Meine kleinen Baustellen

In diesem Beitrag möchte ich über meine Baustellen reden.
Vor der Krise hatte ich viele, die haben mich aber nicht weiter gestört. Durch die Dauerbelastung auf der Arbeit haben meine Baustellen – egal ob groß oder klein – dazu beigetragen das ich in die Krise gekommen bin. In den letzten 2 – 2 1/2 Jahren habe ich viele an mich und meinen Baustellen gearbeitet.
Über die geleisteten Baustellen habe ich am Ende des letzten Jahres bereits einen Beitrag geschrieben Jahresende .  Das würde ich als „große“ Baustellen beschreiben, da sie auch zu weilen mein Leben bedroht haben.

So nun geht es mir aber sehr viel besser. Keine Medikamente mehr seit Monaten (juhuuuu!) und auch keine Therapie mehr. Ich bin auf mich alleine gestellt und komme damit gut zurecht.
Aber dennoch muss ich an mir arbeiten. Das muss jeder, denke ich und ich möchte meine Baustellen nicht über andere hiermit stellen. Ich möchte einfach die weitern Folgen oder das weitere Vorgehen bzw erlernen meiner Fähigkeiten mit euch teilen. Immerhin habe ich so viel geteilt, warum nicht auf die Babyschritte? Siehst du macht Sinn (und wenn nicht, man darf auch mitten drin aufhören zu lesen 😉 )

Innerlich
Auch hier trenne ich wieder. Aber gröber. Einfach nur in innerlich und äußerlich. Das muss dann mal reichen. Die Liste wird nicht so lang – denke ich mal 😀
Meine Gedankenwelt ist mittlerweile in einem gesunden Maß oder besser gesagt: Ich mache mich nicht selber fertig und lobe mich auch. Das war ja nun mal einer der wichtigsten Schritte. Allerdings sind da noch kleine Unterpunkte zu erledigen. Ich lobe mich jetzt und muss aber noch lernen mich auch zu respektieren und zu lieben. Damit will ich keine Werbung für die No Body Shaming Sache machen, sondern für mich bedeutet das einfach mehr auf meinen Selbstschutz zu achten.
Im Moment arbeite ich daran meinem Körper wieder etwas gutes zu tun, der ist ganz schön unter die Räder gekommen. Das nur als Beispiel und wird im nächsten Punkt weiter ausgeführt.
Das größte Problem was ich noch mit meinem Innern habe, sind tatsächlich meine Schlafprobleme. Das umfasst viel. Ich gehe oft nicht rechtzeitig ins Bett, weil ich nicht merke wann ich wirklich müde bin. Da muss ich noch lernen wieder mehr auf meinen Körper zu vertrauen und auch auf ihn zu hören. Was nützt es wenn er mit mir spricht und ich einfach nicht zuhören (kann)? Und das führt dann natürlich dazu, dass ich oft in der Woche zu wenig schlafe (auch wenn ich nicht früh schlafen kann, muss ich früh raus). Ich habe es schon öfter probiert immer zu den selben Zeiten ins Bett zu gehen und aufzustehen. Ins Bett gehen klappt schon eher als aufstehen. Früh aufstehen nur um wach zu sein? (noch) Nicht mit mir 😀 Ich bleibe dann einfach liegen und schlafe wieder ein und bin dann natürlich noch geräderter als vorher.  Leider wäre das nicht alles. Anstatt dann das bisschen Zeit beim schlafen auch mit schlafen zu nutzen, denkt mein Körper sich: Oh lass doch erst mal noch mitten in der Nacht aufs Klo gehen und dann kannst du noch so drei bis vier Stunden schlafen. Das ist dann natürlich nicht optimal und macht mich müde. Aber immerhin mache ich im Moment auch konsequent keinen Mittagsschlaf. Ich hoffe das gibt sich mit der Zeit.

Die zweite Baustelle, welche eher von innen kommt, ist ganz klar mein Essverhalten. Ich habe schon immer zum Frustessen geneigt und das hat sich während der Krisen nicht gebessert sondern ist eher in die andere Richtung gegangen. Das zusammen mit einem Hormon Problem und der Einnahme von Anti Depressiva ist nicht gerade förderlich für den Körper. So ist die erste Baustelle, welche mit meinem Körper zu tun hat mein Essverhalten. Die Mengen und die Dinge waren einfach übermäßig und ungesund. Das ändere ich im Moment. Ich bereite mein Essen selber vor, achte darauf was ich esse und wann ich esse. Kaum Süßigkeiten, wenn dann auch mal selbst gemacht. Abends weniger Kohlenydrate, insgesamt mehr Gemüse und dann vollwertige Sachen wie Vollkornreis oder Brot. Und das zeigt auch seinen Erfolg, habe im ersten Monat des Jahres 6 Kilo verloren – schwuups weg 🙂

Äußerlich 

Der Punkt äußerlich ist wirklich sehr oberflächlich. Aber meine Haut ist einer meiner Baustellen. Sie neigt zu Pickeln und Unreinheiten. Die ich nur durch Pflege in den Griff bekommen kann. Da bin ich aber ehrlich nicht so hinterher wie ich gerne wäre. Nun arbeite ich aber daran und wasche mir immerhin jeden Morgen das Gesicht. Morgens und Abends klappt noch nicht so ganz. Aber auch das zeigt schon seine Wirkung. Meine Haut wird besser, was aber auch mitunter an der besseren Ernährung liegt.
Als nächstes wären da meine Haare. Durch die Curly Girl Methode sehen sie schon besser aus, aber immer noch nicht so wie ich sie haben will. Das geht nur über mehr Pflege und die richtigen Stylingprodukte. Das wiederum erfordert noch Geduld und ich muss experimentieren. Aber ich bleibe dran.
Eine andere Sache die ich hier zuschreiben möchte ist, dass ich seit Anfang des Jahres drei mal die Woche ins Fitnessstudio gehe und dort trainiere. Ich fühle mich dadurch besser und merke schon erste kleine Veränderungen und kann auch schon Gewichte erhöhen und bin wirklich stolz auf mich 🙂

Wenn der Weg von diesem Jahr so bleibt, dann wird 2018 ein wirklich gutes Jahr. Bis jetzt sehe ich da kein Problem und auch weil ich viel über mich gelernt habe, weiß ich einfach das es dieses Jahr anders wird als alle anderen Jahre zuvor. Sich selber gut zu kennen ist der Schlüssel um sich selber auch motivieren zu können, gerade was dann Sport und Essen angeht.

Okay der Post wurde jetzt doch etwas länger als ich gedacht habe. Deswegen mache ich jetzt Schluss bevor die 1000 Wörter geknackt werden – an dieser Stelle : Gute Nacht 😀

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Der Nachhall meiner Offenheit

Nicht nur wegen dem Blog, aber auch deswegen wissen alle Menschen mit den ich auch eine freundschaftliche Ebene pflege von meiner Erkrankung. Das sind in der Summe doch einige Menschen, denen ich es aber immer wieder sagen würde. Ein Verstecken ist nach wie vor keine Option für mich. Auf meiner Arbeit hat es etwas länger gedauert, aber viele Kollegen kennen auch diesen Blog. Eigentlich was es sogar richtig witzig, als ich der einzigen Kollegin die es nicht wusste (weil sie nach meiner Wiedereingliederung zu uns kam) das ganze erklärt habe. Immerhin fehlen mir ein Jahr an Arbeitszeit und Kraft.

Ich bereue das in keinster Weiße. Ich würde den Weg der Offenheit immer wieder wählen, auch wenn ich mittlerweile die „Schattenseiten“ davon kennen lerne. Nun ja was heißt Schattenseite… aber man merkt manchmal einfach das die Menschen um mich herum Bescheid wissen, was in Gesprächen dann mal raus kommt.
So habe ich in der vorletzten Woche einmal richtig verschlafen habe, ich glaube es waren 1 1/2 Stunden. Und weil mein Handy nachts lautlos ist und die Arbeit keine Festnetz Nummer hat (auch die eine Freundin hatte sie nicht), war ich nicht erreichbar. Als ich dann in der Arbeit ankam meinte meine Freundin dann auch zu mir, dass sie sich vor einem Jahr wirklich sorgen um mich gemacht hätte. Heute aber scheine ich ihr stabil genug zu sein um keine blöden Sachen zu machen und um wirklich einfach verschlafen zu können. Ich finde es wirklich sehr süß, dass sie sich Sorgen gemacht hätte oder hat vor einem Jahr.
Aber ich muss sagen, dass gerade ich selber so weit weg von Suizidgedanken bin, dass ich die Idee schon sehr befremdlich finde. Dann muss ich mich tatsächlich auch mal erinnern, dass wirklich nicht viel gefehlt hätte und ich hätte mir das Leben genommen. Aber im Moment bin ich so weit davon gedanklich und emotional entfernt, dass mich die Idee, die Vorstellung tatsächlich amüsiert.

Das ist nur ein aktuelles Beispiel von einigen Situationen, welche mir bewusst machen das viele Menschen darüber Bescheid wissen wie es mal um stand.
Auch meine beste Freundin und ich hatten vor ein paar Tagen auch eine solche Situation. Ich schrieb ihr von Problem im Umgang mit einer anderen Person, wo ich früher immer große Schwierigkeiten mit hatte. Ich berichtet ihr von meinen Plänen was das angeht, also wie ich damit umgehen möchte und ließ mich von ihr quasi bewerten. Sie meinte ich habe große Vorschritte gemacht und sollte ich auf Grund dieser Situation wieder einen Rückfall bekommen, dann würde sie mir Bescheid sagen. Die Chancen dafür sehen wir beide zwar als gering an, aber so habe ich jetzt auch ein „wachsames Auge“ auf mir. Das hilft mir manchmal sehr, auch wenn meine Fähigkeit zur Selbstreflektion nicht von schlechten Eltern.

Diesen Post möchte ich auch einfach noch einmal klar stellen: Offenheit sorgt zwar für den ein oder anderen „seltsamen“ oder behüteten  Moment, allerdings finde ich es nach wie vor gut offen damit umzugehen.
Psychische Erkrankungen werden so auch schon viel zu oft mit einem Tabu belegt. Wenn dann auch noch die Betroffen selber das schweigen anfangen…. wer soll denn dann darüber sprechen?
Ich meine klar es ist schwer und in meinen Krisen hätte ich nie so offen schreiben können… wobei schreiben schon. Aber ich hätte nicht so offen mit Menschen reden können. Selbst mit Menschen die mir nicht super nah stehen kann ich mittlerweile darüber reden und ihnen grob erklären worum es ging und was die Auswirkungen und Symptome sind.
Deshalb: Redet darüber, schreibt darüber oder singt darüber wie es euch geht. Auch anonym. Hauptsache es wird darüber geredet und nicht tot geschwiegen.

Jahresanfang

In meinem letzten Blogeintrag ( Jahresende ) ging es darum was ich dieses Jahr alles geschafft und erreicht habe. Es waren große und kleine Sachen dabei, aber ich bin nach wie vor sehr zu frieden damit.
Nun ist mir schon während des Schreibens des letzten Eintrages aufgefallen, dass ich gerne meine Wünsche, Träume und Ziele für das neue Jahr mit euch teilen möchte. Das hat nicht nur den Grund eines neuen Eintrages auf diesem Blog, sondern dient besonders mir. So lässt sich das eigene Leben viel besser und einfacher reflektieren. Und Reflexion ist so wichtig geworden in meinem Leben, da es mir einfach hilft mich und meine Handeln zu erkennen und weiterzuentwickeln.

An oberste Stelle wird im nächsten Jahr, wie eigentlich auch in diesem Jahr die Gesundheit stehen. Ich möchte zuerst einmal stabil bleiben. Das mag ich gerne noch mal betonen, auch wenn ich im Moment keinen Grund sehe es nicht zu bleiben. Dazu wie und womit ich stabil bleibe habe ich bereits geschrieben ( Wichtige Dinge ).
Aber zur Gesundheit gehören noch mehr Dinge, nun ja für mich eigentlich nur zwei Sachen im nächsten Jahr und das sind Sport und gesunde Ernährung. Beides in Stufen und nicht auf einmal (das klappt ja dann eh nicht). Im Fitnessstudio bin ich ja nun schon länger angemeldet. Das greife ich wieder auf und dazu habe ich mir einen festen Tag ausgesucht, denn ich alleine oder im Team durchziehe (wie es dann halt gerade passt, aber ich darf keine Scheu davor haben alleine zu gehen). Was das Essen angeht, möchte ich erst einmal von den Süßigkeiten weg und verzichte den ganzen Januar auf Süßigkeiten. Dann steht das selber kochen auf dem Plan. Erst einmal, dann zwei mal in der Woche, bis ich dann jeden Tag frisch koche und das am besten auch noch gesund.

Außerdem möchte ich mich weiter mit der ganzheitlichen Gesundheit beschäftigen. Damit was alles und wie alles Einfluss auf Körper und Seele nimmt und womit man sich selber helfen kann.
Dazu zählt für mich auch, dass ich mich mit den Körperfunktionen beschäftige. Wie man sich selber gesund halten und auch machen kann. Was Kräuter und Öle für den Körper und die Seele tun können. Klingt sehr Öko… ist es vermutlich auch. Aber es ist wirklich spannend sich mit Aromatherapie, verschiedenen Kräutern und dem eigenen Körper zu beschäftigen. Was und ob ich davon etwas umsetzte, das steht auf einer anderen Karte.

Ein paar Dinge stehen im nächsten Jahr auf meiner Liste, welche zum Projekt „Fräulein Öko“ gehören.
Dazu gehören ein paar mehr Sachen im Allgemeinen, aber die Dinge die ich nun aufzähle sind für das Jahr 2018 bestimmt. Ich habe sie ausgesucht bzw sie haben mich ausgesucht und ich habe wie bei allen Dinge in diesem Beitrag das Gefühl das es klappen wird.
Für das kommende Jahr habe ich mir vorgenommen darauf zu achten, weniger Müll zu produzieren und möchte, da es ein großes Feld ist, bei meinen Badezimmer Dingen anfangen. Natürlich brauche ich erst mal noch alles auf was ich so da habe, aber das wird kein Jahr halten. Mein Gesichtsreiniger ist leer und ich habe mir jetzt zwei Kojda Schwämme gekauft, welche diesen Job in Zukunft übernehmen sollen. Ich habe meine erst mal aus dem DM, da dies eine Nahe Bezugsquelle für mich ist. Leider sind die da aber in Plastik eingewickelt. Da müsste man jetzt mal abwägen was „schlimmer“ ist. Per Post transportieren oder in Plastik verpacken.
Ebenfalls in die Kategorie fällt das ich Dinge die ich neu benötige nun Second Hand zu kaufen. Das geht offline aber auch online. Einfach Dinge gebraucht kaufen, wann immer es geht. Gerade heutzutage durch das Internet und Seiten wie Ebay oder Kleiderkreisel einfacher als je zuvor. Kleidung ist mit meiner Größer zwar etwas schwieriger, aber nicht unmöglich.  Dafür muss ich aber auch daran arbeiten, dass ich oft dazu neige Dinge aus einem Impuls heraus zu kaufen. Ohne wirklich darüber nachzudenken. Aber ich habe in den letzten Jahren so viele Dinge angesammelt und dieses Jahr so viel Dinge davon entsorgt, dass es wichtig für mich ist Dinge zu kaufen welche ich brauche bzw benötige.

Trotz der Dinge die ich aufgezählt habe und die mich zu großen , besondern innerlichen, Veränderungen führen sollen im nächsten Jahr, möchte ich natürlich dazu noch etwas erleben und dafür habe ich schon ein paar Dinge geplant.
Ich möchte vereisen und London und New York stehen dabei ganz oben auf der Liste. Mit Freunden und meiner Schwester. Ungefähre Daten stehen schon, Urlaub ist eingereicht – die ersten Schritte sind gemacht. Das erste richtige Festival steht auch an, aber da schwanken wir noch zwischen zweien. Die Entscheidung muss aber bald fallen.
Eines meiner größten Ziel ist allerdings, dass ich wieder zu hause ausziehen möchte um wieder auf eigenen Beinen zu stehen. Einfach um das was ich bis jetzt gelernt habe auch im Leben alleine anwenden zu können und nicht nur in der „Schutzatmosphäre“ hier bei meinem Vater. Ganz simple und einfach. Ich schaue auch hin und wieder nach einer Wohnung.

Ich wünsche euch einen guten Start ins Jahr 2018 ! 🙂 ❤

 

Jahresende

Es ist kurz vor Weihnachten. Vor genau einem Jahr war ich zu dieser Zeit noch in der Klinik.  Ein Jahr kann eine lange Zeit sein und ich möchte nun einfach berichten was sich in dieser Zeit alles getan hat.

Emotional
Ich habe viele Erkenntnisse gewonnen, welche mir im Umgang mit der Depression und mit meinem Leben weiter helfen.
1. Ich habe erkannt, dass es nicht „den einen“ Schuldigen gibt. Niemand alleine ist schuld daran gewesen wie es mir ging. Es waren immer viele kleine Sachen.
2. Da ich mich selber vernachlässigt hatte, ging ich unter den vielen kleinen Sachen dann irgendwann einfach unter. Wie als würde nach vielen kleinen Wellen, eine große Welle kommen und einem die körperliche Kraft dann fehlen dieser Welle die Stirn zu bieten.
3. Ich bin der wichtigste Menschen in meinem Leben – alle anderen kommen nach mir. Und nein das ist nicht egoistisch, das ist Selbstschutz. Nur so kann man dann auch die hohen Wellen überstehen.
4. Jeder hat schlechte Tage, die definieren dann aber nicht dein Leben. Außer sie häufen sich, aber das ist meistens nicht der Fall. Mit kleinen Aufmunterungen übersteht man die meistens.
5. Ich habe gelernt, dass ich keinem Menschen die Verantwortung für mich übergeben darf. Ich bin der Mensch der sich um mich kümmern muss. Anderen Menschen zu sagen: Wenn du merkst das es mir schlechter geht, dann mach was! Setzt den anderen unter Druck. Ich bin die jenige die merken muss was mir gut und was mir nicht gut tut und muss dann auch dementsprechend handeln.

Sozial
1. Freunde treffen ist wichtig, ich bin gerne mit meinen Freunden zusammen und ich kann nicht nur in der Wohnung sitzen. Aber ich habe da auch meine Grenzen kennengelernt. Jeden Tag in der Woche arbeiten und jeden Abend etwas machen klappt bei mir nicht. Das kostet mich zu viel Kraft und ich habe zu wenig Zeit für mich selber.
2. Die Arbeit: Dort habe ich gelernt Problem anzusprechen, mich für mich selber stark zu machen und an mich zu glauben. Allerdings muss ich drauf achten, dass ich mich nicht zu sehr mit Aufgaben überlade, denn die Zeit ist begrenzt und man möchte ja auch noch am Kind arbeiten. Einfach mal sagen, wenn es zu viel wird und andere mit einspannen.
3. Familie ist mir auch sehr wichtig, aber ich darf mich davon nicht selber unter Druck setzen manche Menschen dann und dann sehen zu müssen. Es ist okay, wenn man mal nichts macht (zb am seinem Geburtstag).

Gedankenwelt
Auf meine Gedanken muss ich von Zeit zu Zeit immer mal wieder achten und mich selber ermahnen und zurechtweißen aber auch loben, wenn es gut läuft. Oftmals fangen meine Gedanken an mich zu behindern und ich habe das früher zu gelassen. Heute wiederspreche ich meinen Gedanken, denn sie schaden mir. Zum Beispiel, wenn ich noch länger auf bleiben will.  Meine Gedanken sagen dann, es ist okay muss ja auch mal sein. Aber ich weiß ganz genau das dann der nächste Tag für den Eimer sein wird. Ich brauche meinen Schlaf und muss mich dann einfach selber ermahnen. Denn gerade zu wenig Schlaf ist einer meiner Auslöser für die negative Spirale.

Was ich so geschafft habe dieses Jahr: 
Für mich ist es wichtig, jetzt gegen Ende das Jahr noch einmal zu betrachten und zu sehen was ich geschafft habe.
Das größte ist natürlich der Brocken mit dem Titel „Arbeit“. Ich arbeite seit dem 1.8. wieder ohne eine Wiedereingliederung, also wieder richtig. Ich arbeite jede Woche 30 Stunden. Gut ich gebe zu, die letzten zwei Monate hatte ich mehr Urlaub als alles andere, aber dennoch! Gerade zu beginn der dunkeln Jahreszeit hatte ich Angst das mir alles über den Kopf wächst, aber ich habe mich besser kennengelernt und konnte mir selber gut helfen. Gerade auch die Anschaffung bzw die Schenkung der Tageslichtlampe hilft mir wirklich sehr (dazu kommt bald ein extra Eintrag).
Ich arbeite die ganze Zeit in einer Gruppe und habe das auch, als es etwas auf der Kippe stand, für mich kommunizieren können und dadurch konnte es dann so bleiben. Das war für mich persönlich und auch beruflich eine große Erleichterung wieder komplett in meinem Beruf angekommen zu sein. Ich fühle mich wohl wo ich jetzt bin und fühle mich neuen Herausforderungen und Anforderungen gewachsen.

Die Erkenntnisse, welche ich oben aufzähle, würden hier auch noch einmal hingehören. Aber ich habe sie mit Absicht vorangestellt, das es für mich einer der größten Sprünge war. Die Arbeit mit meinem eigenen Ich hat dieses Jahr viel Platz und Raum eingenommen, aber mich nun zu einem Ich gebracht das mehr in sich ruht und sich selber kennt.

Ich habe es geschafft meine eigne Wohnung aufzugeben. Habe alles gekündigt dafür und habe alle Schulden bzw alle Mahnkosten die in der Krise aufkamen bezahlt. Nun lege ich wieder Geld zu Seite, denn irgendwann möchte ich ein neues Auto, ein eigene Wohnung und sicher noch die ein oder andere Reise haben und machen. Meine Finanzen sind wieder unter meiner Kontrolle. Für das meiste gibt es Daueraufträge oder Sepa Verfahren.
Und da ich eine Chaos Queen bin und mich lange an nichts halten konnte, was ich selber mit mir vereinbart hatte kommt nun folgendes: Ich räume regelmäßig auf. Mein Zimmer wird einmal in der Woche gemacht, Klo und  Böden reinige ich einmal die Woche. Papa übernimmt den Rest, aber ich meine wofür wohnt man sonst auch zusammen? 😀 Ich habe viel aussortiert und mich von einigen Sachen getrennt. In meinem Zimmer ist zwar immer noch viel, aber alles davon hat irgendwie seinen Platz und seinen Sinn und Zweck. Im Keller meiner Schwester, wo meine restlichen Sachen sind, habe ich alles aufgeräumt, sauber gemacht und sortiert, so das ich weiß was ich habe und was ich nicht habe.

Ich bin stolz auf mich und auf das was ich dieses Jahr geleistet habe, denn vor einem Jahr war es noch unglaublich das ich heute überhaupt noch lebe. Also für mich auf jeden Fall. Da diese Gedanken aber im Moment keine Rolle spielen, kommt im nächsten Eintrag das was ich im nächsten Jahr erreichen und schaffen will 🙂

Meine größte Angst

Vorab schicke ich eine Triggerwarnung! Hier wird es um SVV und Suizidgedanken gehen.  Wer nicht weiter lesen kann: Keine Sorge mir geht es zur Zeit gut! 🙂











Seit ich 15 oder 16 Jahre alt bin, kommen immer wieder Gedanken zur SVV (selbstverletztendem Verhalten) und auch Suizidgedanken auf.
Früher schämte ich mich dafür und wusste dies auch überhaupt nicht einzuordnen. Es war so falsch, in so vielen Wegen. Niemand wollte wirklich sterben, alle leben doch gerne und sind fröhlich dabei – oder etwa nicht?
Ich traute mich nicht mit jemanden, nicht einmal mit dem Internet, über meine Probleme zu sprechen.  Allerdings muss ich auch sagen, dass nur die SVV Gedanken in dieser Zeit bedrohlich waren und es für der „leichte“ Weg war diesen Gedanken dann Taten folgen zu lassen. Ich ging also auf eine sehr schädliche Art und Weise mit diesen Gedanken um.
Währenddessen blieben die Suizidgedanken lange Zeit eher kleinlaut und riefen mir kaum etwas zu. Eigentlich merkte und merke ich auch heute oft nur kleine „Vorläufer“ dieser Gedanken. Zum Beispiel wenn es um das Thema Krebs geht und Menschen im Fernsehen oder so ihrer Geschichten erzählen. Irgendwann sagen sie das immer das das Kämpfen sich lohnt und sie dankbar sind das sie das überhaupt können. Sie wollen wieder gesund werden und haben falls sie jemals den Kopf in den Sand gesteckt haben, darüber aber nie ein Wort verloren. Bei mir und meinen Gedanken läuft das ganze dann etwas anders ab. Ich frage mich dann: Wofür kämpfen? Endloser Schlaf (meine Vorstellung des Todes) klingt doch gar nicht schlecht! Ach und guck mal… wie sehr denen alles weh tut – ne ne danke da machen wir nicht mit! Wozu auch? Irgendwann muss ich eh sterben – kann dann ja auch früher sein.
Für mich ist das definitiv kein normaler Gedankengang, wenn aber auch noch weit weg von wirklichen Gedanken darüber sich das Leben zu nehmen. Aber es ist ein erster Schritt in dieser Richtung. Und diese Gedankenmuster habe ich seit ich 15 oder 16 Jahre alt bin. Es ist wirklich schwer daran etwas zu ändern. Aber mittlerweile kann ich diese Gedanken eben erkennen und wiederspreche ihnen ganz frech. Dann denke ich an meine Freunde und meine Familie, die ich nicht verlassen will und die nicht wollen das ich sie verlasse. Klar ist krank sein keine schöne Sachen, aber deswegen kann man doch nicht gleich und vor allem komplett den Kopf in den Sand stecken!

Diese Gedanken konnte ich auch lange selber im Zaum halten ohne das etwas passieren musste. Von meinem 20, Lebensjahr bis zu meinem 24. Lebensjahr hatte ich keine Suizidgedanken und kaum Gedanken darüber mich selber zu verletzten.
Dann kam meine erste Krise, welche ich noch ganz gut ohne diese gravierenden Gedanken überstanden habe. Als die ganze Scheiße dann das zweite mal los ging…. ließ ich direkt den Kopf hängen und wollte nicht mehr. Hätte ich die Kraft, die reine körperliche Kraft, gehabt dann hätte ich mein Leben beendet. Nicht besonders schlau, aber schnell gegen die inneren Schmerzen. Diese waren zu dem Zeitpunkt nämlich unerträglich und ich verschaffte mir Linderung indem ich mir die Haut aufschnitt. Das war ein harter Schlag, denn das hatte ich seit ziemlich genau 5 Jahren nicht gemacht. Darauf war und bin ich auch stolz – das war eine sehr lange Zeit mit Höhen und Tiefen und ich schaffte es angemessen damit umzugehen. Aber letztes Jahr ging es an diesem Punkt nicht weiter und ich kam dann in die Psychiatrie als Notfallpatientin.

Über die Zeit nach der Klink habe ich ja schon geschrieben und auch das es mir heute viel besser geht. Und auch heute mit diesem schwierigen Thema, geht es mir gut. Ich kann darüber schreiben und auch sprechen.
Allerdings soll es da ja nicht hauptsächlich drüber gehen. Meine größte Angst, welche sich nicht um anderen Menschen sondern um mich dreht, habe ich dieses Jahr kennengelernt. Am 20.Juli nahm sich Chester Bennington das Leben. Großer Musiker, ich mag ihn sehr und seine Musik, Fan der Band etc pp. Dieser Mann schien augenscheinlich alles zu haben, was man zum Leben braucht. Er war verheiratet, hatte 8 Kinder, verdiente gutes Geld mit seiner Leidenschaft. Und dennoch nahm er sich das Leben. Das traf mich sehr. Erst nach dem der erste Schock verdaut war, begriff ein paar Tage später folgendes: Er hat sich umgebracht weil er diesen innerlichen Schmerz endlich entkommen wollte. Er trug ihn jahrelang mit sich herum – mal mehr mal weniger stark ausgeprägt, aber er war immer da. Hätte er diesem Schmerz mit seiner Familie und seinen Freunden entkommen wäre er sicher diesen Weg gegangen, aber den hat er jahrelang probiert zu gehen (Therapien). Doch sein Faß war voll als sein beste Freund sich das Leben nahm.
Und genau davor habe ich Angst: Das mein Faß eines Tages so voll ist, dass ich mein eigenes Leben beende. Das mein Leben einen letzten großen Schlag bekommt, denn ich nicht überwinde und mir dann mein Leben nehme. Das ist keine Ankündigung oder ein Plan, sondern meine ehrliche Befürchtung, dass diese Gedanken dann die überhand über mich gewinnen und es dann zu Ende führen. Ich stelle mir das ein bisschen vor, wie beim Elfmeter schießen. Versuchst du es oft genug, hast du irgendwann Erfolg und triffst. Meine Angst ist eben das es sich mit meinen Suizidgedanken genauso verhält. Und das ich es das eine Mal dann nicht schaffe mir rechtzeitig Hilfe zu suchen.

Gegen diese Angst hilft nicht viel. Ein bisschen verdrängen, ein bisschen darauf hoffen das mein soziales Umfeld das dann rechtzeitig bemerkt und ein Kampf mit mir selbst. Im Grund ist es wie mit jeder Angst, die man hat: Angst vor etwas kann einen lähmen und dabei das wichtige aus den Augen verlieren lassen, weshalb ich mich nicht von ihr beherrschen lassen will und werde!

Die wichtigsten Dinge die mir helfen stabil zu sein!

Seit ich in der Klinik war, also ziemlich genau seit einem Jahr, beschäftige ich mich recht intensiv mit mir selber. Ich reflektiere mich, mein Verhalten, meine Gefühle und meine Reaktionen auf die Außenwelt. Das ist, in diesem Umfang, neu für mich. Früher habe ich das auch mal getan – aber eher auf Verlangen während der Ausbildung zum Beispiel. So habe ich nun aber viel über mich selber gelernt, was vielleicht auf meinem gesamten Blog zu erkennen ist.
Ein zentraler Punkt dieses Reflexion war und ist immer noch der Punkt „stabil sein/ bleiben“. Stabil ist mein großes Ziel. Das was mir es möglich macht andere Ziele zu erreichen und zu mir selber zu finden. Oh Mensch das klingt echt schon wieder viel zu esoterisch, aber es ist leider so. Vielleicht ist es für den ein oder anderen einfach selbstverständlich so auf sich zu achten und zu hören – dann meinen Glückwunsch! Aber für mich war dies zu lange überhaupt nicht wichtig. Deswegen nimmt es nun etwas mehr Raum ein.
Um es kurz zu halten: Stabil sein ermöglicht es mir, mich selber kennenzulernen. Ohne Depression, mit vollem Bewusstsein für diesen Vorgang.

Aber nun zur Hauptfrage: Was hält mich denn nun stabil?
Eine Frage mit der ich mich selber nun auch schon etwas beschäftige. Anflüge von Tiefs hatte ich seit dem Absetzten der Medikamente oft genug. So konnte ich für mich, fast ein Jahr nach der Klinik, auch noch einmal testen was mir langfristig hilft und was nicht.

  • Schlaf
    wichtig für meine Stabilität ist es ausreichend zu schlafen. Zwischen 7- 9 Stunden brauche ich etwa. Mal geht weniger, aber das nicht sehr lange. Wenn ich wirklich eine lange Zeit zu wenig schlafe, dann bemerke ich das meine Stimmung sehr schnell sehr weit nach unten fällt. Ich mache kaum noch etwas, schlafe fast bei der Arbeit ein und schlafe auch am Tag. Ich schmeiße mich damit komplett selber aus meinem Rhytmus und aus dem was mir gut tut.  Sprich es ist sehr dumm sehr wenig zu schlafen (nicht nur für mich, aber in dem Falle besonders für mich).
  • Essen
    und das dann regelmäßig. Mittags und Abends reichen wir da schon. Wenn es es gesund ist umso besser. Aber einfach das ich zu diesen Zeiten etwas esse, hält meinen Körper auf Trap.
  • Ruhephasen 
    nach wie vor brauche ich einen Tag in der Woche der überwiegend für mich ist. Vor einiger Zeit brauchte ich ihn noch komplett für mich, mittlerweile kann ich auch eine Kleinigkeit mit anderen oder für andere erledigen und den Tag dennoch als meine Ruhephase nutzen.
    Bei einer solchen Ruhephase ist es für mich wichtig, dass ich mich entspannen kann. Das geschieht in Form von: Baden, lesen, schreiben, Serien Marthon oder Beauty Einheiten. Meditieren tue ich an diesem Tag meistens nichts, das hebe ich mir für zwischendurch (auf der Arbeit in meiner Pause) auf. Eine Atemübung (mehrmals tief ein und aus atmen) kann ich sogar auf der Toilette bei der Arbeit erledigen (wenn es man besonders stressig war).
  • Bewegung
    Regelmäßige Bewegung tut immer gut, dass ist klar. An der frischen Luft sind sie natürlich noch besser. Und auch das hilft sehr gut gegen ein Tief. Allerdings lasse ich diese gute Gelegenheit gegen das Tief auch gerne mal verstreichen… dann hilft es mir nur noch ins Fitnessstudio zu fahren und mich richtig auszupowern! Bis ich aber so weit bin …. können Wochen vergehen und in dieser Zeit kann meine Laune nicht sehr gut sein – da leide ich, meine Arbeit, meine Familie und meine Freunde drunter (oder ich bilde es mir ein).
  • Freunde und Familie
    diesen Punkt findet ihr recht weit unten. Er hilft mir auch, aber eben nicht so gut wie die anderen Sachen, da ich introvertiert bin und somit kostet es mich Kraft mich mit anderen Menschen zu treffen und zu verabreden (nicht umsonst musste ich in meiner letzten Krise oft absagen). Aber wenn man die Menschen die man liebt und die einen lieben um sich hat, macht das Herz natürlich einen Hüpfer!

Beim schreiben dieser Liste hatte ich nun oft das Gefühl, dass dies ganz normale Sachen sind. Für mich sind sie das aber leider nicht gewesen – eine sehr lange Zeit. Und das wiederum macht sie besonders für mich.
Mir ist auch bewusst, dass nicht jeder schlechte Tag eine Krise oder ein Tief ist, aber geht es länger als drei Tage so, dann greife ich zu den genannten Mitteln. So schütze ich mich selber, vor mir.
Der Grad zwischen einem schlechten Tag und eine Krise ist weit auseinander.
Der Grad zwischen einer schlechten Woche und einer Krise ist dagegen nah beieinander.

Für Alice

Klingt blöd der Titel, aber dieser Post richtet sich an einen ganz besonderen Menschen und ist meiner Unfähigkeit geschuldet mit Menschen über Gefühle reden zu können – wozu ein Block doch nützlich ist.

Alice ist meine neueste Freundin. Ich kenne sie nun knapp 1 Jahr. Wir haben uns in der Klinik kennengelernt.
Ich weiß noch ich saß da mit meiner Schwester und dieses Mädel, ganz in schwarz mit schnellem Schritt, ist ein paar Mal an mir vorbei gelaufen. Sie lächelt uns jedes Mal an oder ich hatte zumindest dieses Gefühl. Sie war es auch die mir alles zeigte und erklärte, obwohl jemand anderes das Amt der Patin inne hatte zur Zeit meiner Ankunft. Irgendwie war mir dieser Mensch gleich sympathisch und wir verbrachten viel der freien Zeit zusammen. Sie verließ vor mir die Klink und ich war richtig traurig darüber, denn auch wenn das zu ihrer „Problematik“ gehört, mag ich die Art und Weise wie sie ist.
Sie ist ein Mensch der dir viel erzählt, von banal bis interessant bis sehr interessant. Sie lässt dich zu Wort kommen und man kann tiefe Gespräche mit ihr führen. Leider denkt sie dabei oft, dass sie zu viel redet. Das macht mich traurig, denn ich mag diesen Menschen einfach wie er ist. Aber durch ihrer Vergangenheit hinterfragt sie sich selber ständig und das tut mir weh. Sie ist so ein wundervoller Mensch und durfte dieser nicht immer sein, wurde dafür angefeindet und gehasst. Dabei ist sie einer der liebsten, offen und witzigsten Menschen, die ich kenne. Am Samstag haben wir dann auch gemerkt, sie hat total viel mit meiner besten Freundin gemeinsam (außer der Hund / Katzen Punkt :D)

Nun geht meine liebe Freundin wieder in die Klinik. Sie geht in die schwerste Therapie, die es gibt. Traumatherapie.  Alle Traumata werden nach und nach aufgebrochen und durchgearbeit und hoffentlich auch verarbeitet.
Ich weiß sie ist ein wirklich starker Mensch, der viel erlebt und auch schon überlebt hat. Aber ich habe auch gesehen wie es der Patientin mit der Traumatherapie ging, als wir beide zusammen in der Klinik waren.
Ich habe Angst um dich, Alice. Angst das es zu viel wird. Aber ich hoffe und wünsche mir von ganzem Herzen das die Therapie die richtig helfen wird! Du zwar wieder fällst, aber daraus so viel stärker hervor gehst und mit deinen Traumata leben kannst – du hast es so sehr verdient! ❤
Ich werde dich vermissen! Denn ich weiß du wirst nun viel Zeit für dich selber brauchen, aber falls du die ein oder andere Ablenkung brauchst, zögere nicht zu fragen! Ich komme dich auch besuchen – das schaffe ich :*

Schon was davon gehört? PCO Syndrom

Vorab: Ich habe bis vor ca 3 Jahren noch nie etwas von dieser Hormonströung gehört.

Das PCO Syndrom ist eine hormonelle Störung und bedeutet voll ausgeschrieben: polyzystsches Ovar- Syndrom und ganz kurz nennt man PCOS.
Es ist die am häufigsten vorkommende Hormonelle Störung bei Frauen im geschlechtsreifen Alter. Sie führt zu verschobenen Hormonenspiegeln im Blut, Zyklusstörung bis hin zum ausbleiben der Regel und Unfruchtbarkeit. Auch Stimmungsschwankungen, starke Körperbehaarung, Akne und Übergewicht sind oftmals Folgen dieser Störung.  Auf Grund dieser Folgen können auch folgende Folgerkrankungen direkt mit PCOS in Verbindung gebracht: Diabetes, Herzkreislauf Erkrankungen, Gerinnungsstörungen, Hashimoto, vermehrte Fehlgeburten, psychisch Erkrankungen. Man greift mit dieser Erkrankung also richtig schön in einen Haufen Scheiße!

Warum erzähle ich euch das nun?
Ganz einfach: Ich bin betroffen. Mit 90% Wahrscheinlichkeit habe ich diese hormonelle Störung, welche ihren Ursprung in einem fehlgebildeten Areal meines Gehirns hat. Ich muss in Zukunft, am besten so schnell ich kann, zum Endokrenologen – dem Arzt für Hormonen. Da muss ich hin um 1. meine Diagnose safe zu haben und 2. um die Therapie in die Wege zu leiten.
Allerdings muss ich gestehen: Ich habe es damit lange schleifen lassen. Zwar habe ich einen Termin Ende Januar gemacht und das schon vor Monaten, aber ich hätte mittlerweile die Chance es zu beschleunigen. Will ich das? Jein. Auf der einen Seite läuft etwas in meinem Körper ziemlich schief, ganz klar. Die Krankheit kann für mein Übergewicht, meine Körperbehaarung, meinen gestörten Zyklus und sogar meine Depression verantwortlich sein. Aber eben nur KANN. Ich kann da auch sitzen und wieder enttäuscht werden, denn genauso war es damals beim ersten Mal als ich die Sache mit meinem gestörten Zyklus habe checken lassen. Damals wurde mir Blut abgenommen und die Schilddrüse untersucht: Aber nein so einfach konnte es ja nicht sein. Dann kam meine Frauenärztin auf die Idee eine Ultraschalluntersuchung zu machen. Dabei hat sie dann die typischen kleinen schwarzen Löcher in meinen Eierstock gesehen, ein Zeichen für PCOS. Die kleinen schwarzen Löcher sind mehrer Eier die in dem Eierstock reifen und sich gegenseitig behindern weiter zu kommen -> Zyklusstörung. Ich möchte also eigentlich nicht dahin und mich total offenbaren gegenüber einem Arzt um dann zu hören, das es doch etwas anders.  Aber auch die Behandlung von PCOS spricht mich nicht so an, denn diese Erkrankung lässt sich mit Hormonen behandeln, welche ich nicht künstlich nehmen möchte. Liebe Mädels – keine Stimmungsschwankungen, kein Unlogisches „Frauen“ Denken, keine Krämpfe, keine Schmerzen, kein bluten – wenn wir ehrlich sind will das niemand haben. Und da ich eh keine Kinder will …. wozu dann das ganze? Klar die anderen Sachen können ruhig gehen – hätte ich nicht wirklich was gehen. Auf der anderen Seite … sind die Sachen die dazu kommen … nicht gerade geiler, als das was geht. Also nichts zu gewinnen, nichts zu verlieren.

Aber ja ich werde spätestens im Januar zu diesem Termin gehen. Dann lasse ich mich auch beraten – vielleicht gibt es auch andere Wege als Tabletten nehmen. Vermutlich nicht, aber fragen kostet ja nichts.
Vermutlich würde auch wieder das übliche helfen, die Krankheit im Griff zu haben: Gesund Essen, Sport machen, nicht trinken und nicht rauchen. Sicher würde es einen positiven Effekt haben. Okay ich merke: Ich gerate in Spekulationen.
Sicheres kann ich nur vom Arzt hören … auf den ich trotzdem keine Lust habe. Ich mag Ärzte einfach nicht und ich will eben nicht die oben beschriebene Situation erleben. Aber man sollte sowas schon abklären lassen oder?

Eine Zukunft ohne Kinder

Ich habe hier ja schon einmal erwähnt, dass ich keine Kinder möchte.
Das Thema in meinem Umfeld aber gerade sehr aktuell ist. Letztens hatte ich ein Gespräch darüber und dann wurde ich gefragt wie ich mir meine Zukunft vorstelle. Viele Menschen denken da ja an Ehemann, Haus und Kinder. Das alte Familienbild herrscht oftmals vor.
Genauso denken viele Menschen, dass (gerade) Frauen ohne Kinder einsam alt werden. Immer etwas vermissen und unglücklich sind weil sie keine Kinder bekommen haben. Das mag auch auf ein paar zutreffen, aber ich für meinen Teil denke folgendes: Früher entschied man sich nicht wirklich gegen Kinder – man bekam welche weil es nun mal so war. Wer keine bekommen hat, konnte nicht weil unfruchtbar oder einfach keinen Mann da war. Heutzutage entscheiden sich Menschen immer öfter dafür bewusst keine Kinder zu bekommen.
Zu diesen Menschen gehöre ich und möchte nun über meine Erwartungen und Vorstellungen der Zukunft gegenüber mitteilen.

Ich bin nun Mitte 20. Für einige Menschen um mich herum, war das schon die Zeit (zum Teil auch längst) Kinder zu bekommen. Für einige Menschen um mich herum, ist das noch lange kein Grund Kinder zu bekommen.
Ich denke mal das die nächsten 10 Jahre in meinem Umfeld noch genauso so aussehen werden wie jetzt auch. Was für mich und meine Vorstellung und Erwartung von den nächsten 10 Jahren folgendes bewirkt: Ich werde arbeiten, meinen eigenen Haushalt machen, mich mit meinen Freunden treffen wann immer die Zeit es zulässt. Hin und wieder einen Urlaub mit Familie oder Freunden. Mit den Kindern die dann schon da sind, auch mal auf den Spielplatz gehen, ins Kino oder schwimmen – ich werde ne mega coole Freundin der Kinder! Außer sie nennen mich Tante …. dann fühle ich mich alt und schlag die kleinen 😀
Eines ist mir aber heute schon bewusst. Je älter ich werde desto schwieriger wird das ganze werden. Meine Freunde werden eigene Familien gründen, heiraten und Kinder kriegen. Klar kann ich dann trotzdem noch mit ihnen rumhängen und das werde ich auch definitiv, aber zeitlich wird 5 Tage die Woche dann nicht mehr klappen! Darauf stelle ich mich ein. Das ist kein Problem, denn wie auch jetzt schon brauche ich immer auch Zeit für mich – nur für mich. Und ganz ehrlich, ich erwarte sogar das ich davon mehr brauche, je älter ich werde 😀 Nicht so krass, dass ich plötzlich 5 Tage die Woche nur mit mir chille, aber es wird mehr werden. Im Moment wohne ich zuhause und mache einmal die Woche das Badezimmer und mein Zimmer sauber, wohne ich alleine muss ich alles wieder selber machen und dafür brauche ich auch Zeit. So wie ich mich kenne, etwa 1 Tage in der Woche. Dann kommt dazu, dass ich in Zukunft wieder Vollzeit arbeiten möchte , sobald sich die Möglichkeit dazu ergibt. Fast täglich bis 16.30 Uhr zu arbeiten, reicht an manchen Tagen dann einfach auch aus. Kurz um: Man muss für sich selber sorgen, arbeiten, Freunde und Familie treffen.
Jetzt bin ich ganz ehrlich: Mir persönlich, ein halbes Jahr nach der Krise, reicht das vollkommen an Verantwortung für mich. Ich weiß wirklich nicht, woher andere (gerade) Frauen die Kraft dafür hernehmen. Ich weiß, ich würde über kurz oder lang daran scheitern und es würde mich wieder in eine Krise bringen, da ich mich selber vernachlässigen würde. Ich stehe für mich selbst an oberste Stelle und das ist nicht selbstsüchtig, sondern gesund. Gerade wir Frauen neigen dazu uns um alles andere als wir selber zu kümmern.

Ich sehe mich selber in der Zukunft nicht als verrückte Katzen/Hunde/Haustier Dame einsam und verlassen in einer Wohnung sitzen. Ganz im Gegenteil. Ich sehe mich als starke Person, mitten im Leben, ihren Träumen nachgehend und mich mit Menschen umgebend die mich und die ich liebe. Ich werde mich weiterhin beruflich und privat um Kinder kümmern, nur nicht um meine eigenen.
Und wisst ihr was eines der besten Dinge ist? Nicht jeder in meiner Umgebung möchte Kinder haben. Zwei Freundinnen und meine Schwester wollen keine Kinder haben, somit habe ich dann auch eine Anlaufsstelle für Tage an den ich mir vielleicht doch Kinder wünsche – wer weiß was meine biologische Uhr in Zukunft mit mir anstellt? Hormone sind ein krasser Scheiß!

Wie steht ihr zu dem Thema Kinder? Wollt ihr welche?

Projekt: Fräulein Öko – Ein Vergleich

Nach langer Zeit mal wieder ein Eintrag zu meinem Öko Projekt.

Meine Umwelt, die Natur, ist mir wichtig. Das schlägt bei mir immer wieder durch und das seit ich mit 13 – 14 Jahren damit in Kontakt gekommen bin. Meine damalige beste Freundin fing damit an, es war damals etwas was uns beide bewegte und so suchten wir einen Weg die Natur zu retten.
Es fing damit an, dass sie Vegetarierin wurde. Wir beide beschlossen niemals einen Führerschein zu machen. Bus und Bahn zusammen mit dem Fahrrad würden uns reichen. Bei mir hat sich das irgendwann etwas geändert und ich fand ein Auto und ein Führerschein praktischer als die Welt zu retten – zusammen mit meiner Faulheit kam dann dabei raus: Ich fuhr und fahre eigentlich nur noch Auto …..

Aber ich möchte hier jetzt nicht rumjammern was ich alles NICHT mache. Die Liste wäre deprimierend und viel zu lang. Ich möchte mit diesem Beitrag motivieren. Denn auch die kleinen Dinge, gerade im Alltag, tragen dazu bei wie wir unsere Erde gestalten, formen und eben leider auch oft ausbeuten.
Ich möchte nun mich und auch meine Familie über die letzten 10 Jahre vergleichen. Mein Vater und meine Schwester sind nicht ganz so die Ökos. Aber über das Thema Geld sparen, habe ich meinen Vater oft zu Änderungen bekommen. Die Gesetze zur Trennung von Müll und das überwachen seitens unserer Wohnungsgesellschaft bzw nun unsere Vermieter hat auch einiges gutes getan.

Eine der ersten Änderungen, die ich vorgenommen habe bei mir selber und die mir auch bewusst war, war folgende: Ich habe versucht auf Plastiktaschen zum Einkaufen zu verzichten. Nicht das wir als Familie nur mit Plastiktaschen einkaufen waren, nein das Gegenteil war der Fall: Meine Eltern hatten immer Körbe dabei. Mal die ein oder andere Plastiktasche als Ergänzung aber wir waren niemals nur mit Plastiktaschen einkaufen. Aber als ich anfing in die Stadt zu gehen und Sachen zu kaufen, fing es bei mir an. Überall habe ich die Plastiktüten mitgenommen. Das hat lange gedauert abzustellen, aber leider passiert mir heute auch noch das ich eine mitnehmen muss, weil ich meine eigene Tasche überschätzt habe. Irgendwann lerne ich dann auch aus diesem Fehler. Denn jedes Mal eine neue Stofftasche anstatt einer Plastiktasche zu kaufen ist auch keine Lösung. Stofftaschen rentieren sich erst nach ca 300 Benutzungen – vorher ist es ebenfalls eine Belastung für die Natur, denn die Herstellung geht sehr an die Ressouceren der Natur.

Das Thema Wasser sparen tat sich dann irgendwann bei mir auf, da ich mehrer Reportagen zu diesem Thema gesehen habe. Das führte dazu, dass ich mit meinem Vater eines Nachmittags den Baumarkt stürmte und nach neuen (wassersparenden) Dichtung für jeden Wasserhahn geschaut habe. Wir wurden auch fündig. Es war leider sehr teuer und mein Vater traute dem ganzen nicht so. Aber angeblich konnte man damit auch Geld sparen, denn weniger Wasserverbrauch bedeutet ja auch gleich weniger Ausgaben. Er ließ sich dann darauf ein und wir hatten diese Teile. Leider haben weder mein Vater noch ich darauf geachtet ob wir wirklich weniger Wasserkosten hatten. Das war ziemlich unklug von mir.

Vor etwa 8 Jahren dann, ich steckte mitten in einer kleinen christlichen Phase, fastet ich einmal in der Zeit von Aschermittwoch bis Ostern. Ich aß in der Zeit keine Süßigkeiten, kein Eis, keinen Kuchen, kein Fleisch und auch keinen Fisch.
Das tat mir damals sehr gut, ich fühlte mich besser und lernte ganz neue Lebensmittel kennen von denen ich vorher nicht wirklich etwas gehört oder gesehen hatte. Zu der Zeit merkte ich auch wie sehr meine Ernährung von Fleisch in allen Möglichen Formen geprägt war.
Nach dem Fasten beschäftigte ich mich dann mehr mit dem Thema Ernährung und auch mit dem Thema Vegetarismus und Veganismus. Ich informierte mich darüber und sammelte Gründe und es gibt eine Menge gute Gründe (dazu werde ich mal einen anderen Blogartikel schreiben). Also wurde ich zur Vegetarierin am 1.1.2010. Sollte ja auch episch sein – neues Jahr, neues Jahrzehnt 😀 Am meisten dabei hat mich halt auch überzeugt, wie gut es für die Umwelt ist und direkt danach freute ich mich über die vielen geretteten Seelen ❤

Das waren die großen „Baustellen“ meiner Jugend. Okay ja ich versuchte immer mal wieder meinen Vater davon zu überzeugen, dass wir kein Auto brauchen und alles mit Bus und Bahn geht. Ja geht auch, aber es ist bequemer und manchmal auch sicher selber zu fahren.
Ab meinem 20 Lebensjahr dann etwa ließ dieses „Öko“ sein etwas nach. Ich kann heute nicht mehr genau sagen warum. Aber für mich kamen plötzlich andere, vermeintlich wichtiger Dinge in den Vordergrund wie etwa Schminke, Kleidung und schlicht und ergreifend : Der Konsum! Ich konsuminiert in der Zeit viel. Ich gab (und gebe heute auch noch gerne) Geld aus und das war oft einfach drüber. Viele Dinge habe ich nie wirklich gebraucht. Einige Sachen sind nach meinem Umzug im Müll aber so gut wie nichts davon vermisse ich. Das war auch das beste an meinen beiden Umzügen: Ich realisierte wie oberflächlich ich konsumierte. Ich hatte und habe den Anspruch an vegane oder tierversuchsfreie Kosmetik (lieber vegan, aber damals war TV Frei auch okay)  und habe diesen Anspruch komplett über Bord geworfen. Das jetzt mal nur als Beispiel. Gerade während meines letzten Umzugs bzw danach habe ich über meinen Konsum nachgedacht. Eigentlich ist genau DAS gerade Thema bei mir. MEIN KONSUM.
Ich kaufe oft aus einem Impuls heraus. Das bin ich gerade dabei zu ändern. Was mir dabei hilft? Wunschlisten online! Dann sehe ich ob ich meine Impulse auch in zwei Wochen (oder länger) noch brauche!

Und somit wären wir auch schon bei der Zukunft bzw der Gegenwart. Womit ich mich jetzt beschäftige und was ich für die Zukunft möchte.
– Ich möchte so gut wie keinen Plastikmüll mehr produzieren.
– Ich möchte wieder mehr mein Fahrrad und meine Beine nutzen.
– Ich möchte vegane Kosmetika verwenden, Naturkosmetik.
– Alles was möglich ist aber lieber selber herstellen so wie zur Zeit mein Deo.
– Ich möchte mich mehr einsetzten, für die Umwelt, die Tiere und die Menschen.

Und ich weiß das ich das alles schaffen und machen kann! Und wisst ihr wieso? Weil diese Themen immer wieder bei mir auftauschen. Sie sind mir so wichtig, dass sie mich nicht verlassen bis ich ein für mich „ökologisches“ Leben führe.

Ach und auch wenn ich dazu schon einen ganzen Artikel geschrieben habe: MENSTASSE! Danke für ihrer Aufmerksamkeit 😀 😛

Wie steht ihr so zu dem Thema „ökologisch Leben“?
Was ist euch wichtig?
Was vielleicht überhaupt nicht?
Oder ist euch nichts von alledem wichtig?
Schreibt mir – ich bin neugierig!