Seit ein paar Tagen mache ich mir genau darum Gedanken. 

Mit Depressionen ist man mit unter sehr dünnhäutig. Nichts was man will oder total toll findet,  anders ist so. Die Nerven machen auch einfach nicht mehr so gut mit. Man ist empfindlicher und an schlechten Tagen reicht ein Satz aus,  den man vielleicht falsch versteht oder der zu hart formuliert wurde und schon ist man am heulen wie sonst was. Nicht gerade besonders schön oder wünschenswert. Und für viele Menschen auch unverständlich. Ich war schon immer sensibel aber im Moment bin ich sehr sehr sensibel und kann so gut wie gar nichts ab. Das kotzr mich sehr an,  denn ich wäre gerne taffer.  Würde gerne sagen was ich denke und mich danach nicht schlecht fühlen. Aber so weit bin ich noch lange nicht. Im Gegenteil. Vermutlich wird erst noch viel aufreißen bis ich wieder heile…. Yeah super Aussichten! 

Nun ist ja geplant mich wieder in den Beruf einzugliedern. Was bei mir auch „nur“ Panikattacken auslöst. Das muss ich mit dem Arzt noch mal besprechen. Aber das ist ein gutes Beispiel für meine Instabiliät. Die reine Vorstellung an etwas macht mich kaputt.

Und obwohl ich wieder normal Leben möchte und wie alle anderen behandelt werden möchte  (glaube ich zumindest) habe ich trotzdem einen Wunsch : Packt mich in Watte ein! Seit nett zu mir!  Ich bin doch auch immer nett … warum muss man dann hart gegen mich werden?  Seit lieb oder fickt euch! Ich will eine Sonderbehandlung  ja. Aber nur weil ich sonst mehr Fälle und stolpere als ich noch verkraften kann. Und genau diese Sonderrolle sollte man jeden mit einer psychischen Erkrankung einräumen. Wir sind anders. Vielleicht bleiben wir das auch immer – aber seit doch einfach netter zueinander. Immer. Dann fällt unsere Sonderrolle auch gar nicht mehr so auf. 

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