Und das nicht nur auf dem Blog, sondern auch in meinem Leben. Weshalb es dann auch jetzt kommt.
Trotz der ungewohnten Panikattacken und Ängst fühle ich mich im Moment ganz okay, auch wenn da etwas ist das mich bewegt, möchte ich darüber zu diesem Zeitpunkt noch nicht schreiben. So viel zu mir und nun zum eigentlichen Thema.

In einigen früheren Artikeln habe ich bereits über mich und meine Haare geschrieben. Auch das sie jetzt kurz sind, ist bekannt. Also was gibt es noch zu sagen?
Ich war seit längerem Unglücklich mit meinen Haaren. Dann machte ich mir Dreads und dieses „Glück“ hielt nur einen Sommer. Sie sind bei anderen doch schöner als bei mir! Nun in ungewohnt kurz (so kurz waren sie das letzte mal als ich in der 5. Klasse war) gefallen sie mir aber auch nicht ganz und nach langem Überlegungen weiß ich nun auch was mich stört: Meine Locken sind nicht so schön definiert und gepflegt wie ich sie gerne hätte. Und das hat auch mehrer Gründe:
Zum einen habe ich sie in meinen depressiven Phasen kaum beachtet, was natürlich dazu führt das so gut wie gar keine Pflege im Spiel war. Dann kamen die Dreads und das ist ja auch eher kontraproduktiv für Haare. Und nun nach den Dreads wollten meine Haare auch eher etwas zwischen glatt und lockig bleiben. Kein Wunder, so oft wie ich sie die letzten Jahre gefärbt, geföhnt und auch geglättet habe.

Also was war nun die Lösung?

Da ich in der Vergangenheit oft einfach los gezogen bin und mir Dinge gekauft habe, die versprochen haben meinen Haaren zu helfen und es nie wirklich getan haben, außer zwei mal, habe ich erst einmal den Herrn Internet gefragt. Irgendwer würde schon wissen was das beste für meine Locken ist.
Auf Youtube habe ich dann ganz viele Videos zu diesem Thema gefunden und musste feststellen: Ich habe eigentlich alles Falsch gemacht, was man bei Locken falsch machen kann – Glückwunsch! 😀

Meine Fehler:
– Haare kämmen wollen (ganz normal wie alle das machen)
– Haare alle zwei – drei Tage mit Shampoo waschen
– Shampoos mit Alkohol und Sulfate benutzt
– Keinen Leave In Conditioner
– Kaum Feuchtigkeitspflege die sinnvoll war
– Föhnen >.<
– Haare im Handtuch trocknen
– Keinen Nachtschutz
– Kuren nur einmal die Woche (aber da wenigsten schon die richtigen)

Zusammenfassend kann man sagen: Ich habe meine Haare wie die meiner Freunde behandelt: So als wären sie glatt. Natürlich mögen Locken das nicht, aber es hat echt fast 15 Jahre gedauert bis ich an diesem Punkt in meiner Haarpflege angekommen bin! Unfassbar!
Durch das Internet und auch durch Facebookgruppen habe ich mich die letzten Wochen informiert und bin auf etwas gestoßen, dass die „Curly Girl Methode“ genannt wird. An und für sich gibt es dafür  ein Buch, welches alle Tipps und Tricks beschreibt und auch die Hintergründe erklärt. Allerdings fühle ich mich schon recht gut informiert und werde es mir deshalb nicht kaufen.

Die Curly Girl Methode
Die Methode stammt aus den USA. Jetzt wo ich davon weiß, frage ich mich wo es sich versteckt hatte all die Jahre. Rund um diese Methode gibt es viele Meinungen und auch Änderungen und Abweichungen – immerhin ist jedes Haar ja auch ein bisschen anders, auch wenn es alles Lockenköpfe sind. Deshalb schreibe ich jetzt zwar die Tipps und Tricks auf, allerdings auch nur die die ich getestet habe oder die für mich in Zukunft Sinn machen.
Es kommt dabei sehr auf das richtige Shampoo an. Die meisten Shampoos sind ohne Silikone, da die ganz schön in Verruf geraten sind, denn sie machen ein Build Up auf den Haaren, sie bauen eine Schicht auf dem Haar auf. Diese Schicht macht sie zwar glatt und seidig, beschwert sie aber auch und eignet sich absolut nicht für Locken. Diese Zutat konnte sich vermutlich bereits jeder denken. Aber es gibt noch mehr: Das Shampoo sollte auch keine Sulfate und keine nichtrückfettenden Alkohole enthalten. Sulfate deshalb nicht, da es sich dabei um ein aggressives Waschmittel handelt, dass ihr besser nicht auf Kopf und Haare lasst. Und Alkohole welche keine rückfettende Wirkung haben trockenen die eh schon trocknen Locken nur weiter aus, was diese platt und nicht definitert erscheinen lässt.
Also habe ich erst mal meine Shampoos gecheckt und festgestellt: Alle mit Sulfaten und Alkohol. So ein Käse. Ich wollte aber nicht alles weg werfen. Ich habe mich entschlossen nur das Shampoo von Lavera zu behalten, da es am wenigsten Alkohol enthält. Die anderen beiden habe ich entsorgt. Wenn dieses Shampoo geleert ist, werde ich weiter zu Naturkosmetik greifen. Weniger schädliche Stoffe für meine Locken, aber auch für den ganzen Körper.

Vermutlich würde der Text ziemlich lang werden, wenn ich noch zu jedem Punkt so weit ausholen würde, aber das muss ich (zum Glück!)nicht! Der Punkt Shampoo ist nämlich bereits der Umfangreichste und auch gleichzeitig der mit dem meisten Hintergrund wissen.
Ein wichtiger weiter Punkt ist aber das man Leave In Produkte benutzten sollte, da die Haare so etwas mehr Feuchtigkeit behalten und definierter und gepflegter sind und wirken. Als Leave In eignet sich vieles: Haarkuren, Haaröl, Condtioner, Sprühkur oder spezielle Produkte. Alles hat gemeinsam das es die Haare mit Feuchtigkeit und Nährstoffen versorgt. Da hatte ich nun echt nichts da was nicht zu schwer war, also kaufte ich mir ein speziell Produkt im Rossmann und zwar von Cantu, einer Marke für Locken und Afro Haare mit weniger Chemie.  Ich bin davon sehr begeistert, möchte aber dennoch auch noch anders und auch gerne selbstgemachtes ausprobieren.

Dann bekommt das Haare kämmen bei dieser Methode einen eigenen kleinen Platz. Den Locken mögen Brüsten gar nicht gerne. Es wird empfohlen einen groben Kamm oder die Hände zu nehmen und nur im Nassen Zustand zu kämmen, da die Locken sonst brechen.
Ich befolge das jetzt seit zwei Wochen und ich merke wirklich, dass es meinen Locken besser geht. Ich sprühe sie mit Wasser ein und Kämme sie dann oder ich lass es eben bleiben.

So nun der Punkt Haarkur. Klar kann man seine Haare auch überpflegen, aber einmal die Woche eine Kur zu machen reicht bei Locken oft nicht und bei mir definitv nicht aus! Außerdem habe ich oft zu schwache gekauft. Nun benutzt ich sehr reichhaltige Kuren und mixe auch mal gerne selber. Avocado, Olivenöl und Honig sind eine mega gute Nährstoffkur für die Haare!!  Also eine besserer Kur und zwei – drei mal die Woche, davon einmal als eine Über Nacht Haarkur und seit dem fühlen sich auch meine Haare weich an !

Und zum Schluss noch zwei Dinge, die für mich Hand in Hand gehen.
Die Locken mögen es über Nacht geschützt zu werden. Durch einen Zopf, ein Tuch oder Satin Bettwäsche, denn nur so lassen sie sich am nächsten Morgen durchs anfeuchten wieder zu richtig schönen Locken formen. Das führt dann zu dem Punkt die Haare so selten wie möglich zu waschen, da das die Haare strapaziert. Ich werde mir bald einen Tuch aus Satin holen um meine Locken über Nacht zu schützen, denn das ganze Bett in Satin finde ich wirklich schwierig.

Das sind die Dinge, welche ich mir aus dieser Methode abgeguckt habe. Es gibt noch viele andere Sachen die man machen kann. Einige schwören auf Co Wash, was bedeutet sich mit der Spülung die Haare zu waschen, andere verwenden kein traditionelles Shampoo mehr. Andere drehen sich Nachts Lockenwickler ins Haar um zu schützen und zu unterstützten. Das Feld ist groß und weit und ich habe auch gerade erst angefangen mich damit zu beschäftigen – aber ich fühle mich auf einem guten Weg zu schönen Locken und irgendwann dann auch wieder zu langen Locken! 🙂

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Vor den Dreads – lang aber kaputt gefärbt und gepflegt
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Zu Erinnerung meine Dreads 😀
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Hier fast direkt nach den Dreads und dann nach dem Friseur Besuch
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Diese beiden Bilder sind nach der Avocado Honig Öl Kur! 

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Die Zeit bevor ich mich damit beschäftigt habe, kaum Locken und einfach nicht toll…. 
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