12 Wochen

Gestern war ich mit meiner besten Freundin beim Sport und wir redeten auch über die Behandlung ihrer Mutter. Seit 12 Wochen ist sie in Behandlung und mir ist dabei aufgefallen, dass ich am Tag der Diagnose einkaufen war. An sich natürlich nichts besonders, aber ich konnte an diesem Tag nicht wirklich etwas bewirken.

Mein Körper war geschwächt, ich schaffte es nicht einen Einkauf durch zuziehen ohne mich auf die Bank für die alten und kranken zu setzten. Ich habe so gut wie nichts gemacht am Tag, außer mich mit meinen Freunden zu treffen und zu chillen. An aufräumen oder Ausflüge war nicht zu denken. Ich war froh, dass ich das überhaupt das Bett verlassen konnte. Die Tage waren noch dunkel und das nicht nur wegen dem Wetter. Die Depression hatte mich noch in der Hand und ich war weit entfernt von meinem Leben.
Nun sind 12 Wochen vergangen. In dieser Zeit hat sich einiges verändert und das ist mir bewusst geworden und ich bin froh, das ich das mit euch teilen kann.
In den 12 Wochen habe ich geschafft mein Zimmer fertig zu machen. Ich habe alles was ich nicht mehr brauch aussortiert. Habe Kleidung auf Kleiderkreisel gestellt und zwei Kartons für den Flohmarkt gepackt und in den Keller gebracht. Natürlich habe ich auch ein paar Sachen weggeschmissen, da sie nicht mehr brauchbar waren. Meine Harry Potter Sachen habe ich sortiert und geputzt. Alles ist sauber und ich mache regelmäßig mein Zimmer sauber und das im vollen Umfang. Den Rest der Wohnung halte ich auch einigermaßen sauber, besonders das Bad da ich dieses mit am meisten nutze. Küche teile ich mir mit meinem Vater und das Wohnzimmer mache ich nur wenn ich Lust habe, da ich dort auch nicht immer bin.  Regelmäßig wasche ich meine Wäsche, wechsel meine Bettwäsche und reinige meinen Teppich und alles was sonst noch in die Waschmaschine kann.
Außerdem achte ich im Moment auf meine Ernährung, esse mehr Obst und Gemüse. Versuche genug zu trinken und gehe mindestens einmal die Woche mit einer Freundin zum Sport. Gehe ich nicht zum Sport versuche ich mich dennoch zu bewegen, letzte Woche war ich sogar schwimmen. Mit meinen Freunden mache ich hin und wieder Ausflüge, gerade bei dem tollen Wetter in der letzten Zeit.

Ab morgen nehme ich dann auch die letzte Baustelle in Angriff, nämlich die Arbeit. Ich habe mich für morgen 15 Uhr mit einer Freundin und Arbeitskollegin verabredet, welche mich dann mit rein nimmt und mir hilft mit der neuen Leitung ins Gespräch zu kommen. Meine Angst ist immer noch da und im Moment besonders groß, da ich erst ab morgen früh wieder meine Anti Depressiva nehmen kann (habe gestern keine sofort bekommen, da sie bestellt werden mussten und sollte heute ab 13 Uhr die Tabletten abholen…. die Apotheke hat aber nur bis 13 Uhr Mittwochs auf). Deshalb ist morgen früh auch das erste Ziel die Apotheke um meine Tabletten nehmen zu können. Danach geht es zur Ablenkung zum Sport mit meiner besten Freundin und dann geht es auf den Weg zur Einrichtung. Bin gespannt wie es wird und probiere mir nichts vorzustellen oder groß an die Angst zu denken.
Und um auch fit zu sein und nicht von meiner Schlafstörung beeinträchtig zu werden, werde ich heute Abend eine Schlaftablette nehmen. Ich möchte ausgeruht und voller Energie in den morgigen Tag starten. Nicht das es perfekt sein soll, aber ich möchte das mein Wohlbefinden auf einem möglichsten gutem Niveau ist.

Ich werde vermutlich morgen dann über das Ergebnis des Tages schreiben.

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