Da hier viel über Depressionen geschrieben wird, hielt ich es für angebracht einmal zu erklären was es aus medizinischer Sicht ist. Ich werde also einfach mit ein paar Fachwörtern um mich werfen und die Krankheit grob beschreiben. Das mache ich deswegen so, weil es genaueres dazu in meinen Einträgen immer wieder gibt. Doppelt soll zwar besser halten, aber ich bin davon nicht überzeugt.

Depressionen sind eine psychische Erkrankung, sie zählt zu den häufigsten Diagnosen in unserer Gesellschaft. Etwa 20 % der Frauen und 10 % der Männer leiden mindestens einmal in ihrem Leben unter eine Depression.
Die Depression ist ein Zustand seelischer Niedergeschlagenheit, welche etappenweise oder chronisch auftreten kann. Sie zählt zu den affektiven Erkrankungen, dass bedeutet sie ist eine Störung der Stimmungslage.
Wichtig ist, wie eigentlich bei allen Erkrankungen der Psyche, das keine Depression genau gleich ist. Natürlich gibt es sich überlagernde Symptome, aber nie noch einmal genau den gleichen Fall. Die Symptome einer Depressionen können daher sehr weit gestreut sein und individuell sehr unterschiedlich ausfallen. In der Regel geht man aber bei nicht allen diesen Symptomen von einer depressiven Erkrankung aus, oft sind es nur vorübergehende kleiner depressive Verstimmungen als Reaktion auf sehr belastende Situationen. Halten diese Symptome länger als 2 -3 Wochen an ist es aber ratsam seine emotionale Lage von einem Profi besehen zu lassen.
Aber es gibt Symptome die sehr weit verbreitet sind und deshalb führe ich diese als Beispiel hier an:

  • Schlafprobleme
    damit ist es egal ob es um das Einschlafen oder das Durchschlafen geht. Einige Menschen neigen auch dazu wesentlich mehr Schlaf durch ihrer Depression zu brauchen, während andere eher weniger schlafen da sie zu viel Nachdenken.
  • Grübelzwang
    auch das ist sehr typisch für diese Krankheit. Man denkt sehr viel nach, aber das alleine wäre keine Erkrankung. Oft sind es sehr negativ behaftete Gedankenspiralen die immer und immer wieder auftreten.
  • Freudlosigkeit, Energiemangel, wenig Antrieb
    auch das ist ein Punkt den viele Betroffenen kennen werden. Man möchte eigentlich etwas tun, bekommt sich aber nicht aufgerafft. Dies kann sich im schlimmsten Falle sehr hochschaukeln und zu einer absoluten Freudlosigkeit am gesamten Leben führen.
  • Reizbarkeit und innere Unruhe
    diesen Punkt konnte ich besonders in meinem Beruf feststellen, denn dort ist eigentlich Geduld und Ruhe gefragt.
    Reizbarkeit tritt auch dann schneller auf, wenn etwas nicht nach Plan verläuft. Einige Menschen erleben aber dann auch nur innere Unruhe, während wieder andere beides haben oder nur besonders Reizbar sind.
  • Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit
    diesen Punkt verbindet so gut wie jeder mit der Krankheit Depressionen. Und dieser Punkt schleicht sich auch am leisten an. Denn erst aus der Verzweiflung entsteht oft die Hoffnungslosigkeit, auch wenn man die Verzweiflung vorher nicht ganz wahrnimmt. Im schlimmsten Fall steigert sich dieses Gefühl bis hin zu Suizidgedanken, Suizidversuchen oder dem vollenden Suizid.
  • körperliche Beschwerden
    nicht jeder nimmt während seiner Erkrankung körperliche Beschwerden wahr oder hat welche. Aber ganz klassisch gehören dazu langanhaltende Kopf – und/oder Magenschmerzen.

 

Die Gründe für eine Depression sind oft nicht ganz klar und auch die Wissenschaft hat hier verschiedene Ansätze entwickelt. So geht man davon aus, dass Depressionen von folgenden Dingen begünstigt werden:
– anhaltender negativer Stress
– belastende Lebenssituation (Arbeitsplatz, Familienkreis, Freundeskreis, Tod oder Unfall)
– traumatischer Erlebnisse aus der Kindheit oder Jugend
Ein weiterer Ansatz für die Gründe die zu einer Depression führen können, sehen Fachleute darin das es im Gehirn zu einer Fehlfunktion gekommen ist und es einen Mangel an bestimmen Botenstoffen (Serotonin zb) im Gehirn gibt. Daran setzt auch die zweite Generation Antidepressia an die es aktuell gibt.

WICHTIG :  Depressionen sind behandelbar! Wenn du den Verdacht hast darunter zu leiden, wende dich an deinen (Haus)Arzt. Er wird dir weiter helfen. Es gibt einen Weg! 

Quelle: http://psychiatrie.uni-bonn.de/krankheitsbilder/depression/index_ger.html