Ein klein wenig Stolz

Heute bin ich wirklich ein wenig stolz auf mich.
Seit Wochen habe ich aufgeschoben, was ich heute gemacht habe. Die Gründe waren vielfällitg, besonders da es zwei Bereich trifft.
Zum einen habe ich bei ein paar Ärztin angerufen. Das ist für mich eine mega Leistung! Ich hasse telefonieren nämlich- Es geht so weit, dass ich sogar regelrecht Angst davor habe. Immerhin könnten die anderen mich nicht verstehen oder ich sie! Das wäre doch mega peinlich, oder? Schlimm finde ich es auch, wenn man gleichzeitig mit der Person am anderen Ende spricht! Da versteht ja keiner was! Und da ich bei Ärzten angerufen habe, kommt noch die Angst davor nicht „krank“ genug zu sein, wenn mann zum Beispiel nur mit seinem Hausarzt reden möchte und die Zukunft besprechen möchte weil noch viel ansteht. Ja ja danke Kopf dafür!
Anrufe sind und waren schon immer nicht leicht für mich, aber seit ich sowieso angeschlagen bin mental, ist daraus eine richtige Angst geworden. Ich bereite mich mental jedesmal auf den Anruf vor. Überlege mir gut, was ich sagen und was ich will. Dann atme ich ein paar Mal tief durch und wähle und lass es klingeln. Und dann fängt mein Herz jedes Mal an zu rasen und ich muss auf meine Atmung achten um nicht ohnmächtig zu werden.
Natürlich bin ich danach jedes Mal ziemlich stolz auf mich – aber das davor ist einfach die Hölle für mich und wird noch länger ein Kampf für mich sein. Dafür sind die Erfolge damit umso größer und erfreulicher.
Kämpfen lohnt sich immer !

Punkt Nummer zwei, welchen ich heute erledigen wollte und auch musste: Den Vorratsschrank aufräumen.
Seit 3 Monaten wohne ich bei meinem Vater. Er hat den Umzug für mich gemacht – und eben alles eingepackt was er in der Wohnung gefunden hat und was er nicht für Müll erachtet hat. Leider wollte ich aber für den Umzug noch viel aussortieren, da sich sehr viel Müll angesammelt hat in fast jedem Bereich. Die Sachen die bei meiner Schwester lagern, habe ich aufgeräumt und aussortiert und mir auch einen Überblick verschafft. In meinen neuen kleinen Zimmer habe ich ebenfalls alles aussortiert und aufgeräumt.
Aber meine Lebensmittel, welche sich etwas halten, waren bis heute noch in Kartons bei meinem Vater in der Küche und im Wohnzimmer. Die habe ich jetzt aufgeräumt und aussortiert und werde das nicht mehr benötigte verschenken (Stichwort: Foodsharing). Was länger als 1 Jahr abgelaufen ist, das kommt direkt weg.
Und da die Sachen ja irgendwo hinmüssen, habe ich den Vorratsschrank in der Küche ausgeräumt, geputzt und sortiert und wieder eingeräumt. Ordentlich aber faul, so das Urteil meines Vaters (der gemütlich gefuttert hat während ich geputzt habe 😀 ).

Was mich noch sehr stolz über mich an diesem Tag macht ist die Tatsache, dass ich heute morgen nicht aus dem Bett gekommen bin. Ich lag bis 14.30 im Bett und habe nichts gemacht. Und nein ich bin nicht einfach faul, ich kam einfach nicht hoch und in Schwung. Mein Körper wurde von einer Art bleiernden Schwere aufs Bett gedrückt. Sich dagegen zu wehren ist wirklich schwer. Manchmal ist es gar unmöglich.
Heute ist also mein Tag – auch wenn ich nicht draußen war 🙂

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