Ich habe ja im vorletzten Post bereits geschildert, wie Unordnung die depressive Spirale in Gang gebracht hat bzw. das es für mich eine Art Anfang vom Ende ist.
Nun ist der Umkehrschluss ja das Ordnung mir gut tut. Klar macht Sinn und ist auch in der Tat so, allerdings bemerke ich im Moment auch, dass ich weiter gehen muss als „nur“ Ordnung halten.
Schon einmal habe ich das Trendwort „Minimalismus“ in einem Eintrag gebraucht. Seit dem habe ich mich viel mit dem Thema beschäftigt. Videos und Blogs dazu betrachtet und bin zu dem Schluss gekommen, dass die Reduzierung meines Besitzes mir ebenfalls gut tut. Das hat gleich mehrer Gründe. Zum einen habe ich durch weniger Sachen gleich schon mehr Ordnung bzw. es kann einfach nicht so viel durcheinander geraten. Warum soll ich Dinge aufbewahren die ich vielleicht irgendwann mal brauche? Oder die ich nur einmal im Jahr brauche? Oder im schlimmsten Fall gar nicht mehr brauche! Gerade mein Kleiderschrank und meine Kosmetikecke waren da für mich gute Beispiel. Beides habe ich mittlerweile aufgeräumt und vieles konnte weg, wer braucht denn bitte mehr als ein Mascara? Oder mehr als zwei – drei Rouge töne? Niemand, außer vielleicht man ist Beauty Youtuberin Hauptberuflich. Dann würde ich ein Auge zu drücken. Ich hatte zum Beispiel auch viele lose Lidschatten – höchstens zwei oder drei mal probiert, aber die meiste Zeit ungenutzt. Und viele Farben durch meine drei guten Paletten hatte ich dann eh doppelt oder dreifach. Also kamen die losen Lidschatten weg.  Und so habe ich mir jede Kategorie meiner Beauty Ecke vorgenommen. Bis auf meine Lippenstifte, die ich einfach liebe und super gerne benutzt, habe ich das meiste jetzt nur ein oder höchstens drei mal noch da (make up und rouge drei mal ich das selten so schnell leer mache wie der Sommer oder Winter kommen.).
Das war anstrengend, witzig, aber auch befreiend und es beflügelte mich dazu auch meinen Kleiderschrank anzugehen. Durch den Umzug in ein kleines Zimmer und meine „kleine“ Harry Potter Sammlung habe ich recht wenig Platz für einen Kleiderschrank, also habe ich einen Faltbaren. Dieser ist aber nicht so stabil, wie ich es mir wünschen würde. Ein Grund warum einige Sachen in einer Kommode unterkommen mussten, welche aber auch nicht so viel Platz bietet da sie eigentlich für meinen Papierkram benutzt wird. Erst wollte ich einen neuen Schrank kaufen, allerdings kann der auch nur wenige Zentimeter größer sein als der faltbare. Und da die Kleiderschränke in der Größe trotzdem noch recht teuer sind…. habe ich mich dafür entschieden erst auszusortieren und dann mal evtl. einen neuen Schrank zu holen.
Ich habe also meine Schränke ausgeräumt, auf meinem Bett gesammelt und sortiert. Dinge die weg konnten kamen direkt in die Mülltüte. Dann habe ich zwei Sachen die genäht werden müssen und die kamen zur Seite. Dann habe ich noch einen vielleicht weg Stapel und einen behalten Stapel gemacht. Ich habe gut aussortiert, aber es könnte immer noch weniger sein. Allerdings trage ich die Sachen alle recht oft und gerne und man brauch ja auch was zum wechseln – aber der Platz sagt nach wie vor eher: Nööö 😀
Aber auf mehr möchte ich nicht reduzieren 😛

Für die Zukunft plane ich noch meinen Papierkram neu anzulegen und noch einmal wirklich zu schauen was man aufheben muss und was eigentlich doch weg könnte. Dann muss ich noch Dinge kündigen bzw mich ummelden – das kommt dann alles in allem.
Im Keller meiner Schwester habe ich zwar vor kurzem für Ordnung gesorgt, allerdings möchte ich nun doch ein paar Sachen mehr entsorgen bzw verkaufen oder verschenken. Die meisten Bücher die ich besitze sind bei meiner Schwester im Keller, vermissen tue ich sie aber nicht. Die Buchreihen die ich liebe und öfter lese habe ich hier. Nur meine Fitzek Bücher vermisse ich. Der Rest kann also auch weg bzw meine Schwester und zwei Freundinnen würden sicher was nehmen 😉
Einige Dinge für die Küche habe ich bereits sortiert und bin damit zu Frieden. Ich hatte nämlich irgendwie von allem zu viel. Dann habe ich noch zwei Möbelstück in dem Keller, welche ich nicht mehr brauche und verkaufen werden.

Und wenn ich das alles gemacht habe, dann habe ich meinen Besitz durch. Außer meine Sammlung von Harry Potter… die lasse ich so. Es ist meine große Liebe und macht mir große Freude sie zu besitzen.

Dieser „Minimalismus“ soll aber auf die Zukunft etwas verändern.
Ich möchte in Zukunft nur noch Dinge kaufen, die ich brauche oder die mich glücklich machen.  Gerade was Schminke und Bücher angeht möchte ich nur noch holen was ich wirklich haben möchte und nicht weil ich eine Menge davon besitzen möchte. In den letzten Jahren meines Lebens habe ich so viele Dinge angesammelt, welche ich heute nicht mehr gebrauchen kann oder nie wirklich gebrauchen konnte und es erst jetzt bemerke. Ich werde deshalb nicht aufhören Dinge zu kaufen, ich werde meine Deko nicht verbannen, aber ich werde reduzierter Leben um mir mein eigenes Leben leichter zu machen. Hat man weniger was rumliegen kann ist es halt eher ordentlich.

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