Depressionen und der physische Körper

Der beste Satz den ich dazu bis jetzt gehört habe ist: Depressionen ziehen sich durch den ganzen Körper und beeinträchtigen alles an dir.

Das trifft es erstaunlich gut und das habe ich die letzten Wochen über wieder stark gemerkt.
Seit der zweiten Krise, welche mich auch in die Klinik gebracht hatte, bin ich in keinem Punkt mehr wie früher bzw. es hat sich viel verändert. Mein Körper ist sehr sehr schwach geworden – ist ja auch nicht anders zu erwarten, denn wenn wir ehrlich sind: Ich habe nichts mehr gemacht außer im Bett zu liegen! Und das geht nicht einfach so weg. Letze Woche bin ich viel spazieren gegangen und habe zwei mal über 10000 Schritte gehabt. So etwas macht mich sehr stolz, aber es kostet sehr viel Kraft. Und die habe ich im Moment einfach noch nicht. Spazieren gehen macht Spaß und Bewegung tut mir gut, aber das war für den Anfang etwas zu heftig.
Ich merke nach dieser Woche meinen ganzen Körper. Es ist kein Muskelkater im eigentlichen Sinne – eher ein Spüren des Körpers, das in den letzten Monaten einfach weg war. Das habe ich schon in der Klinik gemerkt, da wir dort viele Bewegungsübnungen hatten aber jetzt merke ich es mehr als zuvor.
Und wisst ihr was? ES FREUT MICH VERDAMMT NOCH MAL! 😀
Himmel ich habe was getan und merke es und spüre die positive Auswirkungen auf mich. Versteht mich nicht falsch, ich habe kein Tief oder ähnliches aber die letzte Krise steckt mir noch in den Knochen und das merkt man eben am meisten bei körperlicher Aktivität.

Um mein Leben eines Tages wieder ganz normal leben zu können und normal belastbar zu sein, habe ich mir einen kleinen „Bewegungsplan“ geschrieben.
Er sieht vor diesen Monat jede Woche einmal mindestens 30 min spazieren zu gehen. Ich könnte auch jeden Tag planen, aber ich weiß das dies eine Überforderung für mich wäre und so mit habe ich mich entschieden Babyschritte zu gehen, auch wenn diese dem ein oder anderen vielleicht zu leicht oder einfach erscheint.
Im März gehe ich dann 2 mal die Woche spazieren und im April 3 mal die Woche und im Mai soll das Fitnessstudio wieder auf den Plan kommen. Einmal die Woche.
Und sollte ich merken, dass diese monatlichen Schritte zu groß sind oder werden, dann greife ich auf den Schritt davor zurück. Hauptsache Bewegung! Den es macht den Kopf frei und macht glücklicher und entspannter.

Aber leider hilft es mir überhaupt nicht beim Thema einschlafen… egal wie kaputt ich bin – einschlafen dauert und stellt meine Geduld auf die Probe.
Ich gewöhne mir jetzt an ab 23 Uhr zu lesen und dabei Schlaftee zu trinken um ruhiger in die Nacht zu kommen.
Ich habe noch viele Baustellen und noch viel zu tun, aber wenn ich es Schritt für Schritt und in meinem Tempo mache, dann werde ich mein Ziel schon erreichen!

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