Wir ihr vielleicht – vielleicht aber auch nicht – bemerkt habt, habe ich eine Weile nicht gepostet.  Das lag zu Beginn daran, dass ich zu viel zu tun hatte, dann war ich im Urlaub, dann ohne Laptop und jetzt bin ich zurück!
Ich hatte meine Abschlussprüfungen vor mir. Und davon gleich vier hintereinander in einer Woche. Dafür wollte gelernt werden, also schob ich den Rest (meinen Blog, Freunde, Familie etc.) einfach  eine Weile zurück und ich muss sagen: Alle haben es (hoffe ich)  überlebt und alle hatten (hoffe ich auch) Verständnis dafür. Die Prüfungen liegen nur hinter mir – endlich! Im Prinzip waren die Prüfungen das worauf ich seit ich sechszehn bin hingearbeitet habe. Jetzt bin ich 21- verdammt lange Zeit.
Und was bringt mir das? Gefühlsmäßig:gar nichts. Beruflich: Nicht viel mehr, denn ich bin mit der Ausbildung erst nächstes Jahr, nach dem Anerkennungsjahr fertig. Und schon sind wir beim Knackpunkt: Das Anerkennungsjahr. Es gibt verschiedene Gründe warum ich mir im Moment lieber wünsche nur mein Fachabi gemacht zu haben oder schon fertig mit der Ausbildung (oder irgendeiner Ausbildung) zu sein.

1. Ich habe (noch) keine Stelle.
Das ist natürlich ein sehr schwerwiegender Punkt, denn ohne eine Stelle kann ich auch kein Anerkennungsjahr beginnen. Ich suche zwar und hab noch drei Stellen offen, aber nach all den Absagen glaube ich, verständlicherweise, nicht mehr daran.

2. Ich kann mir nicht vorstellen in diesem Beruf zu arbeiten.
Das ist auch ein gewaltiges Problem und ich kann nicht mal genau sagen seit wann ich so denke. Vor zwei Jahren war ich hoch motiviert und wollte diesen Job unbedingt lernen und mindestens 10 Jahre lang mit Kindern zusammenarbeiten. Mittlerweile denke ich: Was willst du in einer Einrichtung, wo 8 Stunden lang das Geschrei von Kindern auf dich einwirkt? Wo du ruhig bleiben sollst um jeden Preis? Wo du Streit schlichten und Kinder unterhalten sollst? Wo du dafür verantwortlich gemacht wirst, wenn ein Kind sich nicht normal benimmt, selbst wenn es die Fehler der Eltern in der Erziehung sind? Klingt nach einem echten Traumjob, nicht wahr? Eben…

3. Ich bin im Moment ziemlich dünnhäutig.
Kindergeschrei nervt mich. Meine Nerven liegen blank und Kinder sind da nicht das richtige für mich. Sie tuen mir nicht gut und ich ihnen nicht gut.

Allerdings bin ich der Meinung, dass es wichtig ist abgeschlossene und nicht nur angefangene Berufsausbildungen vorweisen zu können, egal in welchen Bereich man sie gemacht hat oder in ich welchen Bereich man dann arbeitet. Es zählt das man durchhalten kann und das versuche ich – auch wenn es schwer wird. Seit einiger Zeit spucken mir deswegen Dinge im Kopf herum, welche ich stattdessen machen könnte. Immerhin habe ich drei Jahre Zeit mit dem Anerkennungsjahr zu beginnen. Dazwischen ist also eine Menge Zeit die man mit „leben füllen“ könnte. Dazu meine Ideen:

1. Ein Freiwilliges Ökologisches Jahr
Soziales Jahr kam mir, ehrlich gesagt noch nie in den Sinn. Denn ich habe zwei Ausbildung in den Bereich (jedenfalls bald) und nur Praktika in diesem Bereich gemacht. Ich bin dem sozialen etwas überdrüssig geworden. Da mir aber irgendwer mal von einem ökologischem Jahr erzählt habe, habe ich gegoogelt und gemerkt: Das könnte echt was sein. Hab zwei Stellen gefunden mich beworben und leider schon eine Absage bekommen! Dabei gefiel es mir das sehr gut und ich hatte mir beim Vorstellungsgespräch echt Hoffnungen gemacht. Ich hoffe auf die zweite Stelle – Schulbauernhof. Kinder…

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(Quelle: http://www.badische-zeitung.de/freiburg/nicht-umsonst-und-draussen–27507261.html )

 

2. Ein Jahr ins Ausland.
Im Internet habe ich mich intensiv darüber infomiert und einen kleinen Fehler bemerkt: Ich weiß nicht in welches Land oder als was. Es gibt ja Au pair, aber das scheint mir weniger erstrebenswert und ja wegen der Kinderbetreuung. Allerdings gibt es ein spezielles Programm für Menschen die eine Ausbildung für die Arbeit mit Kindern haben und so kostet 1 Jahr USA nur 550 €. Das hätte ich auf der hohen Kante und würde es auch dafür ausgeben. Das geht aber nur in den USA und ich bin mir nicht sicher, dass ich in die USA will. Dann gibt es da noch Work ´n ´Travel. Das finde ich richtig gut, allerdings kostet es auch richtig Geld, weil man alles selber bezahlen muss. Jede Reise, jeder Flug, jedes Hotel. Einfach alles. Und zu beginn hast du ja noch kein Job. Mindestens der erste Monat müsste also selber finanziert werden – mit 550€ nicht machbar. Dann kann man noch studieren und in einer Familie arbeiten. So ähnlich wie ein Au Pair.  Aber ich will gar nicht studieren. Fällt also auch durch und geht auch nur in den USA. Man kann aber auch zur High School, aber dafür bin ich schon zu alt. Dann wäre da ja noch die Frage in welches Land. Zur Auswahl stehen: USA, Kanada, Italien, England, Indien, Thailand, Japan, Austrailen und Neuseeland. Also alles machbar und nicht unmöglich! xD

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(Quelle: http://www.yaez.de/uploads/news/id183/main-ausland-schild.jpg )

3. Arbeiten, arbeiten, arbeiten.
Einfach irgendeinen Job suchen, Erfahrungen sammeln und nebenbei Geld verdienen um mehr mit Freunden machen zu können oder auch alleine. Ein bisschen sparen und vielleicht mal alleine in den Urlaub fahren. Oder sparen für Work ´n ´Travel. Das kann man ja auch nach zwei Jahren noch machen. Wobei ich mich dann fragen würde, ob ich nicht meine Zeit verschwende, aber nein das geht nicht, wenn man Leben will! Geld regiert leider die Welt, auch wenn man das gar nicht möchte.

4. Ich verliebe mich und brenne durch nach Las Vegas und heirate da.
Und dann werde ich Hausfrau und chill mein Leben. Natürlich heirate ich reich und im besten Fall auch noch berühmt. Freiwillige vor?!

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Das schlimmst was passieren kann, ist natürlich das ich nichts bekomme und wieder ein Jahr zu Hause bleiben muss. Das wäre natürlich nicht so schön, auch wenn es mega erholsam ist. Aber das kann und will ich nicht. Ich will endlich mal eigenständig sein und etwas – wenn auch nur Geld – in meinem Leben erreichen. Diese ungewisse Zukunft macht mich ganz schön nervös, aber immerhin weiß ich das mein Papa immer hinter mir steht 🙂 Damit ist die Last auf meinen Schultern etwas gemildert.

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