Neues Jahr, neues Glück?

Wieder habe ich mich eine Zeit lang nicht gemeldet.
Dieses mal lag es daran, dass ich mich in der schlimmsten Krise befand, die ich je hatte.
Bereits im letzten Post habe ich ja über meine Depressionen und den aktuellen Stand berichtet.
Die Zeit danach war sehr düster und dunkel für mich. Zum einen hat mich zu meiner normalen Depression noch eine „Winterdepression“ auf Grund des Lichtmangels erwischt. Zum anderen  fiel ich in ein tiefes Loch, wegen dem Todestag meiner Mutter, der Arbeit und Zukunftsängsten. Die beste und schnellste Lösung diesen negativen Gefühlen zu entkommen, sah mein Kopf darin sich selbst umzubringen.
Da die Gedanken bezüglich eines Suizid immer drängender und auch präziserer wurden, ging ich nach einer besonders schlimmen Nacht, wieder zur Notfallambulanz. Gemeinsam mit dem Arzt suchte ich eine Lösung. Meine Medikamente wurden erhöht, ich bekam Schlafmittel um schlafen zu können und ich wurde auf die Warteliste für einen Platz in der Krisenstadtion der Psychiatrie  gesetzt. Die nächsten Tag waren schwer, ich hatte große Angst aber auch Hoffnung für die Klinik. Ich warte und wartete und band mich gleichzeitig mehr Sozial ein um die Zeit zu überstehen.
Am Abend vor meinem Geburtstag war dann klar, dass ich an meinem Geburtstag eingewiesen werde. Und auch wenn es verrückte ist: Ich freute mich darüber und fand es nicht schlimm. Geburtstag würde ich so immerhin nächstes Jahr wieder haben können.

 

In der Klinik lernte ich neben richtig tollen Menschen, auch viel über mich und meine Erkrankung. Die schlechte Nachricht: Es ist kein organisches Problem, was eine einfache Lösung gebracht hätte. Aber es ist immerhin auch kein Gehirn Tumor oder etwas in der Art. Mein Gehirn denkt einfach anders.
Mein Gehirn denkt im Kreis. Meine Gedanken kreisen oft um das selbe und finden selber keine Lösung. Ich kann mich nicht aus der Situation ziehen und sie von  außen betrachten. Ich sehe die Situation, denke viel über sie nach und finde keine gute Lösung und werde dann deprimiert und traurig, fühle mich wert – und nutzlos und das immer und immer wieder.
Ich muss lernen diese Muster zu durch brechen und habe deswegen diesen Monat drei Termine bei Psychiatern gemacht und noch eine lange Liste mit anderen, bei den ich mich melde, wenn es bei den ersten nicht klappt.
Die Auszeit in der Klinik hat einiges an Druck von mir genommen und mir eine Struktur gegeben, welche ich jetzt versuche aufrecht zu erhalten, auch wenn es nicht ganz einfach ist.  Ich wurde auch mit allem Möglichen untersucht um zu sehen ob ich noch irgendwie anders krank bin. Aber bis auf eine Hormonstörung und mein Übergewicht ist tatsächlich alles in Ordnung bei mir.

 

Nun möchte ich mit leichtem Optimismus in die Zukunft sehen.
Meine Probleme sind nicht unlösbar und nach Hilfe zu fragen ist keine Schande, auch wenn das manchmal schwer fällt.
In den nächsten Wochen werde ich mich auch wieder mehr mit diesem Blog und Youtube beschäftigen. Beides hat es einfach verdient und macht mir mega viel Spaß.

Ich wünsche euch ein frohes und erfolgreiches Jahr 2017!

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