich aus dem Film „Plastic Planet“ – wirklich sehenswert und erklärt noch genauer warum Plastik eher Fluch als Segen ist! Den Film gibt es sogar bei Netflix 🙂

So viel zu den/ meinen Hintergründen. Nun zur Praxis.
Wer sich schon einmal umgesehen hat, der weiß: Plastik ist so gut wie überall. Aber nicht immer ist es wirklich notwendig. Ich verstehe das bei der Modernen Technik Plastik ein Teil dieser Welt sein muss. Es ist leicht, gut Verformbar und dennoch belastbar. Aber wir benutzten einfach zu viel davon. Es gibt keinen Bereich bei normalem Konsum der ohne auskommt. Ist man allerdings etwas achtsamer bei seinem Konsum, merkt man schnell das kleine Änderungen reichen um Plastik zu minimieren.

Kleine Änderungen mit großer Wirkung

  • Keine Tüten für Obst und Gemüse benutzten – lieber Beutel zum wiederverwenden.
  • Joghurt und Milch in Gläsern kaufen – diese werden zurück gebracht und dann wieder befüllt.
  • Getränke in Mehrwegkisten kaufen, wer mag auch gerne im Glas. Gleiches Prinzip wie mit Joghurt und Milch, beides produziert einfach weniger Müll.
  • Kein Einweggeschirr verwenden – nein auch nicht das super neue tolle aus Bambus – denn in dem Fall ist Müll einfach unnötiger Müll.
  • Selber machen – gerade im Bereich von Süßigkeiten, Kuchen und Co. Spart auch noch Geld neben dem Müll.
  • Jutebeutel und Körbe zum einkaufen mitnehmen – erspart die Tüten (und ja auch immer neue Jutebeutel kaufen ist keine gute Option, denn es ist definitiv vermeidbarer Müll).
  • Coffee to go – ein ganz ganz mieser Trend. Viel Müll – Plastik und Papier und das für wenige Minuten Erleichterung und Vergnügen. Besser sind Mehrwegbecher auch in diesem Fall.
  • Käse und Wurst an der Theke in Tupper oder andere Behälter füllen lassen. Auch hier gibt : Mehrweg ist trumpf! 🙂

Ich bin gerade in meinem Leben genau an diesem Punkt. Die einfach Dinge versuche ich umzusetzen und damit den ersten Müll einzusparen. Aber man kann noch viel mehr tun um Müll und besonders um Plastikmüll zu vermeiden.
Dabei werde ich mich steigern. Zwei Kategorien werde ich noch erstellen. Einmal medium und hardcore Öko. Die sich ja eigentlich von selber erklären, deswegen geht es jetzt weiter 🙂

Medium Öko Tipps und Tricks

  • Sein Essen selber kochen und dann mitnehmen, wenn man z.B. weiß das man lange unterwegs sein wird und nicht richtig im Restaurant essen möchte oder kann.
  • Für den kleinen Hunger zwischendurch: Reise Besteck immer dabei haben und sich ansonsten unterwegs Brot/Brötchen mitsamt Belag kaufen -> macht zu zweit oder dritt etwas mehr Sinn weil es weniger Reste gibt.
  • Bücher, Spiele und alle anderen Sachen die man nicht allzu oft braucht: Einfach mal gebraucht kaufen! Schon die Umwelt weil weniger neu produziert werden muss und zeigt unserer Konsum Gesellschaft den Mittelfinger.
  • Für die Wasserhähne einen Aufsatz kaufen, der dafür sorgt, dass der Wasserverbrauch geringer wird.
  • Für den Storm: Wo mehrer Anschlüsse gebraucht werden, ist es sinnvoll eine Steckerleiste zu verwenden. Dann befindet sich jedes Geräte immer im Ausmodus anstatt auf Standbye und das ganz nebenbei.

 

Hardcore Öko Tipps und Tricks 

  • Körperpflege und Reinigung überdenken: Anstatt Duschgel ein Stück Seife benutzten, anstatt Shampoo auch Haarseife, Wasser alleine oder mit Roggenmehl waschen. Deos können mit Wasser und Natron schnell und einfach selber hergestellt werden ( ätherisches Öl für den Geruch). Auch Zahnpasta und vieles für die Pflege lässt sich super selber machen.
  • Einkaufen überdenken: Keine abgepackten Sachen kaufen, auf Mehrweg Verpackung achten, in Unverpackt Läden einkaufen, Groß Mengen einkaufen um nur einmal Müll zu produzieren.
  • Dinge, die nur schwer unverpackt bekommen zu sind, selber machen. Brot, Weingummi, Chips, Säfte etc.
  • Viele Dinge, die kaputt gegangen sind, lassen sich durch Holz oder Glas Dinge ersetzten. Küchenuntensilienen wie Schneidebrette, Kochlöffel, Pfannenwender aber auch Produkte fürs Bad wie (für Frauen) Menstruationstassen, Kojak Schwämme (zur Gesichtsreinigung), Bambuszahnbürsten lassen sich einfach mit Dingen aus Glas oder Holz ersetzten.
  • Gemüse und Obst selber anbauen (wenn man Fleisch ist selber Tiere halten), spart dann nicht nur Plastikmüll sondern hält auch die Transportstrecke möglichst minimalistisch und schont da auch wieder die Umwelt.
  • Anstatt eines Autos lässt sich das Fahrrad nutzen.  Man verbrennt Kalorien, bewegt sich und schont dabei die Umwelt. Und seinen Geldbeutel.

Das sind die Sachen, welche mir jetzt an zwei Tagen des daran schreibens eingefallen sind. Ich hoffe sie können dem ein oder anderen eine Inspiration sein. Den wir haben nur diese eine Welt und die sollten wir bewahren!
Ich selber versuche mich erst einmal bis zu dem Punkt „Medium Öko“ in den nächsten Jahren, denn Gewohnheiten brauchen ihrer Zeit um sich zu ändern um dann dauerhaft erfolgt hat. Das gilt eigentlich für alles.

Ich werde euch ihr weiter auf dem laufenden halten, wie es mit meinem Öko werden und Öko sein so klappt.
To be continued … 😀

Die nächsten Wochen – eine Herausforderung

Die nächsten zwei Wochen werden eine Herausforderung für mich sein.
Ich arbeite als Vertretung in einer anderen Gruppe – andere Kinder, andere Kollegen. Mein Vater hat Urlaub – bringt im des öfteren Langeweile und Frust, was für schlechte Laune sorgt.
Meine beste Freundin ist für die nächsten drei Wochen in Australien – ich vermisse sie jetzt schon und sie ist erst seit Freitag weg 😀

Einige Punkte die auf einander treffen, ganz normal im Leben. Jeder hat mal Phasen in den es anders ist als sonst. Und die meisten Menschen gehen damit ganz unbewusst schon gut um. Ich denke noch mal darüber nach – für den Fall der Fälle und lege mir Pläne zu recht, wenn mir meine Stabilität abhanden kommen sollte.

Aber vorab: Ich fühle mich stabil. Ich esse wieder besser, was mich körperlich stabil hält. Ich gönne mir meine Ruhephasen – nehme nicht jede Aktivität mehr an. Pausen sind wichtig – dafür gibt es nicht nur das Wochenende. Auch in der Woche kann man Pausen einbauen – nach der Arbeit einfach so gut wie nichts mehr tun – aber bitte nicht die ganze Woche (dann bleibt die ganze Arbeit für das Wochenende und dann macht man sich kaputt am Wochenende).  Auch habe ich mehr Freunde, als meine beste Freundin mit denen ich mich treffen kann und mit denen ich Spaß und Freunde erleben kann. Die Arbeit macht mir nach wie vor Freude, ich komme gut mit meinen Kollegen klar und freue mich auf die Arbeit – wenn auch nicht auf das frühe aufstehen (wer tut das schon? :D) Meine Medikamente nehme ich nach wie vor regelmäßig und mein Körper gewöhnt sich langsam wieder daran sich körperlich zu bewegen.

Dennoch bin ich etwas nervös, weil drei Bereich meines Lebens nicht ganz so top sein werden die nächsten zwei Wochen.
Aber: Ich habe keine Panik. Ich überreagiere nicht, ich denke nichts an das hinwerfen.
Ich fange mal von hinten an. Meine beste Freundin ist zwar nicht da – aber dank Whatsapp und so kann man über diese große Distanz schreiben und sich austauschen (ist wichtig, da mir ihrer Meinung sehr wichtig ist). Mein Freundeskreis besteht aus mehr Menschen als sie – somit kann ich die Zeit nun natürlich nutzen wieder mehr mit meinen anderen Freunden zu machen.
Bleibt es bei meinem Vater weiterhin so, wie in der letzten Woche in der er schon Urlaub hatte, dann bin ich zu frieden. Sollte es nicht so sein: Ich flüchte dann zu meiner Schwester – erst arbeit dann zu meiner Schwester und erst wieder zurück, wenn es später ich. Aber so weit wird es denke ich nicht kommen, den mein Vater plant auch in der nächsten Woche in den Urlaub zu fahren.
Und Schlussendlich: Die Arbeit. Auf der Arbeit bin ich zur Zeit wirklich angekommen. Mir macht die Arbeit mit den Kindern Spaß, ich fühle mich geborgen im Team und habe auch Vertrauen in das gesamte Team. Die Arbeit in der anderen Gruppe ist etwas stressiger, als in meiner Gruppe, weil größer Kinder und nun ja etwas problematisch ist das Thema „Regeln einhalten“ in dieser Gruppe. Das weiß ich, aber ich weiß auch das ich mit den größeren Kindern gut arbeiten kann. Sie möchten einfach viel mehr von der Welt erklärt bekommen und ich habe mir ein – zwei Sachen überlegt, welche ich mit den Kindern machen kann. Bin also gewappnet 🙂  Falls aber nicht klappen und mir zu viel werden sollte, dann wende ich mich an meine Kollegen, an meinen Chef und spreche mit ihnen. Durch Gespräche lässt sich das meiste lösen oder einfacher gestalten.

Ich bin zwar etwas nervös. Aber das ist ganz normal. Ich mache mir da auch weiter keinen Kopf – der Plan steht und los kann es gehen 🙂

Warum gehe ich so öffentlich mit meiner Erkrankung um?

Seit einigen Tagen plane ich diesen Eintrag nun schon – es kamen immer mehr Ideen dazu und ich musste diese erst einmal bündeln. Doch nun denke ich, dass ich meine Gründe und Begründungen gut beisammen habe und möchte sie mit euch teilen.

Am Anfang habe ich keinen wirklichen Grund gehabt, meine Erkrankung hier zu teilen. Ich habe den Blog schon eine ganze Weile vorher gehabt und auch immer mal wieder etwas persönliches geschrieben. Warum das also direkt nach der Krise ändern?
Dafür habe ich einfach keinen Grund gesehen. Es tut mir gut meine Gedanken hier zu teilen.
Und auch das muss ich zugeben in diesem Zusammenhang: Ich habe nicht damit gerechnet das Freunde, Familie, Kollegen und Bekannte meinen Blog wirklich lesen oder sich dafür interessieren. Deswegen ist es auch noch ungewohnt für mich, wenn man mich im realen Leben darauf anspricht 😀

Nun nachdem der Blog immer persönlicher wurde und ich fast jeden Gedanken zu meiner Erkrankung, den Hintergründen und meinen Belastungen hier geteilt habe, ist mir auch noch etwas anders klar geworden: Ich habe mir schon gewünscht, dass mein Umwelt diese Sachen liest. Das hat auch einen einfachen Grund: Ich wollte verstanden werden. Ich wollte das die Menschen um mich herum mein Leid verstanden – ohne das ich es ihnen persönlich erzählen musste.  Denn all diese Dinge, hier aus dem Blog, jemanden persönlich zu erzählen, das kostet. Es kostet in erster Linie Überwindung und auch Kraft – beides hatte ich vor, während und auch die ersten 3 Monate nach der Klinik einfach nicht.
Nun aber habe ich mehr als jemals zuvor das Gefühl, dass mein Umfeld mich verstanden hat. Nicht das sie mich in Watte packen oder die Sonderrolle ach so hoch halten. Aber ich fühle mich einfach mehr verstanden, wenn ich den ein Problem habe was ganz klar auch auf keine Erkrankung zurück geht. Ich will natürlich nicht immer „psychisch krank“ sein, aber wie ein Eisklotz kann und möchte ich nicht behandelt werden. Mir geht es gerade gut, ich komme klar. Ich lebe und ich erfreue mich an meinem Leben. Und ich will das es so bleibt. Dafür kämpfe ich auch jeden Tag ein bisschen. Aber noch bin ich auf die Rücksichtnahme meines Umfeldes, meiner Freunde, meiner Familie, meiner Arbeitskollegen und auch meiner Bekannten angewiesen und weiter stabil zu sein.

Ein weiterer Grund warum ich meine Erkrankung mit fast allen Symptomen hier anspreche bzw durchspreche, ist das ich der Meinung bin das Psychische Erkrankungen nicht mit einem Stigmata des Schweigens belegt werden darf. Leider geschieht dieses ziemlich oft in einer so leistungsorientierter Gesellschaft wie unser. Deswegen wollte ich nach den ersten Einträgen weiter machen mit dieser Art des Schreibens.
Ich erwarte keinen Ruhm – nur Verständnis und mehr Offenheit gegenüber Psychischer Erkrankungen.

Musikprobleme.

Dieser Post könnte etwas langweilig und kurz werden. Sorry not sorry 😀

Also ich habe euch ja letzten eine kleine Liste mit Musik veröffentlicht, welche ich gerne höre. Während ich das Zusammengestellt habe, bemerkt ich eins: Die wenigsten sind heute noch in den Charts. Und dann bemerkt ich das nächste: Ich kannte die aktuellen Charts überhaupt nicht.
Vor zehn Jahren hörte ich die Charts meistens rauf und runter. Ich kannte fast jede Woche die ersten Top 5 und die mochte ich meistens auch. Dann nahm das Interesse an den Charts langsam ab. Musik blieb – Charts gingen.  Im letzten Halbjahr des Jahres 2016 ging dann auch Musik, weil meine Depression mir sagte: Nützt doch eh nichts!
Seit dem es mir nun besser geht, merke ich folgendes: Ich liebe Musik und keine zu hören ist einfach eine Qual für einen selbst. Und die zweite Erkenntnis: Ich bin alt geworden.

Die Charts von heute sind für mich allerdings auch keine Musik mehr. Alles klingt doch irgendwie gleich – zu gleich. Ich möchte Gitarren! Ich möchte Drums! Geschreie und gesinge. Richtigen Rap! Gute Texte und gute Musik! Ist das zu viel verlangt? Nein eigentlich nicht, aber das finde ich nicht mehr in den Charts und zwar nicht (nur) weil ich älter geworden bin, sondern auch weil sich der Musik der breiten Maße immer mal wieder ändert. Zu Anfang der 90er war es diese komische Techno Musik, dann Mitte der 90er kam der Grunge, Anfang der 2000 er dann R´n´B und Hip Hop, mitte der 2000 er kam dann Emos, Rock, Pop Rock. Und genau das war die Zeit in der ich „musikalisch“ aufgewachsen bin. Das prägt natürlich und ich sehr anders als die Musik im Moment. Bis ich das nun aber vor ein paar Tagen bemerkte, fühlte ich mich einfach nur uralt.
Denn wer kennt sie nicht? Die älteren Menschen ab 50 Jahren die immer nur sagen: Die Jugend heutzutage kennt keine gute Musik mehr. Früher habe ich die für verrückt gehalten – heute weiß ich einfach wie sie sich fühlen. Ich höre auch lieber Musik von früher. Egal ob aus den 2000 ern oder aus den 50 er, 60 er, 70 er und 90 er (nein die 80 er habe ich nicht vergessen, mag ich nur nicht so :D) . Früher ist meine Musik und heute begeistern mich nur wenige „neue Künstler“. Seit dem Jahre 2010 waren es gerade einmal : Prinz Pi, Casper, Materia, Volbeat und Soja die mich neu für sich begeistern konnten. Die anderen kannte ich schon vor diesem Jahr.

Mein Musikgeschmack hängt also leicht in der Vergangenheit fest. Das ist okay. Das bin ich und ich mag das so. Aber es war ein langer Weg sich das eingestehen zu können. Oft habe ich gedacht: Das ist nicht normal! Aber mal ehrlich: Was ist schon normal?

Das schwere Los mit der Freundschaft

Freundschaft ist und war für mich immer ein besonders Thema.
Im Kindergarten hatte ich viele Freunde. In der Grundschule nur noch drei und eine davon zog vor Beginn der 3. Klasse nach England. Dann fing das Mobbing an, vor das mich meine zwei verbleibenden Freunde nicht bewahren konnten. Das traf mich damals sehr, denn das war definitiv nicht meine Erwartung von Vorstellung von Freunden. Aber mal ehrlich: Welcher 3. Klässler stellt sich bitte zu zweit gegen eine Gang aus 5 oder 6 älteren Kindern? Jap genau – keiner.

Als das Mobbing nachließ, war die Beziehung zu meinen beiden Freunden definitiv im Eimer – der Schulwechsel wenige Monate später rettete das natürlich auch nicht. Ich wurde gemobbt, verlor erst meine Mutter und dann die einzigen Freunde die ich noch hatte durch den Schulwechsel.
Ein super Start in die Gesamtschule. Obwohl der Sommer davor war gut. Ich war im Hort, lernte nette Kinder kennen und verliebte mich sogar.  Aber das es unerwidert war, half das auch nicht wirklich.

Als ich mit 10 Jahren im Sommer 2002 in die Gesamtschule eingeschult wurde, war ich ein ziemliche einsames Kind. Ich klammerte mich an zwei Mitschüler aus der Grundschule, welche in meine Klasse kamen. Aber die fanden recht schnell ihren Platz und Anschluss in der Klasse – und beachteten mich dann eher weniger.
Ende der 5. Klasse hatten gefühlt alle Kinder ihren Platz gewunden, nur ich nicht wirklich. Ich saß neben einem Mädchen, dass wegen ihres Kopftuch schlecht Anschluss fand und so redeten wir viel mit einander. Freunde wurden wir aber nicht- dafür waren wir aus vielen Gründen viel zu verschieden.
Nun folgt die Geschichte, an die sich außer mir vermutlich sowieso wieder keiner erinnern kann ( Jaaa A ich rede mit dir!), denn ca in der Mitte der 6. Klasse war es eines Tages Zeit für Themaarbeit und meine übliche Partnerin (das Mädchen das neben mir saß) hatte bereits einen Partner. Ich war schon kurz davor mich damit abzufinden, dass ich alleine arbeiten musste, obwohl das nicht erwünscht war. Als ein blondes Mädchen aus der Hinteren Reihe zu mir kam und fragte ob wir zusammen arbeiten wollen. Und so setzte ich mich zu ihr und ihren 3 Freundinnen in die Ecke. Diese vier Damen (A, J kam damals zu mir,  L(w) und N) wurden während der restlichen Schulzeit meine Freunde. Wir bilden eine kleine verrückte Clique. Aber meisten waren A, J und ich zusammen und unterwegs. A wohnte erst in der gleiche Straße wie ich und dann zog J in die Straße während A weiter zog – das macht uns zu echten Freund auch außerhalb der Schule. Den wir wohnten ja nicht weit von einander weg.

Besonders zu J baute ich eine enge Beziehung auf und sie wurde mein erste richtige beste Freundin und ich konnte mein Glück nicht fassen, denn ich fand sie richtig richtig cool. Uns verband vieles miteinander und wir konnten über alles reden. Sie und auch A blieben mir auch über den Wechsel zur Berufsschule erhalten und das obwohl ich zu dieser Zeit unglaublich viele Ängst hatte. Die beiden machten ihre Abi und dort kam dann der Lucas mit in den Freundeskreis – hat sich aber in der 10. irgendwie schon angekündigt 😀 Aber dann so richtig. J, L (m) und ich machten viel zusammen und wir wurden gute Freunde ( trotz oder gerade weil L(m) auf J stand und ich auch L(m)? :D). Ich fühlte mich zum ersten Mal wie ein Mensch der wirklich Freunde hatte und war darüber sehr glücklich.
Im Sommer meines letzten Schulwechsels wurden die Schwester von J die S und deren beste Freundin F. meine Freunde. Die beiden sind zwei Jahre jünger und damals hat man das auch noch sehr gemerkt – ich rede hier immerhin von 2008 und damit von vor 9 Jahren (alter kann das wirklich sein?)
Zusammen mit diesen Menschen , also J, L (m), S und F wurden die Sommer 2008 und 2009 zu den besten in meinem Leben!

Ab dem Berufskolleg stoß dann eine weitere treue Seele zu meinem Freundeskreis: S.M. Wir lernten uns dort kennen und anfangs dachte ich : Mensch alles Hauptschüler hier – bis S.M. kam. Sie war mein kleiner Lichtblick und obwohl sie in einer anderen Stadt wohnt, sehen wir uns seit dem regelmäßig. Mit ihr holte ich einige Übernachtungspartys und Trinkspiele nach. Sie ist mir eine so gute Freundin und wiederum so anders als meine anderen Freunde. Was aber echt schwer in Worte zu fassen ist.
Auch bei ihr weiß ich noch ganz genau wie und auch wo ich sie kennengelernt habe. Ja wo in der Schule – nein nein im örtlichen Tierpark auf einer Bank unter einem großen Baum am Eingang. Wir waren uns direkt sympathisch. Das zog sich dann durch und ich bin sehr froh das wir den Kontakt nie verloren haben.

Ab dem Berufskollege schleicht sich dann auch die beste Freundin D von meiner Schwester immer mehr in mein Leben. Schlimm, wenn man weiß wie verrückt die beiden zusammen sein können. Göttlich wenn man mit den beiden und meinem Vater in den Urlaub fährt.  Zusammen haben wir auch schon einiges durch und ich bin froh das meine Schwester sie angeschleppt hat – aber nicht wen D dann angeschleppt hat – aber das wäre jetzt zu viel 😀

Bei der Erzieher Ausbildung kam dann noch Kollegin J dazu.
Mit Pädagogen befreundet zu sein, ist anders als mit anderen Menschen. Sie denken ein wenig anders. J redet viel über die Arbeit und meine anderen Freunde wundern sich darüber aber das ich nun mal so. Das kann ich auch und mache ich auch in der richtigen Gesellschaft. Der Beruf ist so vielseitig – es gibt viel zu erzählen. Das wir nun zusammen arbeiten dürfen ist eines der tollsten Sachen die ich je erleben durfte.

Aber ich merke : Ich schweife ein bisschen ab. Eigentlich wollte ich ja freundschaftliche Beziehungen als solche beleuchten.
Aber stopp: Eine fehlt noch! Die liebe Alice! In der Klinik kennengelernt und einer der liebsten Menschen auf diesem Planeten die mit so viel mehr zu kämpfen hat als sie verdient und als ein einziger Menschen zu stemmen vermag – und dennoch bist zu hier und wir haben gestern deinen Geburtstag gefeiert! Das macht mich so glücklich.

Aber nun zurück zum eigentlichen Thema:
Freundschaften, die die ich nun habe und aufgezählt, sind mir sehr sehr wichtig. Eben drum, weil ich es vorher anders kennengelernt habe und auch viel einsam wahr. Ich war zwei Jahre sehr einsam, denn die Freundschaft zu den ersten vier Damen brauchte noch ca ein halbes Jahr um Schwung aufzunehmen und auch in die Freizeit mitzugehen. Mittlerweile habe ich auch von diesen Damen nur noch die A „behalten“. Und das obwohl wir früher ohne J gar nicht funktioniert haben. Wir beide waren gute Freundinnen von J und das verband uns. Als J dann wegbrach – fanden wir uns. Und darüber bin ich über alle Maßen glücklich. Denn J behandelte weder sie noch mich zum Schluss wie Freundinnen – was schrecklich für mich war und ewig brauchte um ihr mal die Meinung zusagen (als es dann dazu kam Knallte es direkt).
A und ich wuchsen dadurch enger zusammen – wurden beste Freundin und das bedeutet mir wirklich sehr viel. Denn ich hatte noch nie eine Freundin die mich auch ihre beste Freundin nannte. Hatte auch noch nie ein Zeichen einer solchen Freundschaft und jetzt hat sie uns beiden Eis gehäkelt ❤

Ich liebe meine Freunde und würde alles für sie tun. Das hat aber schon oft bei den falschen Leuten dazu geführt, dass sie mich ausgenutzt haben. Das meine Grenzen nicht respektiert wurden und auch das mein Nein nicht für sie zählte. Ich dachte mir lange dabei nichts, bis mir gezeigt wurde das Freundschaft auch anders gehen kann und auch muss.
Obwohl mir Nein sagen immer noch schwer fällt, werde ich dafür nicht mehr angegriffen. Ich muss mich nicht mehr verbiegen um gemocht zu werden. Die Freunde, die ich heute noch habe, kennen mich so gut um zu wissen das sie mich nicht ausnutzen, dass sie meine Grenzen kennen und das sie bei Absagen zwar traurig sind, aber es dennoch verstehen und damit umgehen können. Auch meine Meinung zählt wieder etwas – wenn ich andere Meinung bin als meine Freunde dann ist das okay. Es wird nicht bis ich meine Meinung ändere diskutiert.
Das tut so gut und macht meine jetzigen Freunde noch so viel wertvoller. Und ja natürlich A und L (m) sind mit mir Erwachsen geworden, das macht viel aus. Aber auch von zwei Freunden habe ich mich erst im letzten Jahr trennen müssen . das zählt doch auch als Erwachsen oder? 😀

Gefühlskacke.

Heute war ein echt guter Tag – ich war in der Stadt mit einer Freundin und wir waren im Kino. Annabell 2 also ein Horrorfilm – ja schaue ich gerne aber ich habe gemerkt wie Emotional Anstregenden das war. Ich habe ja schon geschrieben: Ich bin ein Empath. Das kann auch bei Filmen (Musik, Serien oder Bücher) schwierig werden und heute war es wieder so weit.
Obwohl es ein Horrorfilm war, gab es viel menschliches Leid, das ich direkt mitgenommen habe und mich beschäftigt. Arme Kinder, arme Menschen und oh nein auch noch ein Toter und nein noch einer! Und das alles mussten die Kinder sehen. Und das eine Kind ist bessen – mensch das ist doch gemein!

Als ich dann nach Hause kam, unterhielt ich mich mit einem Vater. Dann war es still und ich gähnte und ja ich gähne manchmal laut, aber mein Vater fuhr mich direkt an: Warum schreist du denn so?
Buuuuum. Das war zu viel für mich. Ich spürte die Tränen kommen – weine aber immer noch nicht vor ihm (aus Angst vor seiner Reaktion). Also bin ich ins Bett gegangen und dann brach der Damm – ich fing an zu weinen und merkte direkt : Scheiß Gefühle – sind aber gar nicht meine!! Ich kam schon angespannt nach Hause, wegen dem menschlichen Leid im Film (btw guter Film!) und dann dieser rüde Ton, den mein Vater einfach manchmal drauf hat, brachte meine Anspannung zum bersten und mich zum weinen.  Gefolgt von netten Gedanken in meinem Kopf wie: Er liebt dein Schwester sowieso mehr! Guck sie dir doch mal an : Eigene Wohnung, arbeitet und schreibt gute Noten in der Schule! Wann hast du das je geschafft? Das halbe Jahr in deiner Wohnung? Ja das war ganz gut – die Wohnung und du aber immer noch scheiße. Mein Gott du bist deiner Mutter so ähnlich – klar hasst er dich dafür. Du magst dich ja nicht mal selber!!

Nette Gedanken und kein bisschen anstregend *Ironie zu ende*
Das sind NICHT meine Gedanken. Also schon, allerdings auch wieder nicht. Ich vertraue meinem Vater, ich weiß das er mich liebt und sich um mich sorgt und das nur nicht immer so gut zeigen kann. Wir rasseln wegen andere Dinge aneinander – die sind banalere Dinge (Hausputz, Einkauf). Diese Gedanken gehören einer kleinen Jennifer, einem jungen Mädchen was mit dem Tod ihrer Mutter nicht umgehen konnte. Erst war ich wütend auf alles und jeden (habe sogar meine Tante geschlagen – entschuldige!), dann „durfte“ ich das nicht mehr. Es brachte mir mehr Ärger ein als alles andere. Also schluckte ich diese Wut herunter und aus dieser Wut wurden allmählich solche Gedanken. Sie wurden immer mehr im Laufe meines Lebens, immer gemeiner und intensiver und brachten mich schlussendlich fast um.
In der Klinik begriff ich dann, dass diese Gedanken so und nicht anders wie oben beschrieben entstanden sind. Es wird schwer sie einzudämmen – besser gesagt: Es ist schwer sie einzudämmen. Sie kommen immer noch wenn ich mich verletzt fühle. Ich kann damit noch nicht umgehen, allerdings kann ich nach kurzem weinen und raus lassen der Gefühle wieder klar denken.
Ich bin nicht zu tiefst beleidigt oder gerade besonders depressiv oder in einer Krise. Ich habe die Gefühle raus gelassen. Bin mit ihnen umgegangen und habe mir laut gesagt, warum diese Gedanken nicht stimmen. Wo ihr unrecht liegt! Mein Vater ist stolz auf uns beide. Ja meine Schwester bekommt das mit dem alleine wohnen besser hin – aber sie ist auch nicht krank. Auch wenn ich mich nicht mehr so krank fühle, darf ich dennoch sagen: Ich war sehr krank und dadurch war das alleine wohnen eine Zeitlang nicht möglich. Das ist in Ordnung. Bevor ich komplett untergegangen bin, habe ich Schutz und Halt bei meinem Vater gefunden. Jetzt geht es mir besser und ich habe viel gelernt und im laufe des nächsten Jahres, wenn ich stabil bleibe, wäre es schön es wieder mit dem alleine wohnen oder einer WG zu versuchen.

Frei nach dem Motto: Hinfallen, aufstehen, Krone richten!
Furchtbar so ein gute Laune Facebook Spruch. Aber auch die enthalten ein bisschen Wahrheit. Manche sogar mehr als einem lieb ist. Und bitte denkt jetzt nicht, dass Krone richten immer die richtige Antwort auf Problem, Krisen oder Außnahmesituationen sind, denn dem ist nicht so. Nicht immer schafft man das alleine, manchmal brauch man dann wieder (oder mehr) professionelle Hilfe. Das ist okay. Ich hoffe der Punkt kommt nicht wieder – nicht so wie im letzten Dezember.

 

Projekt: Fräulein Öko

Menschen die mich schon länger kennen, wissen das ich dazu neige ein kleiner Öko zu sein. Das ist hier auf meinem Blog ein wenig untergegangen, da meine Depression auch hier viel Raum eingegnommen hat. Zeit und Raum – das klaut sie übrigens vorwiegend. Da ich mich aber im Moment auf einem stabilen Weg befinde und es mir ziemlich gut geht im Allgemein, schreit das Fräulein Öko in mir wieder lauter 😀
Ich kenne das von mir schon. Immer wieder habe ich so Phasen. Allerdings habe ich nun auch einiges über mich und meine Art und Weise der Gewohnheitspflege gelernt, dass ich weiß wie ich aus solchem Impulsen neue Gewohnheiten machen kann – welche die dann auch bleiben.

Ich habe mir für die nächsten Jahre einiges vorgenommen, was für mich eine große Umstellung und ein langwieriger Prozess der Selbstbildung wird. Hierbei möchte ich nur auf meine „privaten“ Änderungen eingehen. Beruflich entwickele ich mich auch weiter, dass ist keine Frage (Kollegin J meinte die Tage schon wie positiv sich mein Umgang mit den Kindern verändert hat *hust hust er ist wieder normal geworden* danke *.*), aber geht dann doch in einen anderen Bereich.
Ich teile diesen Bereich in kleine Kategorien ein, damit das ganze etwas mehr Übersicht bekommt und ich weniger vergesse (*hust* niemand ist hier vergesslich!). Auch werden das mehrer Beiträge werden, bei allen schreibe ich vorab: Fraulein Öko in das Thema – damit die es es null interessiert nicht mitlesen müssen 😀

Es wird folgende Bereich geben/ treffen:

  • Körperreinigung und Pflege
  • Dekorative Kosmetik
  • Haarwäsche und Pflege
  • Putzmittel und Putzen
  • Fortbewegung
  • Ernährung

Das ist erst einmal der ganz grobe Überblick über das was in Zukunft kommen wird – dabei wird meine Mentale Gesundheit aber weiter einen Platz haben – der wird nur verstärkt geteilt werden müssen 🙂

Warum eigentlich Öko?

Eigentlich ist diese Frage sehr einfach zu beantworten: Ich glaube fest daran, dass ein einziger Mensch die Welt zu einem bessern oder schlechtern Ort machen kann. Mit einem ökologischen / natürlichem Leben tut man sich selber und der Umwelt etwas sehr sehr gutes und das sollten wir uns alle wert sein – und die Umwelt erst recht!
Ich möchte dabei auch nicht predigen und mit erhobenen Zeigfinger rum laufen – das bewirkt meistens eh nur das die Mitmenschen taub und stumm werden und das in Sekunden! Also möchte ich einfach nur teilen, was ich tue, wie ich das tue und was ich selber davon habe oder ob es für mich Mist ist, aber ich es ausprobiert habe! 🙂

Noch wichtig ist: Niemand und auch ich nicht – lebt zu 100% öko, zero waste oder etwas in der Art. Aber JEDE GUTE ENTSCHEIDUNG ZÄHLT!
Das ist mein Motto – dennoch werde ich den Wocheneinkauf zb weiterhin mit dem Auto erledigen müssen, da es für zwei Person anders nur sehr schwer möglich ist (was ich im Moment einfach noch nicht schaffe – ich lebe ja gerade wieder wie ein normaler Mensch!). Aber zur Arbeit mit dem Bus oder Fahrrad oder zu Freunden – das ist die Art gute Entscheidung die für einen selbst und die Umwelt zählt 🙂
Und jetzt: Auf in den Samstag! 🙂

 

Erste Mitarbeiterbesprechung

Obwohl jede zweite Woche eine MAB ist, habe ich diese Woche das erste Mal daran teilgenommen. Es war eine interessante Angelegenheit.
Zu erst möchte ich sagen: Die letzte auf der ich war, war mit dem alten Team und auch der alten Leitung. Alles Frauen,  mindestens zwei die ein angespanntes Verhältnis zu einander hatten – gute Voraussetzungen.
Die Stimmung war angespannt, vieles wurde zu Tode diskutiert. Kaum einer saß gerne in dieser Art der Besprechung.

Diesen Mittwoch war ich nun teil der ersten MAB mit dem neuen Team.
Mein neuer Chef hat sich Punkte zurecht gelegt, welche er besprochen haben wollte bzw musste. Wir haben unsere Meinung und Ideen und so etwas eingebracht. Es wurde diskutiert, aber auch gelacht und gescherzt. Ich habe mich wohl dabei gefühlt. Eine angenehme Stimmung – keiner hat mit Abmahnung oder so etwas gedroht! Keine emotionalen Angriff auf einander. Einfach eine kleine aber feine Runde, in der wir auch zu Ergebnissen gekommen sind. Ganz anders als früher. Natürlich haben wir uns auch nicht auf alles direkt einigen können, aber manches davon haben wir einfach auf eine andere MAB verschoben, damit wir in dieser einen auch wirklich etwas schaffen. So wurden Denkanstöße und Anregungen geben und diese werden zur gegebener Zeit wieder aufgegriffen.
Im Moment herrscht Harmonie im Team, das merkt jeder. Wir scherzen und lachen miteinander, bleiben aber auch Ernst und ich habe das Gefühl bei Problemen auch jemanden finden zu können der mir zuhört (primäre wenn es um die Kinder geht). Die nächsten Monate stehen mindestens zwei Änderungen im Team an. Vor einem halben Jahr hätte mich das Wahnsinnig gemacht – jetzt weiß ich aber: Wenn es nicht klappt finden wir eine Lösung. Wir funktionieren im Team.

Jeder einzelne in diesem Team hat unter den alten Bedienungen gelitten, außer natürlich die neuen 😀 Seit ich wieder dort bin, rede ich mit (gerade den alten Kollegen) oft darüber wie es ihnen im letzten Jahr ergangen ist und wie viel angenehmer die Situation im Moment auch für sie ist. Mit meiner Gruppenleiterin V.  von damals (ich habe ja die Gruppe gewechselt) hatte ich auch ein recht langes Gespräch darüber (lang dafür das wir im Außengelände waren), wie es mir geht, was meine Erkrankung macht und auch wie es ihr in dieser Zeit ergangen ist. Das hat mir die Augen auch wieder dafür geöffnet, dass ich nicht die einzige war die gelitten hat und noch wichtiger: Ich habe mir nichts eingebildet, bin nur lediglich anders damit umgegangen! Ich bin froh, dass ich den Schritt zurück in diese Einrichtung geschafft habe. Ich habe mich meinen Ängsten gestellt, habe mich meinen Gefühlen gestellt und bin nun in der Lage meine Arbeit wieder nach und nach mehr aufzunehmen, zu strukturieren und auch umzusetzen – vor einem halben Jahr noch unmöglich, wenn ich nicht eine Abmahnung kassieren wollte und genau deswegen hatte ich dann auch irgendwann keine Kraft mehr für die Arbeit (Respekt an der Stelle an die Kollegen J, S und V, die weiter gemacht haben!), da mich die Angst lähmte.

Und da ich weiß, dass hier mitgelesen wird und ich mich hier einfach besser ausdrücken kann, da ich länger Zeit habe mir die Wörter zu überlegen:
Ich bin sehr dankbar, dass ich im Team mit so offenen Armen empfangen wurde. Danke das ihr mir die Angst vor meinem Traumberuf wieder nehmen konntet und ich weiter lernen und wachsen kann als Erzieherin. Danke das ihr auf mich noch etwas Rücksicht nehmt – denn noch bin ich nicht wieder ganz bei 100%, wenn auch schon wieder gut dabei. Danke das ihr wieder mit mir lacht und nicht über mich.
Besonders schön finde ich aber auch das : Leiter und Stellvertretung (das doppelt V (ist das schon mal wem aufgefallen? 😀 ) ) arbeiten Hand in Hand, sie harmonieren und tatsächlich wird die Stellvertretung dafür fit gemacht in der Zukunft selber Leitung zu sein. Das ist sehr neu – das gab es vorher nicht. Beide leiten ihrer Aufgaben, beide geben sich große Mühe und sind sich auch sehr oft einig, wenn es Probleme gibt.
Ich weiß, dass Arbeitsleben kann auch wieder doof werden, aber dank euch weiß ich das es danach auch wieder gut werden kann und dank meinem Arzt weiß ich wie ich die Zeit dazwischen arbeitenden überstehe! 🙂
Auch wenn der ein oder andere (und ich selber) Zweifel hatten das es mit mir und der Einrichtung wieder klappt, danke ich euch das ihr mir das erst jetzt sagt wo ich wieder drin bin 😀

Ich bin im Moment auch einfach noch sehr überrascht von mir, meiner Entwicklung und meinen Gefühlen. Ich verfalle dabei aber nicht in eine Euphorie. Ich genieße, bin dankbar und arbeite einfach wieder gerne.