Regenerieren

Die letzte Woche war viel los.
Ich war fast täglich unterwegs und hatte Dinge zu erledigen. Mit Freunden getroffen, Termine gehabt, spazieren gewesen und versucht eine Hilfe für andere Menschen zu sein, da sich gerade zwei Freunde in Krisen befinden.
Das ist alles unglaublich anstrengend gewesen. Und da bei mir ja auch noch eine Schlafstörung das Erholen erschwert, bin ich heute am Samstag durch.

Um aber nicht in alte Muster zurückzufallen, wie nur im Bett zu liegen oder nur zu schlafen (ja am Tag geht das in der Tat!), bin ich mit meinem Vater spazieren und auf den Flohmarkt gegangen. Alles in allem waren wir vielleicht eine Stunde unterwegs. Gekauft haben wir nichts, aber es fühlte sich gut an gegen seinen Inneres einen erfolgreichen Kampf bestritten zu haben.
Zuhause bin ich auch nicht direkt ins Bett gegangen, sondern habe Kuchen mit meinem Vater gegessen und dann Fern gesehen. Ich habe es lange ausgehalten, aber dann musste ich mich doch einen Moment lang hinlegen und abschalten. Mein Körper fordert seinen Tribut irgendwann ein. Aber das ist auch nicht schlimm, im Gegenteil. Sonntag am späten Nachmittag im Bett zu gammeln und Youtube Videos zu sehen ist viel eher etwas was ich in meine Wochenroutine einfügen sollte. Einen Tag in der Woche wo man gammelt bzw nicht wirklich viel macht.  Immerhin machen die meisten Menschen die ich kenne, dass am Sonntag so um dann wieder fit für die Arbeit zu sein.

Auch wenn ich morgen nicht wieder arbeiten gehe, brauchte ich diesen Tag um mich zu regenerieren. Gleich werde ich lesen und vielleicht baden gehen, mich also richtig verwöhnen und Kraft schöpfen.
Eines habe ich durch die ganze Scheiße der letzten Wochen und Monate gelernt: Ich selber stehe ein erster Stelle, danach folgen die anderen.
Und das ist schwer für mich, denn ich bin sehr sozial und hilfsbereit. Oft habe ich andere Menschen über mein eigenes Wohl gestellt. Natürlich führte das alleine nicht zu meiner Erkrankung aber verhindern konnte dieses Verhalten es auch nicht.

Ich merke auch immer wieder noch Rückschläge und Rückschritte.
Sich zu etwas zu motivieren ist nach wie vor schwer und auch meiner Wochenroutine gehe ich nicht so sorgsam nach, gerade in der letzten Woche. Es geht um mich und um das Prioritäten setzten. Das muss ich noch lernen. Zusammen mit der Selbstmotivation. Prioritäten und Selbstmotivation sind im Moment die Schlagwörter meiner Regeneration oder besser gesagt: Es sind die aktuellen und akutesten Baustellen.
An meiner Schlafstörung arbeite ich paralle auch. Und ich denke auch, dass wenn ich es schaffe wieder mehr und besser zu schlafen, wird das Motivieren und das  mit den Prioritäten besser klappen.

Aber wisst ihr was? Ich denke das sind kleine Baustellen.
Die größte Baustelle war es wieder optimitisch in die Zukunft zu sehen. Negative Gedanken zu ertragen und zu dulden und gleichzeitig zu sagen: Ihr könnt mir nicht mehr so viel anhaben!
Das waren große Baustellen und ich denke ohne die Klinik hätte ich das nicht erreicht. Oder später. Sehr viel später.

Es geht bergauf. Auch wenn ein Ende noch nicht in Sicht ist. Es geht mir besser, das größte ist geschafft.
An Arbeit ist zwar noch nicht wirklich zu denken, aber eines Tages muss ich mich damit wieder beschäftigen. Vermutlich in 2 Woche bei meinem nächsten Gespräch in der Ambulanz.  Aber ich lasse mich von diesem Thema nicht unterbekommen und konzentriere mich auf mich! Den ich bin wichtig! ❤

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