Urlaub mit Ängsten 

Seit knapp fünf Tagen bin ich im Urlaub. In Tunesien mit meiner Schwester. Das erste mal außerhalb von Europa und das erste mal All inclusive. Für uns beide ganz schöne neues Gebiet. Hat keiner von uns beiden je gemacht . Wir sind Kinder von überzeugten Campern! Und selbst getestet haben wir bis jetzt nur Ferienwohnung für den eignen Urlaub.

Es ist wirklich komisch. Das Hotel an sich ist nicht schlecht. Das Wetter ist wirklich gut. Der Pool schön und der Strand gleich dahinter. Unser Zimmer hat einen Balkon und Meerblick. Das Essen ist lecker mit einer großen Auswahl. Und trotzdem ist es komisch.sehr fremd und irgendwie wie im goldenen Käfig. Wir sind es gewohnt zu tun und zu lassen was wir wollen – auch im Urlaub. Und wir sehen uns sehr gerne Städte und die Umgebung an. Ich gebe zu : das würde hier auch gehen. Aber man müsste immer mit den Menschen reden. Wir bräuchten ein Taxi oder einen Bus um von hier weg zu kommen. Das sind wir echt nicht gewohnt. Und was auch eigenartig ist , ist die Tatsache das uns viel hinterher getragen wird . Man muss nicht kochen – nur essen holen. Auf Wunsch wird einem das Trinken gebracht. Alle sagen dir Hallo. Ständig ist irgendwo jemand der dich entweder zu Spaß motivieren oder dir etwas verkaufen will. Wenn man wie ich Probleme mit dem Wort „Nein“ hat ist das wirklich sehr anstrengenden auf die Dauer. 

Aber das Wetter ist wirklich sehr schön. Wir werden braun. Na ja ich – meine Schwester eher rot. Wir sind Quad gefahren und haben auf dem Weg ein bisschen was von hier gesehen. Unseren Namen lassen wir uns auf die Sofia Hand gravieren – auf Arabisch. 100% Tourist.  Morgen gehen wir Kamele reiten – auch wenn mir die Tiere Leid tun – die Unfähigkeit nein zu sagen kam da wieder zum tragen.

Meine Schwester und ich gewöhnen uns langsam an diesen Urlaub. Kennen langsam den Ablauf hier und es ist gar nicht so schlecht. Aber der Anfang war hart. Ich wollte das sie alles macht – ich hatte vor allem Angst. Aber sie wollte sich das teilen. Wir wussten ja auch nicht viel. Wo gab es Essen ? Wo trinken ? Wie geht das mit den Liegen am Pool? Eine einzige große Unsicherheit die den ersten Tag ruiniert hat. Zusammen mit dem Ungewohnten waren ich schon dabei das ganze als scheiß Urlaub abzutun. Nun geht es . Ich wurde mal sagen ich bin angekommen .

Doch leider ist der Urlaub schon fast zu ende. Noch zwei Tage. Verrückt ist aber auch: irgendwie freue mich darüber. Zuhause ist das Wetter zwar etwas schlechter und eine Möglichkeit zum baden weiter, aber dort bin ich nun mal zuhause . Freunde und Familie sind da und man kann auch mal mit anderen Menschen etwas machen. Und jeder versteht dich. Es heißt zwar hier würde Deutsch gesprochen … aber was für sein! Aber auf englisch spricht dann trotzdem niemand mit uns – wir sind ja deutsche ! 

Was mir aber im Moment noch Angst macht , ist der Rückflug. Auf dem Hinflug war es eng. Zwei Menschen mit Übergewicht und einer ohne in einer dreier Reihe. Während des Essens fast unmöglich ! Die Erkenntnis schon fast… nein nicht fast sondern definitiv zu dick für einen bequemen Flug zu sein ist echt hart und ich denke auf dem Rückflug wird es nicht wirklich anders oder besser werden. Na ja … solange der Gurt noch ohne Verlängerung (wenn auch verdammt knapp) zugeht bin ich recht glücklich.  Aber so tut bzw drängt sich neben dem psychischen auf wieder das physische Problem auf das ich nun mal habe … ach fuck ey. Mehr möchte ich dazu nicht sagen.

In der nächsten Woche wird sich dann von Urlaub erholt und ganz dringend das dritte Band der Chrobiken der Unterwelt gelesen. Band zwei habe ich heute beendet aber natürlich Band drei nicht dabei…. ich wiederhole : fuck ey.

Und damit man auch weiß wie schon es hier ist , noch ein paar Bilder.

Advertisements

Urlaub mit Ängsten 

Seit knapp fünf Tagen bin ich im Urlaub. In Tunesien mit meiner Schwester. Das erste mal außerhalb von Europa und das erste mal All inclusive. Für uns beide ganz schöne neues Gebiet. Hat keiner von uns beiden je gemacht . Wir sind Kinder von überzeugten Campern! Und selbst getestet haben wir bis jetzt nur Ferienwohnung für den eignen Urlaub.

Es ist wirklich komisch. Das Hotel an sich ist nicht schlecht. Das Wetter ist wirklich gut. Der Pool schön und der Strand gleich dahinter. Unser Zimmer hat einen Balkon und Meerblick. Das Essen ist lecker mit einer großen Auswahl. Und trotzdem ist es komisch.sehr fremd und irgendwie wie im goldenen Käfig. Wir sind es gewohnt zu tun und zu lassen was wir wollen – auch im Urlaub. Und wir sehen uns sehr gerne Städte und die Umgebung an. Ich gebe zu : das würde hier auch gehen. Aber man müsste immer mit den Menschen reden. Wir bräuchten ein Taxi oder einen Bus um von hier weg zu kommen. Das sind wir echt nicht gewohnt. Und was auch eigenartig ist , ist die Tatsache das uns viel hinterher getragen wird . Man muss nicht kochen – nur essen holen. Auf Wunsch wird einem das Trinken gebracht. Alle sagen dir Hallo. Ständig ist irgendwo jemand der dich entweder zu Spaß motivieren oder dir etwas verkaufen will. Wenn man wie ich Probleme mit dem Wort „Nein“ hat ist das wirklich sehr anstrengenden auf die Dauer. 

Aber das Wetter ist wirklich sehr schön. Wir werden braun. Na ja ich – meine Schwester eher rot. Wir sind Quad gefahren und haben auf dem Weg ein bisschen was von hier gesehen. Unseren Namen lassen wir uns auf die Sofia Hand gravieren – auf Arabisch. 100% Tourist.  Morgen gehen wir Kamele reiten – auch wenn mir die Tiere Leid tun – die Unfähigkeit nein zu sagen kam da wieder zum tragen.

Meine Schwester und ich gewöhnen uns langsam an diesen Urlaub. Kennen langsam den Ablauf hier und es ist gar nicht so schlecht. Aber der Anfang war hart. Ich wollte das sie alles macht – ich hatte vor allem Angst. Aber sie wollte sich das teilen. Wir wussten ja auch nicht viel. Wo gab es Essen ? Wo trinken ? Wie geht das mit den Liegen am Pool? Eine einzige große Unsicherheit die den ersten Tag ruiniert hat. Zusammen mit dem Ungewohnten waren ich schon dabei das ganze als scheiß Urlaub abzutun. Nun geht es . Ich wurde mal sagen ich bin angekommen .

Doch leider ist der Urlaub schon fast zu ende. Noch zwei Tage. Verrückt ist aber auch: irgendwie freue mich darüber. Zuhause ist das Wetter zwar etwas schlechter und eine Möglichkeit zum baden weiter, aber dort bin ich nun mal zuhause . Freunde und Familie sind da und man kann auch mal mit anderen Menschen etwas machen. Und jeder versteht dich. Es heißt zwar hier würde Deutsch gesprochen … aber was für sein! Aber auf englisch spricht dann trotzdem niemand mit uns – wir sind ja deutsche ! 

Was mir aber im Moment noch Angst macht , ist der Rückflug. Auf dem Hinflug war es eng. Zwei Menschen mit Übergewicht und einer ohne in einer dreier Reihe. Während des Essens fast unmöglich ! Die Erkenntnis schon fast… nein nicht fast sondern definitiv zu dick für einen bequemen Flug zu sein ist echt hart und ich denke auf dem Rückflug wird es nicht wirklich anders oder besser werden. Na ja … solange der Gurt noch ohne Verlängerung (wenn auch verdammt knapp) zugeht bin ich recht glücklich.  Aber so tut bzw drängt sich neben dem psychischen auf wieder das physische Problem auf das ich nun mal habe … ach fuck ey. Mehr möchte ich dazu nicht sagen.

In der nächsten Woche wird sich dann von Urlaub erholt und ganz dringend das dritte Band der Chrobiken der Unterwelt gelesen. Band zwei habe ich heute beendet aber natürlich Band drei nicht dabei…. ich wiederhole : fuck ey.

Und damit man auch weiß wie schon es hier ist , noch ein paar Bilder.

Urlaub mit Ängsten 

Seit knapp fünf Tagen bin ich im Urlaub. In Tunesien mit meiner Schwester. Das erste mal außerhalb von Europa und das erste mal All inclusive. Für uns beide ganz schöne neues Gebiet. Hat keiner von uns beiden je gemacht . Wir sind Kinder von überzeugten Campern! Und selbst getestet haben wir bis jetzt nur Ferienwohnung für den eignen Urlaub.

Es ist wirklich komisch. Das Hotel an sich ist nicht schlecht. Das Wetter ist wirklich gut. Der Pool schön und der Strand gleich dahinter. Unser Zimmer hat einen Balkon und Meerblick. Das Essen ist lecker mit einer großen Auswahl. Und trotzdem ist es komisch.sehr fremd und irgendwie wie im goldenen Käfig. Wir sind es gewohnt zu tun und zu lassen was wir wollen – auch im Urlaub. Und wir sehen uns sehr gerne Städte und die Umgebung an. Ich gebe zu : das würde hier auch gehen. Aber man müsste immer mit den Menschen reden. Wir bräuchten ein Taxi oder einen Bus um von hier weg zu kommen. Das sind wir echt nicht gewohnt. Und was auch eigenartig ist , ist die Tatsache das uns viel hinterher getragen wird . Man muss nicht kochen – nur essen holen. Auf Wunsch wird einem das Trinken gebracht. Alle sagen dir Hallo. Ständig ist irgendwo jemand der dich entweder zu Spaß motivieren oder dir etwas verkaufen will. Wenn man wie ich Probleme mit dem Wort „Nein“ hat ist das wirklich sehr anstrengenden auf die Dauer. 

Aber das Wetter ist wirklich sehr schön. Wir werden braun. Na ja ich – meine Schwester eher rot. Wir sind Quad gefahren und haben auf dem Weg ein bisschen was von hier gesehen. Unseren Namen lassen wir uns auf die Sofia Hand gravieren – auf Arabisch. 100% Tourist.  Morgen gehen wir Kamele reiten – auch wenn mir die Tiere Leid tun – die Unfähigkeit nein zu sagen kam da wieder zum tragen.

Meine Schwester und ich gewöhnen uns langsam an diesen Urlaub. Kennen langsam den Ablauf hier und es ist gar nicht so schlecht. Aber der Anfang war hart. Ich wollte das sie alles macht – ich hatte vor allem Angst. Aber sie wollte sich das teilen. Wir wussten ja auch nicht viel. Wo gab es Essen ? Wo trinken ? Wie geht das mit den Liegen am Pool? Eine einzige große Unsicherheit die den ersten Tag ruiniert hat. Zusammen mit dem Ungewohnten waren ich schon dabei das ganze als scheiß Urlaub abzutun. Nun geht es . Ich wurde mal sagen ich bin angekommen .

Doch leider ist der Urlaub schon fast zu ende. Noch zwei Tage. Verrückt ist aber auch: irgendwie freue mich darüber. Zuhause ist das Wetter zwar etwas schlechter und eine Möglichkeit zum baden weiter, aber dort bin ich nun mal zuhause . Freunde und Familie sind da und man kann auch mal mit anderen Menschen etwas machen. Und jeder versteht dich. Es heißt zwar hier würde Deutsch gesprochen … aber was für sein! Aber auf englisch spricht dann trotzdem niemand mit uns – wir sind ja deutsche ! 

Was mir aber im Moment noch Angst macht , ist der Rückflug. Auf dem Hinflug war es eng. Zwei Menschen mit Übergewicht und einer ohne in einer dreier Reihe. Während des Essens fast unmöglich ! Die Erkenntnis schon fast… nein nicht fast sondern definitiv zu dick für einen bequemen Flug zu sein ist echt hart und ich denke auf dem Rückflug wird es nicht wirklich anders oder besser werden. Na ja … solange der Gurt noch ohne Verlängerung (wenn auch verdammt knapp) zugeht bin ich recht glücklich.  Aber so tut bzw drängt sich neben dem psychischen auf wieder das physische Problem auf das ich nun mal habe … ach fuck ey. Mehr möchte ich dazu nicht sagen.

In der nächsten Woche wird sich dann von Urlaub erholt und ganz dringend das dritte Band der Chrobiken der Unterwelt gelesen. Band zwei habe ich heute beendet aber natürlich Band drei nicht dabei…. ich wiederhole : fuck ey.

Und damit man auch weiß wie schon es hier ist , noch ein paar Bilder.

Der eigene Superheld

In den letzten Wochen habe ich wieder verstärkt gemerkt, dass ich der einzige Mensch bin der mir wirklich helfen kann.
Die letzten Wochen waren komisch bzw stark abweichenden von anderen Wochen in meinem Leben. Mein „normaler“ Rhythmus wurde ausgesetzt. Aber das wirklich gut: Ich bin damit wirklich gut zurecht gekommen. Nicht perfekt, natürlich – aber wer ist das denn schon?
In der Arbeit war ich ja nun erst einmal zwei Wochen in einer anderen Gruppe. Dort war es anstrengend und auch stressiger als in meiner eigenen Gruppe, aber damit bin ich zurecht gekommen. Atemübungen zur Beruhigung, wenn es zu viel wurde und auf Freizeitausgleich habe ich geachtet. Erholung, Entspannung und auf mein soziales Umfeld habe ich in dieser Zeit besonders acht geben. Natürlich kam diese Zeit dieses Mal mit Ansage und somit konnte ich mich darauf vorbereiten, aber genau das finde ich wirklich gut! Quasi eine Art „Trockenübung“ für das „normale“ Leben. Daraus gehe ich aber gestärkt heraus und fühle mich wie mein eigener Superheld. Für die Zukunft ist es wichtig, dass ich schnell auf solche (unangekündigten) Situation reagieren kann.
Worauf ich aber ehrlich gesagt noch stolzer bin, ist die Tatsache das ich die Trennung von meiner besten Freundin überstanden habe. Das klingt natürlich sehr sehr dramatisch 😀 Aber tatsächlich ist es mit einer Angststörung nicht gerade einfach mit einer außergewöhnlichen Situation umzugehen. Ich kenne meine Freundin seit vielen  Jahren und die drei Wochen Australien waren ihr erster richtiger Urlaub über eine solch lange Zeit: Das freut mich natürlich für sie 🙂 Aber mein leicht kaputtes Gehirn sagt dazu ein bisschen andere Sachen. Ich habe mir erst mal Sorgen gemacht ob sie heile dort ankommt, den Flug also gut übersteht und nicht abstürzt. Dann hatte ich Angst das sie von etwas giftigem da unten gebissen werden hätte können – wo es zwar Gegenmittel gibt, aber vielleicht gerade ausgerechnet für das Tier nicht. Das waren erst einmal so die „Grund“ Ängste und Sorgen, welche ich mir gemacht habe. Dann sind ja 8 Stunden Zeitunterschied auch ganz schön heftig. So hat sie meistens geschlafen wenn ich von der Arbeit kam und wurde wach, wenn ich schlafen gehen wollte. Das führt dann natürlich zwangsläufig dazu, dass wir weniger schreiben. Zack direkt die nächste Alarmglocke an: Schreib ihr mal nicht – die hat besser zu tun.
Geh ihr nicht auf die Nerven sie hat ihrer Freundin drei Jahre nicht gesehen!
Sei nicht so egoistisch – halte dich zurück – sie kommt doch wieder!
Jaja du vermisst sie, aber übertreibe deswegen doch nicht gleich!
An dieser Stelle wieder einmal vielen Dank an meinen leicht kaputten Kopf für diese Art von Kopfkino. Aber da diese Gedanken nicht schon nervend und abschätzend genug waren, kam zum Ende ihrer Aufenthaltes noch folgendes dazu: Bald kommt sie wieder – juhu! Aber halt…. was wenn sie dich nicht mehr mag? Du bist ja nun mal so überhaupt nicht cool! Kein süßes Kind zum spielen – nur du langweilige Person die nichts erlebt hat! Oh je die KANN sich ja gar nicht auf dich freuen!! Was denkst du dir eigentlich?

Boooooah was ich mir denken, lieber Kopf?
Ich habe zurück gemeckert!! Diese Gedanken habe ich mir nicht gefallen gelassen. Ich bin vielleicht kein Hollywood Star, aber ich bin toll so wie ich bin. Meine Freunde mögen mich um meiner selbst willen, auch wenn ich das nicht ganz verstehen kann. Nur weil meine beste Freundin mal Urlaub macht, heißt das nicht das ich danach doof bin! Im Gegenteil : DU BIST DOOF LIEBES GEHIRN!

Und weil diese Art der Gedanken sehr anstrengend sind, freue ich mich noch ein kleines bisschen mehr das meine beste Freundin wieder hier ist und ich mehr mit ihr schreiben und machen kann – und ja Gehirn: Da darf ich mal egoistisch sein 😀

In diesem Sinne: Ich haue mich hin und werde gesund (Mandeln entzündet) und mein Gehirn macht auch mal Pause! In zwei Tagen ist Wochenende – kopf liebe arbeitenden Leser :*

Verlustängste

Die letzten drei Tage sind einfach für mich.
Mein Körper rebelliert. Zahnschmerzen die bis in den Knochen gestrahlt haben. Arztbesuch. Erkältet. Ich huste wie sonst was. Das hat aber nichts mit Verlust oder Angst zu tun. Aber das ist meine körperliche Ausgangsposition – also schon mal nicht die beste.

Nun zu der Verlustangst. Darum soll es hier ja schließlich gehen.
Auf der Arbeit wird es Veränderungen geben. Damit tut ich mich zur Zeit noch schwer- gestern ein kurzes Gespräch mit einem Chef. Er meint es gut, nichts wildes und ich weiß zu schätzen das er mit mir spricht.
Aber bei mir gingen gestern Nachmittag einfach alle Alarmglocken an, ich bekam Panik und wurde sauer und fühlte mich so an das letzte Jahr erinnert. Warum? Es steht die Option im Raum die Gruppe zu wechseln – wieder einmal. Bis jetzt war das so kein Problem. Doch seit gestern kam wieder alte Ängste hoch und meine Verlustangst. Viele Ängst, sehr anstregend und hoche Anspannung. Ich musste nach der Arbeit meinen Notfallkoffer holen und mich runter holen. Damit war der gestrige gelaufen.

Eine Nacht darüber geschlafen, nachgedacht und mit Freunden gesprochen. Festgestellt: Angst ist begründet, aber bis jetzt gab es keine Anzeichen das es so läuft wie vor einem Jahr. Ich muss mich wirklich daran erinnern, dass ich in einem neuen Team und mit einem neuen Chef arbeite.
Montag einfach ein Gespräch suchen – Gespräch vorbereiten. Danach weiter gucken 😀

Was aber hat diese Situation mit Verlustangst zu tun?
Ganz einfach: Ich arbeite seit zwei Monaten nun knapp in einer Gruppe in der ich mich gut fühle, wo ich vertrauen und Rückhalt im Kleinteam finde und wo ich in meiner Rolle als Erzieherin aufgehen kann. Ich habe wieder Ideen für meine Arbeit, ich plane meine Arbeit und gehe auf die Kinder ein. Ich bleibe auch mal fünf Minuten länger, wenn die Übergabe sonst nicht vollständig wäre. Das alles war für mich lange nicht möglich. Und nun soll ich wechseln. Habe ich bis jetzt auch als eine Option wahrgenommen.
Aber nun merke ich: Ich habe Angst, dass wenn ich wechsel mein Erfolg wieder geht. Ich mich wieder kleiner mache als ich bin. Meine Depression wieder die Überhand gewinnt. Ich habe Angst meine Stabilität zu verlieren. Und das wäre im Moment der größte Verlust, denn ich erleben könnte (abgesehen von dem Verlust andere Menschen).
Ich weiß, dass einen Wechsel nicht zum Ziel hat mich zu schwächen. Ganz im Gegenteil, es soll mir helfen stabil zu sein. Aber mein Gehirn… ist da etwas andere Meinung. Ich werde das Gespräch suchen, mein komisches Denken und meine Ängste kommunizieren.

Aber das ist nicht das Einzige wo ich Verlustängste erleide.
Meine beste Freundin ist in Australien. Seit einer Woche und noch zwei weiter Woche. Wir haben 8 Stunden Zeitunterschied. Chatten ist also eher weniger der Fall. Sehr ungewohnt – da wir sonst täglich und auch viel schreiben.
Durch den Zeitunterschied schreiben wir nun weniger. Immer noch täglich, aber eben weniger weil die Zeitspanne wo ich wach und fit bin und wo sie wach und fit ist recht kurz ist – immerhin haben wir ja noch andere Sachen zu erledigen.
Und was macht mein leicht kaputtes Gehirn?
Sagt: Wie kannst du glauben, dass sie überhaupt mit dir schreiben will? Sie hat ihrer Freundin dort 2 Jahre nicht gesehen! Sei froh, dass sie dir überhaupt antwortet und höre gefälligst sie zu zu texten! Was fällt dir denn ein?
Wenn ich meine, das mein kaputtes Gehirn mir so etwas sagt, dann ist es so das eine Stimme in meinem Kopf mir diese Sachen sagt. So war es auch mit meinen Suizidgedanken. Das ist seltsam, aber ich habe gelernt, dass diese Stimme einfach nicht recht hat. Klar gibt es in Australien etwas zu erleben, aber dennoch kann und darf ich ihr schreiben, ihr erzählen wenn es mir nicht gut geht. Sie ist meine Freundin, sie mag mich. Auch wenn diese Stimme dass sich nicht mal im Ansatz vorstellen kann, dass es Menschen gibt die mich um meiner selbst willen mögen.

Nach dem meine Zähne nun wieder besser sind, ich gut geschlafen habe und die letzten Tage von mir abstreifen konnte, habe ich heute nur Kopfweh. Aber sonst geht es mir gut. Meine Güte – die Arbeit macht mich nicht fertig. Niemand will mir da etwas böses, aber mein Gehirn will direkt das mir jemand etwas böses will. Muss doch so sein – was sollten die Menschen sonst von mir wollen?
Ziemlich anstrengend dieses Denken. Und meine beste Freundin: Die genießt gerade eine echt tolle Zeit, ich gönne ihr das total und freue mich sehr für sie! Aber ich freue mich auch mega wenn sie wieder bei mir ist, dann ist ihr nämlich auf dem Rückflug auch nichts passiert (ja da mache ich mir natürlich sorgen drum – ist ja nur das sicherste Verkehrsmittel -.- 😀 ).

Morgen wird dann hoffentlich ein Kopfschmerzfreier Tag und ich werde den Tag mit einer Freundin genießen und am Abend dann in die neue Show des Zirkus des Horros gehen! Und dann ist das Wochenende auch schon wieder rum und die letzte Woche in einer anderen, etwas anstregender Gruppe beginnt. Und wisst ihr was? Dann noch eine Woche und ich habe Urlaub – in zwei Wochen habe ich eine Woche Urlaub, dann wenn meine beste Freundin wieder kommt 😀 ❤

ErzieherIn – mehr als Spielen und Kaffee trinken

Der Titel ist bewusst auf die herrschenden Klitsches angelegt.
Lange Zeit habe ich selber so gedacht. Gerade zu Beginn meiner ersten Ausbildung als Kinderpflegerin war mir die ganze Tragweite meines Berufes noch nicht klar – das kam erst mit der Zeit und besonders halt im Anerkennungsjahr weil dort Praxis und Theorie zusammen kamen. Deshalb werde ich nun einmal auf die Ansprüche und Herausforderung als ErzieherIn eingehen.

Früher dachte ich: Wow was für ein einfacher Job. Das bisschen Babysitten – das schaffe ich doch locker!
Das war auch am Anfang der Grund warum ich die Ausbildung zur KinderpflegerIn überhaupt gemacht habe. Ich nahm an, dass ich damit ein einfaches Berufsleben haben werde. Ach wie schön naiv man mit 16 Jahren doch sein kann 😀

In jedem Klitsche steckt auch etwas Wahrheit!
Das Kaffee trinken Klitsche trifft auf viele Kollegen zu – aber es gibt auch in anderen Bereichen viele Erwachsene die gerne auf der Arbeit mal einen oder mehrer Kaffee trinken.Verwähnt sei ihr auch: Viele Eltern nehmen auch gerne mal einen Kaffee für das Elterngespräch oder im Elterncafe (was manche Kitas anbieten). Auch verneinen oder wiederlegen kann ich das Spiel Klitsche auch nicht ganz. Natürlich spielen wir mit den Kindern, aber es ist mehr als nur spielen. Wir entdecken zusammen mit den Kindern spielerisch diese Welt! Im Spiel helfen wir den Kindern die Umwelt und die Geschehenes des Tages zu verarbeiten. Das Spielen ist ein sehr wichtiger Punkt im Leben der Kinder und eine unserer wichtigsten Aufgaben im Alltag.

Dazu kommt aber noch viel mehr …
Zusammen mit den Eltern bilden wir im Idealfall eine Erziehungspartnerschaft, welche offenen, ehrlich und etwas Vertrauen beinhaltet. Das erreicht man über Gespräche und einen ständigen Austausch mit den Eltern. Je jünger die Kinder sind desto wichtiger werden sogenannte „Tür und Angel Gespräche“ in denen der Tag des Kindes kurz reflektiert wird und gegebenenfalls Vereinbarungen für den nächsten Tag getroffen werden. Es ist auch der perfekte Moment für die Eltern kleinere Sorgen oder Planänderungen anzusprechen oder um ein Elterngespräch zu vereinbaren.
Offene Gespräch mit den Eltern sind eine wichtige Grundlage der pädagogischen Arbeit. 

Ein weiter wichtiger Punkt, den diesmal sowohl Kinder als auch Eltern betrifft, ist die Eingewöhnung neuer Kinder. Die Eingewöhnung eines Kindes bildet den Grundstein für die Arbeit mit den Eltern und Kindern. Also sollten sich auch beide Parteien in dieser Phase willkommen und am ende auch angekommen fühlen. Wie schafft man das? Vor dem ersten Tag im Kindergarten kommen die Eltern mit ihren Kinder zum kennen lernen und schnuppern in die Einrichtung. An diesem Tag ist es wichtig, dass von den ErzieherIn jemand zur „BezugserzieherIn“ ernannt wurde. Die BezugserzieherIn sorgt dafür, dass die Fragen der Eltern beantwortet werden, erklärt das Eingewöhnungsmodell (in unserem Fall das Berliner Modell) und stellt sich auch dem Kind vor. Der erste Tag in der Kita wird geplant und im besten Fall gehen Eltern und Kinder mit einem guten Gefühl nach Hause.
Das Berliner Modell ist ein Eingewöhnungsmodell, welches vorsieht: Die Kinder lernen die Einrichtung Stück für Stück kennen und können sich nach ihrem Entwicklungstand von ihren Eltern lösen. Die erste Woche bleiben die Kinder mit ihrer Begleitperson (Mama, Papa, Oma oder Opa) für eine Stunde im Kindergarten. In dieser Zeit lernt das Kind seine BezugserzieherIn kennen und baut langsam eine Beziehung zu dieser Person auf. In der zweiten Woche wird dann der erste Trennungsversuch von der Begleitperson ausprobiert. Je nach Alter des Kindes wird diese Trennung von 30 Min bis zur 1 Stunde ausprobiert. Klappt diese Zeitspanne für das Kind schon sicher und zeigt es keine offensichtliche Trennungsangst mehr, kann diese Zeit verlängert werden. So geht es weiter bis das Kind sicher genug für das erste Mittagessen in der Einrichtung ist. Für das Kind kann das Essen an sich eine belastende Situation sein, welche langsam ausprobiert wird. So beginnt man meistens damit, das Kind in der Einrichtung frühstücken zu lassen, ehe es über Mittag bleibt. Das Mittagessen wird dann auch einige Zeit ausprobiert und wenn das Kind dann dort sicher ist bleibt es (bei älteren Kindern) über Mittag und (bei jüngeren Kinder) schläft.
Nach dem erfolgreichen Mittagessen und schlafen bleibt das Kind meisten so lange wie es der Vertrag erlaubt. Eine Eingewöhnung gilt als abgeschlossen, wenn ein Kind sich sicher in der Kita bewegt, sich von den ErzieherIn trösten lässt und es keinen sichtbaren Trennungsschmerz an den meisten Tagen zeigt.

Gerade bei dem Träger wo ich arbeite, wird das Beobachten und Dokumentieren als ein wichtiger Bestandteil der pädagogischen Arbeit gesehen.
Die Kinder einfach frei spielen zu lassen und sie dabei zu beobachten ist sehr aufschlussreich wie es dem Kind geht. Dabei gibt es verschiedene Punkte auf den das Augenmerk liegt, diese weichen je nach Alter des Kindes auch etwas ab. Es gibt verschiedene Bögen für Beobachtung, welche die Entwicklung und die Stärke der Kinder aufziegen. Die Stärken werden dann dazu genutzt die Schwächen weniger ins Gewicht fallen zu lassen. Für Kinder mit einem auffälligen Verhalten, dass doch stark von der Norm und dem Toleranzbereich abweicht gibt es einen extra Bogen um die genauen Defizite festzustellen und einen Plan zu erstellen um diese anzugehen. Das ist übrigens das Ziel einer jeden Beobachtung und Dokumentation:  Die Kinder als ganzes zu erfassen und zu sehen wo und wie man dem Kind in seiner Entwicklung weiter helfen kann.
Das bringt mich auch schon zu dem Selbstbildungsplan der im Anschluss erstellt wird und der aufzeigt wie man dem Kind helfen kann, wenn Hilfe benötigt wird. Nicht jedes Defizit ist gleich eine Erkrankung, Störung oder Behinderung. Oft brauchen Kinder einfach etwas mehr Zeit für einen Entwicklungschritt, einige brauchen aber auch nur minimale Hilfe um den Schritt zu gehen.

Wo ich schon gerade beim schreiben bin: Neben der Dokumentation des Kindes gehören zu den Aufgaben von ErzieherIn auch das schreiben von Gruppentagebücher (Anwesendheitsliste, Tagebuch), erstellen von Elterninfos und Elternbriefen, das Dokumentieren der Eingewöhnungsphase und das Erstellen von Plänen aller Art die die Arbeit erleichtern (Wickelplan, Anwesendheitsliste). 
Viel Zeit der wöchentlichen Arbeitszeit geht in die Dokumentation. Außerdem planen Erzieher ihrer Arbeitswoche, erstellen dazu Pläne und überlegen sich Themen und / oder Aktion die wir mit den Kindern machen können und die unseren Bildungsauftrag erfüllen. Aktion welche in einer Kita stattfinden, erfüllen oftmals mehrfach Bildungsbereiche und fördern mehr bei den Kindern als man im ersten Augenblick vermuten lässt. Als Beispiel nehme ich mal das „Malen“ im Kreativbereich. Einigen Menschen ist nicht klar, dass damit die Handhaltung von Stiften geübt wird, welche spätestens in der Schule zum erlernen vom schreiben wichtig wird. Außerdem verarbeiten Kinder durch das Malen ihren Alltag und dürfen ihrer Kreativität ausleben. Die Bildungsbereiche umfassen: Naturwissenschaft, Mathematik, Rhythmus und Musik, Kreativbereich, Medien und Bau und Konstruktion. Diese Bereich werden in einer Kita mehr oder weniger abgedeckt. Nicht alle täglich, manches brauch auch mehr Vorlaufzeit.

Außerdem gehört die Hygieneerziehung zu unseren Aufgaben. Also das Beibringen von Hände wachsen nach der Toilette und vor dem Essen. Das reinigen seiner Genitalien nach der Toilette und das Putzen der Zähne nach einer Mahlzeit.
Tischregeln und Manieren werden in den Essensituationen (Frühstück, Mittagessen und Imbiss) vermittelt. Oftmals ist es für die Kinder schwer sich an Tischregeln und Manieren zu halten und das vermitteln eben dieser dauert seine Zeit, weshalb das beim Essen einen großen Raum einnehmen kann.
In Zeiten großer Zuwanderung wird folgender Punkt auch immer wichtiger: Die Sprachfördernung und die Sprachentwicklung. Meistens geschieht dies im Gruppenalltag. Durch die Sprachliche Begleitung unserer Seits lernen Kinder schnell die deutsche Sprache. Es gibt einige Spiele zu diesem Thema die man begleitet in Kleingruppen perfekt einsetzten kann um den Umgang mit der deutschen Sprach zu vertiefen oder zu erlernen.

Nun habe ich schon echt viel geschrieben, allerdings habe ich einige Sachen noch nicht erwähnt. ErzieherIn sind auch Tröster, Problemelöser (gerade Konflikte zwischen Kindern können hart werden!), Planer und haben bis zu 25 Kinder im Blick. Natürlich erfordert das viel von uns ErzieherIn, aber es ist der schönste Beruf den ich mir vorstellen kann. Die Kinder geben einem viel zurück, man hat viel Freiheiten beim Umsetzen von Planungen und Aktionen, man kann seine eigene Kreativität ausleben, rumalbern.  Manches mal erscheinen wir gerade den Kindern auch wie „Bestimmer“, aber meistens versuche (ich) eine Lösung zu finden, welche für alle Parteien eine gute Lösung (sie muss nicht allen gefallen, aber für alle verständlich erklärbar sein).

Damit dieser Post nun auch einmal ein Ende findet kündige ich schon mal an: Den Alltag einer ErzieherIn werde ich in einem neuen Post vorstellen. Das deckt dann noch evtl. vorhandene Lücken ab 🙂
Und danke fürs Lesen! Fragen sind wie immer willkommen ❤

Fräulein Öko: Weniger Plastik

Das erste was im Rahmen dieses Öko Projekts machen möchte ist: Weniger Plastik zu benutzen und auch weniger Plastikmüll zu produzieren.
Dieses Vorhaben ist schon lange auf meiner To Do Liste. Aber immer wieder fand ich einen Grund, dass ich dieses Vorhaben nicht umsetzten konnte. Das ändere ich nun. Schritt für Schritt – nicht alles auf einmal.

Zuerst einmal möchte ich darauf eingehen, warum es besser ist Plastik zu vermeiden. Besonders schädlich ist Plastik in der Umwelt – und da landet leider viel zu viel von dem Plastik. Die Menschen schmeißen ihren Müll einfach in die Natur und kümmern sich nicht weiter darum. Was darunter leidet? Die Umwelt. Das Plastik enthält Schadstoffe wie Weichmacher. Dieser werden in die Umwelt abgeben beim Abbau des Plastiks. Dazu kommt dann eben auch die lange Zeit die für den Abbau von Plastik gebraucht wird: Die Erde kann das Plastik nicht so schnell abbauen wie wir Menschen neues produzieren und die Welt wird somit vollgemüllt (das gilt auch für mehrer Stoffe, aber Plastik ist wirklich das meiste).
Besonders tückisch ist das Plastik, welches ins Meer und in die Gewässer landet. Dieses Plastik wird von den Fischen und generellen Tieren im Wasser gefressen. Da Plastik aber keinerlei Nährstoffe für die Tiere enthält – verhungern sie mit vollem Magen an einem Mangel an Nährstoffen. Das ist der schlimmste Fall für das Tier alleine. Dann gibt es noch den Fall, dass das Plastik den Weg IN die Lebensmittel findet. Dadurch das die Fische das Plastik (besonders das Mikroplastik) als Nahrung zu sich nehmen, kommt das Plastik über die Fischerei solcher Fische auch in die Nahrungskette der Menschen. Plastik mit all seinen Schadstoffen hat besonders oft einen negativen Einfluss auf die Hormone von Mensch und Tier. Es führt dadurch zu Unfruchtbarkeit und das wiederum minimiert den Fischbestand zusätzlich zu der Überfischung von Meeren und Flüssen.
Wer es nicht so mit den Fischen hat: Plastik hat auch einen Einfluss auf den menschlichen Hormon Haushalt! Dort können sie zu mehrer Fehlfunktionen führen. Unter anderem Unfruchtbarkeit kann eine Folge dieser Fehlfunktionen sein.  Die aufgezählten Informationen habe ich aus dem Film „Plastic Planet“ – wirklich sehenswert und erklärt noch genauer warum Plastik eher Fluch als Segen ist! Den Film gibt es sogar bei Netflix 🙂

So viel zu den/ meinen Hintergründen. Nun zur Praxis.
Wer sich schon einmal umgesehen hat, der weiß: Plastik ist so gut wie überall. Aber nicht immer ist es wirklich notwendig. Ich verstehe das bei der Modernen Technik Plastik ein Teil dieser Welt sein muss. Es ist leicht, gut Verformbar und dennoch belastbar. Aber wir benutzten einfach zu viel davon. Es gibt keinen Bereich bei normalem Konsum der ohne auskommt. Ist man allerdings etwas achtsamer bei seinem Konsum, merkt man schnell das kleine Änderungen reichen um Plastik zu minimieren.

Kleine Änderungen mit großer Wirkung

  • Keine Tüten für Obst und Gemüse benutzten – lieber Beutel zum wiederverwenden.
  • Joghurt und Milch in Gläsern kaufen – diese werden zurück gebracht und dann wieder befüllt.
  • Getränke in Mehrwegkisten kaufen, wer mag auch gerne im Glas. Gleiches Prinzip wie mit Joghurt und Milch, beides produziert einfach weniger Müll.
  • Kein Einweggeschirr verwenden – nein auch nicht das super neue tolle aus Bambus – denn in dem Fall ist Müll einfach unnötiger Müll.
  • Selber machen – gerade im Bereich von Süßigkeiten, Kuchen und Co. Spart auch noch Geld neben dem Müll.
  • Jutebeutel und Körbe zum einkaufen mitnehmen – erspart die Tüten (und ja auch immer neue Jutebeutel kaufen ist keine gute Option, denn es ist definitiv vermeidbarer Müll).
  • Coffee to go – ein ganz ganz mieser Trend. Viel Müll – Plastik und Papier und das für wenige Minuten Erleichterung und Vergnügen. Besser sind Mehrwegbecher auch in diesem Fall.
  • Käse und Wurst an der Theke in Tupper oder andere Behälter füllen lassen. Auch hier gibt : Mehrweg ist trumpf! 🙂

Ich bin gerade in meinem Leben genau an diesem Punkt. Die einfach Dinge versuche ich umzusetzen und damit den ersten Müll einzusparen. Aber man kann noch viel mehr tun um Müll und besonders um Plastikmüll zu vermeiden.
Dabei werde ich mich steigern. Zwei Kategorien werde ich noch erstellen. Einmal medium und hardcore Öko. Die sich ja eigentlich von selber erklären, deswegen geht es jetzt weiter 🙂

Medium Öko Tipps und Tricks

  • Sein Essen selber kochen und dann mitnehmen, wenn man z.B. weiß das man lange unterwegs sein wird und nicht richtig im Restaurant essen möchte oder kann.
  • Für den kleinen Hunger zwischendurch: Reise Besteck immer dabei haben und sich ansonsten unterwegs Brot/Brötchen mitsamt Belag kaufen -> macht zu zweit oder dritt etwas mehr Sinn weil es weniger Reste gibt.
  • Bücher, Spiele und alle anderen Sachen die man nicht allzu oft braucht: Einfach mal gebraucht kaufen! Schon die Umwelt weil weniger neu produziert werden muss und zeigt unserer Konsum Gesellschaft den Mittelfinger.
  • Für die Wasserhähne einen Aufsatz kaufen, der dafür sorgt, dass der Wasserverbrauch geringer wird.
  • Für den Storm: Wo mehrer Anschlüsse gebraucht werden, ist es sinnvoll eine Steckerleiste zu verwenden. Dann befindet sich jedes Geräte immer im Ausmodus anstatt auf Standbye und das ganz nebenbei.

 

Hardcore Öko Tipps und Tricks 

  • Körperpflege und Reinigung überdenken: Anstatt Duschgel ein Stück Seife benutzten, anstatt Shampoo auch Haarseife, Wasser alleine oder mit Roggenmehl waschen. Deos können mit Wasser und Natron schnell und einfach selber hergestellt werden ( ätherisches Öl für den Geruch). Auch Zahnpasta und vieles für die Pflege lässt sich super selber machen.
  • Einkaufen überdenken: Keine abgepackten Sachen kaufen, auf Mehrweg Verpackung achten, in Unverpackt Läden einkaufen, Groß Mengen einkaufen um nur einmal Müll zu produzieren.
  • Dinge, die nur schwer unverpackt bekommen zu sind, selber machen. Brot, Weingummi, Chips, Säfte etc.
  • Viele Dinge, die kaputt gegangen sind, lassen sich durch Holz oder Glas Dinge ersetzten. Küchenuntensilienen wie Schneidebrette, Kochlöffel, Pfannenwender aber auch Produkte fürs Bad wie (für Frauen) Menstruationstassen, Kojak Schwämme (zur Gesichtsreinigung), Bambuszahnbürsten lassen sich einfach mit Dingen aus Glas oder Holz ersetzten.
  • Gemüse und Obst selber anbauen (wenn man Fleisch ist selber Tiere halten), spart dann nicht nur Plastikmüll sondern hält auch die Transportstrecke möglichst minimalistisch und schont da auch wieder die Umwelt.
  • Anstatt eines Autos lässt sich das Fahrrad nutzen.  Man verbrennt Kalorien, bewegt sich und schont dabei die Umwelt. Und seinen Geldbeutel.

Das sind die Sachen, welche mir jetzt an zwei Tagen des daran schreibens eingefallen sind. Ich hoffe sie können dem ein oder anderen eine Inspiration sein. Den wir haben nur diese eine Welt und die sollten wir bewahren!
Ich selber versuche mich erst einmal bis zu dem Punkt „Medium Öko“ in den nächsten Jahren, denn Gewohnheiten brauchen ihrer Zeit um sich zu ändern um dann dauerhaft erfolgt hat. Das gilt eigentlich für alles.

Ich werde euch ihr weiter auf dem laufenden halten, wie es mit meinem Öko werden und Öko sein so klappt.
To be continued … 😀

Die nächsten Wochen – eine Herausforderung

Die nächsten zwei Wochen werden eine Herausforderung für mich sein.
Ich arbeite als Vertretung in einer anderen Gruppe – andere Kinder, andere Kollegen. Mein Vater hat Urlaub – bringt im des öfteren Langeweile und Frust, was für schlechte Laune sorgt.
Meine beste Freundin ist für die nächsten drei Wochen in Australien – ich vermisse sie jetzt schon und sie ist erst seit Freitag weg 😀

Einige Punkte die auf einander treffen, ganz normal im Leben. Jeder hat mal Phasen in den es anders ist als sonst. Und die meisten Menschen gehen damit ganz unbewusst schon gut um. Ich denke noch mal darüber nach – für den Fall der Fälle und lege mir Pläne zu recht, wenn mir meine Stabilität abhanden kommen sollte.

Aber vorab: Ich fühle mich stabil. Ich esse wieder besser, was mich körperlich stabil hält. Ich gönne mir meine Ruhephasen – nehme nicht jede Aktivität mehr an. Pausen sind wichtig – dafür gibt es nicht nur das Wochenende. Auch in der Woche kann man Pausen einbauen – nach der Arbeit einfach so gut wie nichts mehr tun – aber bitte nicht die ganze Woche (dann bleibt die ganze Arbeit für das Wochenende und dann macht man sich kaputt am Wochenende).  Auch habe ich mehr Freunde, als meine beste Freundin mit denen ich mich treffen kann und mit denen ich Spaß und Freunde erleben kann. Die Arbeit macht mir nach wie vor Freude, ich komme gut mit meinen Kollegen klar und freue mich auf die Arbeit – wenn auch nicht auf das frühe aufstehen (wer tut das schon? :D) Meine Medikamente nehme ich nach wie vor regelmäßig und mein Körper gewöhnt sich langsam wieder daran sich körperlich zu bewegen.

Dennoch bin ich etwas nervös, weil drei Bereich meines Lebens nicht ganz so top sein werden die nächsten zwei Wochen.
Aber: Ich habe keine Panik. Ich überreagiere nicht, ich denke nichts an das hinwerfen.
Ich fange mal von hinten an. Meine beste Freundin ist zwar nicht da – aber dank Whatsapp und so kann man über diese große Distanz schreiben und sich austauschen (ist wichtig, da mir ihrer Meinung sehr wichtig ist). Mein Freundeskreis besteht aus mehr Menschen als sie – somit kann ich die Zeit nun natürlich nutzen wieder mehr mit meinen anderen Freunden zu machen.
Bleibt es bei meinem Vater weiterhin so, wie in der letzten Woche in der er schon Urlaub hatte, dann bin ich zu frieden. Sollte es nicht so sein: Ich flüchte dann zu meiner Schwester – erst arbeit dann zu meiner Schwester und erst wieder zurück, wenn es später ich. Aber so weit wird es denke ich nicht kommen, den mein Vater plant auch in der nächsten Woche in den Urlaub zu fahren.
Und Schlussendlich: Die Arbeit. Auf der Arbeit bin ich zur Zeit wirklich angekommen. Mir macht die Arbeit mit den Kindern Spaß, ich fühle mich geborgen im Team und habe auch Vertrauen in das gesamte Team. Die Arbeit in der anderen Gruppe ist etwas stressiger, als in meiner Gruppe, weil größer Kinder und nun ja etwas problematisch ist das Thema „Regeln einhalten“ in dieser Gruppe. Das weiß ich, aber ich weiß auch das ich mit den größeren Kindern gut arbeiten kann. Sie möchten einfach viel mehr von der Welt erklärt bekommen und ich habe mir ein – zwei Sachen überlegt, welche ich mit den Kindern machen kann. Bin also gewappnet 🙂  Falls aber nicht klappen und mir zu viel werden sollte, dann wende ich mich an meine Kollegen, an meinen Chef und spreche mit ihnen. Durch Gespräche lässt sich das meiste lösen oder einfacher gestalten.

Ich bin zwar etwas nervös. Aber das ist ganz normal. Ich mache mir da auch weiter keinen Kopf – der Plan steht und los kann es gehen 🙂

Warum gehe ich so öffentlich mit meiner Erkrankung um?

Seit einigen Tagen plane ich diesen Eintrag nun schon – es kamen immer mehr Ideen dazu und ich musste diese erst einmal bündeln. Doch nun denke ich, dass ich meine Gründe und Begründungen gut beisammen habe und möchte sie mit euch teilen.

Am Anfang habe ich keinen wirklichen Grund gehabt, meine Erkrankung hier zu teilen. Ich habe den Blog schon eine ganze Weile vorher gehabt und auch immer mal wieder etwas persönliches geschrieben. Warum das also direkt nach der Krise ändern?
Dafür habe ich einfach keinen Grund gesehen. Es tut mir gut meine Gedanken hier zu teilen.
Und auch das muss ich zugeben in diesem Zusammenhang: Ich habe nicht damit gerechnet das Freunde, Familie, Kollegen und Bekannte meinen Blog wirklich lesen oder sich dafür interessieren. Deswegen ist es auch noch ungewohnt für mich, wenn man mich im realen Leben darauf anspricht 😀

Nun nachdem der Blog immer persönlicher wurde und ich fast jeden Gedanken zu meiner Erkrankung, den Hintergründen und meinen Belastungen hier geteilt habe, ist mir auch noch etwas anders klar geworden: Ich habe mir schon gewünscht, dass mein Umwelt diese Sachen liest. Das hat auch einen einfachen Grund: Ich wollte verstanden werden. Ich wollte das die Menschen um mich herum mein Leid verstanden – ohne das ich es ihnen persönlich erzählen musste.  Denn all diese Dinge, hier aus dem Blog, jemanden persönlich zu erzählen, das kostet. Es kostet in erster Linie Überwindung und auch Kraft – beides hatte ich vor, während und auch die ersten 3 Monate nach der Klinik einfach nicht.
Nun aber habe ich mehr als jemals zuvor das Gefühl, dass mein Umfeld mich verstanden hat. Nicht das sie mich in Watte packen oder die Sonderrolle ach so hoch halten. Aber ich fühle mich einfach mehr verstanden, wenn ich den ein Problem habe was ganz klar auch auf keine Erkrankung zurück geht. Ich will natürlich nicht immer „psychisch krank“ sein, aber wie ein Eisklotz kann und möchte ich nicht behandelt werden. Mir geht es gerade gut, ich komme klar. Ich lebe und ich erfreue mich an meinem Leben. Und ich will das es so bleibt. Dafür kämpfe ich auch jeden Tag ein bisschen. Aber noch bin ich auf die Rücksichtnahme meines Umfeldes, meiner Freunde, meiner Familie, meiner Arbeitskollegen und auch meiner Bekannten angewiesen und weiter stabil zu sein.

Ein weiterer Grund warum ich meine Erkrankung mit fast allen Symptomen hier anspreche bzw durchspreche, ist das ich der Meinung bin das Psychische Erkrankungen nicht mit einem Stigmata des Schweigens belegt werden darf. Leider geschieht dieses ziemlich oft in einer so leistungsorientierter Gesellschaft wie unser. Deswegen wollte ich nach den ersten Einträgen weiter machen mit dieser Art des Schreibens.
Ich erwarte keinen Ruhm – nur Verständnis und mehr Offenheit gegenüber Psychischer Erkrankungen.

Musikprobleme.

Dieser Post könnte etwas langweilig und kurz werden. Sorry not sorry 😀

Also ich habe euch ja letzten eine kleine Liste mit Musik veröffentlicht, welche ich gerne höre. Während ich das Zusammengestellt habe, bemerkt ich eins: Die wenigsten sind heute noch in den Charts. Und dann bemerkt ich das nächste: Ich kannte die aktuellen Charts überhaupt nicht.
Vor zehn Jahren hörte ich die Charts meistens rauf und runter. Ich kannte fast jede Woche die ersten Top 5 und die mochte ich meistens auch. Dann nahm das Interesse an den Charts langsam ab. Musik blieb – Charts gingen.  Im letzten Halbjahr des Jahres 2016 ging dann auch Musik, weil meine Depression mir sagte: Nützt doch eh nichts!
Seit dem es mir nun besser geht, merke ich folgendes: Ich liebe Musik und keine zu hören ist einfach eine Qual für einen selbst. Und die zweite Erkenntnis: Ich bin alt geworden.

Die Charts von heute sind für mich allerdings auch keine Musik mehr. Alles klingt doch irgendwie gleich – zu gleich. Ich möchte Gitarren! Ich möchte Drums! Geschreie und gesinge. Richtigen Rap! Gute Texte und gute Musik! Ist das zu viel verlangt? Nein eigentlich nicht, aber das finde ich nicht mehr in den Charts und zwar nicht (nur) weil ich älter geworden bin, sondern auch weil sich der Musik der breiten Maße immer mal wieder ändert. Zu Anfang der 90er war es diese komische Techno Musik, dann Mitte der 90er kam der Grunge, Anfang der 2000 er dann R´n´B und Hip Hop, mitte der 2000 er kam dann Emos, Rock, Pop Rock. Und genau das war die Zeit in der ich „musikalisch“ aufgewachsen bin. Das prägt natürlich und ich sehr anders als die Musik im Moment. Bis ich das nun aber vor ein paar Tagen bemerkte, fühlte ich mich einfach nur uralt.
Denn wer kennt sie nicht? Die älteren Menschen ab 50 Jahren die immer nur sagen: Die Jugend heutzutage kennt keine gute Musik mehr. Früher habe ich die für verrückt gehalten – heute weiß ich einfach wie sie sich fühlen. Ich höre auch lieber Musik von früher. Egal ob aus den 2000 ern oder aus den 50 er, 60 er, 70 er und 90 er (nein die 80 er habe ich nicht vergessen, mag ich nur nicht so :D) . Früher ist meine Musik und heute begeistern mich nur wenige „neue Künstler“. Seit dem Jahre 2010 waren es gerade einmal : Prinz Pi, Casper, Materia, Volbeat und Soja die mich neu für sich begeistern konnten. Die anderen kannte ich schon vor diesem Jahr.

Mein Musikgeschmack hängt also leicht in der Vergangenheit fest. Das ist okay. Das bin ich und ich mag das so. Aber es war ein langer Weg sich das eingestehen zu können. Oft habe ich gedacht: Das ist nicht normal! Aber mal ehrlich: Was ist schon normal?