Kindheitsgedanken oder doch Weltbild eines Kindes?

Kennt ihr das? Ihr macht irgendwas und plötzlich fällt euch etwas aus eurer Kindheit ein.

So ging es mir heute. Ich hab aus dem Fenster beobachtet die Wolken beobachtet und konnte sehen wie diese weiter gezogen sind. Dabei fiel mir ein was ich früher darüber gedacht habe. Oder besser gesagt: Ich war total überzeugt davon das es nur so sein konnte! Heute finde ich meine Vorstellung von der Welt echt süß und wollte sie mit euch teilen:

Also zuerst fiel mir ein, dass ich früher dachte, dass die Wolken sich nur deswegen bewegen können, weil ich die Welt mit jedem Schritt zu drehen bringe. Die Wolken haben sich also nicht bewegt sondern die Erde. Und natürlich hat diese sich nur bewegt wenn ich lange spazieren war und somit die Erde ganz viel in Bewegung gesetzt habe. Egozentrismus, ich bin der Mittelpunkt der Welt, lässt grüßen! 
Das habe ich dann zum Anlass genommen mal darüber nachzudenken, was ich früher so gedacht habe. Da ich es erstens süß fand und zweitens interessant was mir noch so einfallen würde und ob ich noch ein paar Paralen zu dem finden kann was ich in meiner Ausbildung zur Erzieherin gelernt habe.. Ergebnis: Ich hatte einen großen Hang zum magischen Denken, wie ihr gleich merken werdet 😀 
Im Kindergarten dachte ich, dass Tiere sprechen können. Also das sie untereinander wie Menschen miteinander reden können,sie aber zu schlau sind uns das wissen zu lassen. Ich habe gedacht, wenn ich lang genug mit ihnen rede würden sie mich schon ins Vertrauen ziehen und mich einweihen und ich würde ein richtig cooles Geheimnis kennen. 
Früher habe ich deswegen auch keinen Zusammenhang zwischen dem Fleisch auf meinem Teller und dem Tier draußen auf der Weide gesehen und es genüsslich in großen Mengen gegessen. 
Ich glaubte daran, dass meine Oma auf einer dieser richtig tollen flauschigen Wolken sitzt und auf mich und meine Familie aufpasst und das sie Gott dazu überredet niemanden den ich lieb habe zu sich zu holen (ihn also sterben zu lassen). Dieser Glauben endete schmerzlich mit neun Jahren. 
Neben den Tieren konnten meine Teddys und alle anderen Plüschtiere reden. Sie wollten aber nicht das ich das weiß und taten es deswegen nur, wenn ich nicht in der Nähe wahr. So verbrachte ich auch schon mal einen ganzen Nachmittag damit meine Teddys zu beobachten in der Hoffnung sie beim sprechen zu erwischen. Wie ihr euch vorstellen könnt ist daraus nichts geworden 😀 
Ein letzter Gedanke den ich als Kind hatte war: Wenn es regnet, dann würden die Engel weinen zu denen auch meine Oma gehörten. Und da war ich traurig und habe mich gefragt warum sie den so traurig ist, dass sie gleich weinen muss. Da meinte meine Mama einmal: Deine Oma ist traurig, weil keiner aus der Familie bei ihr ist. Als meine Mutter dann starb, habe ich irgendwann gesagt: Immerhin ist Oma jetzt nicht mehr ganz alleine. 

Ich glaube das waren die Gedanken die ich über die Jahre retten konnte. Bestimmt könnte meine Vater oder jemand anders noch mehr an dieser Stelle aufzählen. Aber somit ist jetzt Schluss 🙂 Bild

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