Eine Woche Normalität

Die vergangene Woche war für mich ein großer persönlicher Erfolg.
Ich habe ein fast normales Leben geführt.
Morgens früh aufgestanden, so gegen 8 Uhr, gefrühstückt und an zwei Tagen sogar Sport gemacht, an zwei anderen Tagen zu Ärzten gegangen und einmal habe ich mich mit einer Freundin getroffen. Ich aß sogar recht gesund, bekochte mich selber und machte Smoothies oder Eis selber. Alles in einer Woche!
Nebenbei habe ich mein Zimmer aufgeräumt, Wäsche gewaschen und den Flur gemacht. Ich war einkaufen und einmal auch bummeln. Ich habe Zeit mit meinem Vater verbracht, war einen Abend lang essen und trinken mit Freunden und habe in der Zeit immer wieder Ruhephasen eingelegt. Zwei Mal war das ein Mittagsschlaf, einmal eine Meditation und einmal ein kleiner Spaziergang.
Ich war bei Ärzten und habe einen neuen Termin bei einer Pyschologin.
Der Erfolg dieser Woche überrascht mich und versetzt mich gleichzeitig in Euphorie – allerdings ist diese nicht grenzenlos wie nach der ersten Krise. Ich weiß nun das ich an mir und meinem Verhalten und Denkmustern arbeiten muss. Das ich mir erlauben muss mehr an mich als an andere Menschen zu denken und das ich reden muss. Im besten Falle eben mit Profis.

Sicher habt ihr schon gemerkt was fehlt: Die Arbeit.
Ich habe viel geschafft diese Woche und doch nicht alles. Leider.
Um ehrlich zu sein: Ich weiß auch nicht wann und ob ich meine Arbeit als Erzieherin wieder aufnehme. In mir bewegt sich gedanklich im Moment so viel. Zwar wollte ich am Dienstag meinen Wiedereingliederungsplan mit meinem Arzt machen, aber dieser war krank. Schonfrist und Zeit zum nachdenken bis Mitte April würde ich sagen.  Hätten wir den Plan gemacht, dann hätte ich ihn auch befolgt – keine Frage. Ich möchte ja auch wieder Arbeiten oder etwas in der Art machen.  Aber eben weiß ich nicht was wirklich das richtige für mich ist.
Und ja ich weiß auch, dass ich hier auf sehr hochem Niveau jammere. Ich habe einen Job, der unbefristet ist und Kollegen die echt lieb sind. Zudem mag ich Kinder. Aber irgendetwas fehlt in meinem Leben. Ich versuche es zu finden und vielleicht finde ich es auch wieder in der Regelmäßigkeit der Arbeit und in meinem Beruf als Erzieherin. Das gilt es heraus zu finden, aber falls nicht möchte ich einfach Plan B, C und vielleicht sogar D schon parat haben.

Und noch etwas: Läuft alles gut, also wie diese Woche in etwa bis Mitte April habe ich mir eine Belohnung für mich überlegt.
Sollte alles gut gehen, werde ich für meinen nächsten Urlaub ein Interrail Ticket kaufen und Südeuropa mit dem Zug und dem Rucksack erkunden. Ich habe großes Fernweh! Habe aber noch nicht den Mut oder das Geld mit dem Rucksack durch Länder wie Mexiko, Chile, Indien oder Bali zu reisen. Also werde ich den Vorteil der EU mal nutzen und durch sie durchfahren 🙂

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2 Gedanken zu “Eine Woche Normalität

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