Ich bin ein Empath – Überlebenstipps

Ich bin ein empathischer Mensch. Sehr sogar.
Gefühle und Stimmungen sauge ich auf wie ein Schwamm.  Das führt dazu, dass ich eine Zeit lang nicht wusste ob ein Gefühl von mir oder von meinem Umfeld gekommen ist. Das ist emotional sehr anstrengend und ich musste lernen damit umzugehen, was auch ein Teil meiner Genesung wurde. Allerdings dauert es sehr lange bis ich erkannt habe, dass meine Empathie nicht nur Vorteile in meinem Leben hat.

Nun habe ich mich länger damit beschäftigt und ein paar Dinge für mich rausgesucht, welche mir helfen sollen mit meiner Empathie umzugehen.
Ohne es wirklich zu wollen, wurde ich die letzten Monate zu folgendem durch die Menschen in meiner Umgebung gezwungen: Meinen Freundeskreis zu überdenken. Mittlerweile sehe ich das sehr positiv und bereue es schon fast, nicht von alleine darauf gekommen zu sein. Der eigene Freundeskreis ist ein Spiegel deiner Seele und wie man mit sich selber umgeht. Freunde sollen einem Halt und Unterstützung geben und einem akzeptieren wie man ist. Dies war bei mir leider nicht bei allen Freunden der Fall und durch zwei Streitereien habe ich zwei „Freunde“ verloren. Wie sich heraus stellt: Genau das was ich brauchte.
Die beiden Menschen tuen sich nämlich schwer damit die Entscheidungen der anderen Menschen zu akzeptieren, wenn diese von deren Meinung abweicht. Das ist für mich, als Empath, wirklich schwer gewesen. Denn es gibt Dinge die man nicht machen kann, einfach aus Selbstschutz oder Selbstliebe und dann kommen solche Menschen daher und entziehen dir das Recht sich um sich selber zu kümmern, in dem die Menschen deine Entscheidung klein reden und einfach nicht akzeptieren. Mein Freundeskreis, wie er heute ist, ist Verständnisvoll und rücksichtsvoll. Sie akzeptieren ein Nein, auch ohne große Rechtfertigung. Sie wollen das es mir gut geht und verstehen das ich (noch) nicht alles wieder machen kann. Jedenfalls nicht wenn es mir gut gehen soll.
Den eigenen Freundeskreis zu hinterfragen tut weh. Sich von Menschen zu trennen, die jahrelang einen Einfluss auf dich hatten und mit denen du man viele Erinnerungen zusammen hat – das bricht einen bzw hat mir das Herz gebrochen. Das ist nun ein paar Monate jeweils her und ich muss sagen: Nach dem anfänglichen Schmerz, merke ich nun das es mir gut tut. Ich bin gestärkt aus der Sache hervorgegangen. Habe gelernt meine Freunde mehr Wert zu schätzen und gemerkt was mir bei Freunden wirklich wichtig ist.

Den Freundeskreis zu überdenken, ist allerdings etwas sehr tiefgreifendes und schmerzliches. Es gibt auch Tipps und Tricks für Empathen, welche nicht ganz so extrem sind. Sie drehen sich eher um den Alltag.
Ich habe gelernt, dass es wichtig ist die Arbeit hinter mir zu lassen. Abzuschalten und nicht alles zu zerdenken, was auf der Arbeit passiert. Gerade in einem sozialen Beruf wie meinem hat man jeden Tag mit vielen Menschen und auch Emotionen zu tun. Das ist viel und auch anstrengend. Da ist es wichtig sich selber zu reinigen. Damit meine ich auch nicht das Duschen, Waschen oder Baden. Ich meine eine Art innerliche Reinigung. Diese beinhaltet bei mir eine Dusche, mit dem Gedanken: Ich lasse den Tag los, wasche die Emotionen weg. Wasser hat eine reinigende Wirkung und diese mache ich mir zu nutzen. Genauso wie Räucherstäbchen diese Wirkung auf mich haben und diese benutze ich immer, wenn ich das Gefühl habe das es zu viel für mich war. Mein bestes Ritual um mich selber zu reinigen, ist allerdings eine geführte Meditation. Auch nicht geführte Meditationen finde ich hilfreich, aber geführt hat sie auf mich eine positivere Wirkung.

Ein weiter Punkt, welche ich für mich gefunden habe, ist es sein Selbstbewusstsein und sein Selbstwertgefühl zu steigern bzw zu entwickeln. Dann fällt es einem auch einfacher sich um die ersten beide Punkte zu kümmern. Sie werden dann eine normale Rutine, man steht zu ihnen und verteidigt sie ohne Wenn und Aber.
An diesen Punkt muss ich selber noch viel arbeiten. Beides ist für mich noch schwer, genauso wie die Selbstliebe. Aber genau das ist so so wichtig für uns Empathen um in dieser Welt nicht unterzugehen.

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